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  1. #1
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    Standard Wie "Eignergemeinschaft" oder "Stille Teilhaberschaft" regeln?

    Tach zusammen,

    habe hier schon oft Kommentare gelesen,
    die auf juristisch profunde Kenntnisse schliessen ließen.
    Deshalb bitte ich um Ratschläge/Erfahrungen hierzu:

    In fünf Tagen will ich meine Unterschrift unter
    den Kaufvertrag für ein neues Schiff setzen,
    Gesamt-Wert: 120.000,-
    Das Ganze ist mir nur möglich,
    weil meine liebe Partnerin 40.000,- dazu gibt.
    Wir segeln seit 18 Jahren zusammen,
    und sie ist auch heiß auf den neuen Kahn.

    Wir sind nicht verheiratet, wohnen zusammen, haben getrennte Kasse.
    Den kompletten Schiffsunterhalt sowie Wartung und Pflege
    übernehme ich alleine, macht alles in allem 500,- pro Monat.

    Wie kann sie ihre 40.000,- mir gegenüber rechtlich absichern?
    "Eignergemeinschaft" ist es wohl nicht,
    da der gesamte Unterhalt von mir alleine getragen wird.

    Einfach kommentarlos im Kaufvertrag mit drinstehen
    soll sie nicht, denn halbe/halbe ist es ja auch nicht.
    Kann man jemand als "Stillen Teilhaber, 33%" in den
    Kaufvertrag mit aufnehmen?
    Zu bedenkende Konsequenzen träten ja nur ein,
    wenn wir uns trennen würden
    oder wenn ich das Schiff verkaufen würde.

    Fragen über Fragen,
    und in 5 Tagten muss/müssen ich/wir unterschreiben,
    sonst kriege ich das Messeschiff nicht mehr.

    Danke im voraus an die Experten,
    A.

  2. #2
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    Standard

    wie wäre es mit einem privatkredit od. schuldschein ?
    natürlich mit entsprechender verzinsung, wie es unter lieben partnern üblich ist.

  3. #3
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    Standard

    Eigentlich lässt sich trotz der Vereinbarung, dass nur einer der Teilhaber die Wartungs - und Pflegekosten trägt, eine Eignergemeinschaft mit klar definierten Eigentumsanteilen begründen. Das wäre jedenfalls eine optimale Absicherung für die Partnerin. Wenn nötig, lassen sich Details, wie z.B. Übernahme der Wartungskosten in einem Sideletter festlegen.

    Grüße
    Miramare

  4. #4
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    Ich habe mal mit meiner damaligen Freundin ein Haus gekauft. Die Anteile an dem Haus waren nicht 50/50. Uns hat der Notar zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts geraten. Ziel der Gesellschaft: "Betrieb eines Hauses".
    Das müßte doch auch bei einem Boot gehen.
    Wir hatten das natürlich auch nur für den Fall der Fälle. Stand genau drin, wer das Vorkaufsrecht hat, welcher Pflichten. Es ging dann auseinander-ohne Streit.
    Hätten uns das ganze also sparen können. War aber besser so. Such Dir einen Notar Deines Vertrauens. So einen Vertrag kann man auch nachher noch abschließen?

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von andore
    In fünf Tagen will ich meine Unterschrift unter
    den Kaufvertrag für ein neues Schiff setzen,
    Gesamt-Wert: 120.000,-
    Das Ganze ist mir nur möglich,
    weil meine liebe Partnerin 40.000,- dazu gibt.
    A.
    Hallo andore,
    Das ist m.E. keine rein juristische Frage, sondern auch eine, die Deine Beziehung emotional tangiert. Ich würde mich an Deiner Stelle mit meiner Partnerin sehr sachlich darüber unterhalten, was mit dem Schiff und den 40 T€ geschehen sollte, wenn Eure Beziehung auseinandergeht. Sofern Ihr darüber Einigkeit erzielt, würde ich diesen Sachverhalt schriftlich fixieren und von beiden unterschreiben. Die Durchsetzung der so getroffenen Vereinbarung überließe ich dem Schicksal.
    Sofern Ihr selbst Euch schon vorab und nur für den theoretischen Fall nicht einigen könntet, wäre auch ein Jurist überfordert - was sollte der denn dann regeln?
    Viel Erfolg und Spaß am neuen Schiff und der alten Beziehung
    "Moritz"

  6. #6
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    Zitat Zitat von Moritz
    Hallo andore,
    Das ist m.E. keine rein juristische Frage, sondern auch eine, die Deine Beziehung emotional tangiert. Ich würde mich an Deiner Stelle mit meiner Partnerin sehr sachlich darüber unterhalten, was mit dem Schiff und den 40 T€ geschehen sollte, wenn Eure Beziehung auseinandergeht. Sofern Ihr darüber Einigkeit erzielt, würde ich diesen Sachverhalt schriftlich fixieren und von beiden unterschreiben. Die Durchsetzung der so getroffenen Vereinbarung überließe ich dem Schicksal.
    Sofern Ihr selbst Euch schon vorab und nur für den theoretischen Fall nicht einigen könntet, wäre auch ein Jurist überfordert - was sollte der denn dann regeln?
    Viel Erfolg und Spaß am neuen Schiff und der alten Beziehung
    "Moritz"
    Gute Antwort. Sehe ich auch so. Nix gegen Notare und die anderen Juristen.
    Aber die müssen sich hernach, wenn es schief gelaufen ist, eh miteinander streiten
    ...der sich gerne selbst, manchmal aber auch andere verarscht

  7. #7
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    >>> segeljunkie:
    "...natürlich mit entsprechender Verzinsung, wie es unter lieben Partnern üblich ist"

    Der Schluß ist wohl ironisch gemeint! Wir haben uns tatsächlich schon öfter gegenseitig Geld zu einem bestimmten Zinssatz geliehen (und immer pünktlich zurückgezahlt). Warum auch nicht.


    >>> Miramare:
    "Eigentlich lässt sich trotz der Vereinbarung, dass nur einer der Teilhaber die Wartungs- und Pflegekosten trägt, eine Eignergemeinschaft mit klar definierten Eigentumsanteilen begründen..."

    stimmt eigentlich, so werde ich es wohl machen.


    >>> Sinn42:
    "...Such Dir einen Notar Deines Vertrauens..."

    ich finde die Notare immer verdammt teuer, so muss man zum Beispiel beim Imobilienerwerb für das Runterleiern eines Schriftsatzes, dessen Textbausteine auch die Sekretärin zusammensetzen kann, (unverhältnismäßig?) viel Geld bezahlen. Wenns geht also ohne Notar. Braucht man auch für das Testament nicht.


    >>> Moritz:"
    ...keine rein juristische Frage, sondern auch eine, die Deine Beziehung emotional tangiert..." - "...sofern Ihr Euch schon vorab (...) nicht einigen könnt, wäre auch ein Jurist überfordert..."

    nun, wir sind uns ja einig, wollten das eben nur juristisch absichern.

    DANKE FÜR ALLE ANTWORTEN,
    SEHE JETZT SCHON WIEDER ETWAS KLARER,
    A.

  8. #8
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    Warum so kompliziert, wenns auch einfach geht. Macht doch einfach einen Darlehensvertrag (zum Bleistift zinslos), wenn sie allerdings den Betrag zurückfordert, mußt Du zahlen.

    Oder ihr baut einfach eine Kündigungsregelung ein: Beispiel: "Der Darlehensvertrag kann mit einer Frist von drei Monaten zum Jahresende gekündigt werden."

  9. #9
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    Zitat Zitat von ruppert1
    Warum so kompliziert, wenns auch einfach geht. Macht doch einfach einen Darlehensvertrag (zum Bleistift zinslos), wenn sie allerdings den Betrag zurückfordert, mußt Du zahlen.

    Oder ihr baut einfach eine Kündigungsregelung ein: Beispiel: "Der Darlehensvertrag kann mit einer Frist von drei Monaten zum Jahresende gekündigt werden."
    Hallo,
    wie immer einfach und sehr preziese.

    Michael

  10. #10
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