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Thema: Ohlson Eigner

  1. #1761
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    Danke Manfred! Das ist schon mal ganz hilfreich. Mit dem Genuafall hast du Recht. Das muss vielleicht nicht wirklich ins Cockpit. Was ist denn ein Großfallniederholer? Die Dirk? Hast du auch ein Bild von dem Zweileinenreffsystem? Du hast in einer früheren Unterhaltung geschrieben das verläuft über zwei Blöcke am Baum?!

    Was habt ihr denn alle für Vorsegel? Ich war am Wochenende das erste mal draußen und es waren bestimmt so 20 kt in den Böen. Ich hatte das Groß (was ja bei der Ohlson eher klein ist) im ersten Reff um auf Nummer sicher zu gehen. Meine Genua ist rießig und mit Rollreffeinrichtung. Auf Vorwind- und Raumwindkursen lief es richtig gut und das Boot war auch recht flott unterwegs. Am Wind war aber echt schwierig. Das Boot war extrem leegierig. Hab die Genua, dann auch ein gutes Stück gerefft aber so richtig ausbalanciert war das ganze irgendwie nicht. Wenn das Boot vom Wind wegschießt und beschleunigt gibt einen das ja nicht unbedingt so ein super Gefühl. Ich schiebe das jetzt mal auf einen nicht perfekt durchdachten Trimm meinerseits aber im Allgemeinen fand ich es sehr spannend, dass die Ohlson scheinbar nicht unbedingt ein Boot ist was sich selbst in den Wind dreht (z.Bsp. auch ohne überhaupt ein Segel oben). Seht ihr das ähnlich oder was sind eure Erfahrungen?

  2. #1762
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    Die Idee zum Großfallniederholer habe ich mir von einem HR 29 Segler abgekuckt. Der hatte allerdings ein Genuafallniederholer an einem Stagreitervorstag. So konnte er mit einer nicht überlappten Genua auch alles aus dem Cockpit machen. Fall los, Niederholer ziehen für den Rest, Schot dicht, dann liegt die Genua am Seezaun und kann da nicht weg.
    Ich habe dann eine 6 mm Leine am obersten Rutscher des Groß angebracht dann unten am Mast zum Niedergang umgelenkt. Vorher war dort das Fockfall.
    Wenn ich dann das Großfall löse, fällt des Segel trotz Rollenrutscher an den durchgehenden Latten von selbst nicht ganz runter. Den Rest ziehe ich dann fest. Dann liegt das Segel in den Lazyjacks/Lazybag und kann nicht weg. Rest wird dann im Hafen gemacht. Zum Reffen ist das nicht nötig. Aber wenn beim Setzen mal eine Latte an den Lazyleinen hängen bleibt, ziehen ich das Groß einfach wieder etwas runter, bis die Latte wieder frei kommt.
    Beim Bergen lasse ich das Groß nicht frei fallen, sondern eher kontrolliert mit dem Fall bremsend in der Hand. Dann kann auch die lose kommende Niederholerleine keine Bucht durch Wind oder Schaukeleinfluß bilden und eine Latte oder das Dampferlicht einfangen. Ich lasse also beim Bergen auch diese Leine nicht unkontrolliert lose kommen. So funktioniert das Bergen eben nicht wie ein Fallbeil.
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  3. #1763
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    Zitat Zitat von Ohlsongirl Beitrag anzeigen
    Als erstes würde ich gerne meine Leinen ins Cockpit verlegen und wollte mal fragen ob ihr Bilder von eurer Organisation der Leinen an Deck habt (falls ihr die ins Cockpit umgelenkt habt). Ich hätte Genuafall, Großfall, Spifall (sowohl eins für Bb als auch Sb) und wahrscheinlich auch Baumniederholer.
    Hallo Mareike,

    willkommen im "Club"!

    Zu Deiner Frage vorweg zwei Rückfragen: Bist Du ein Segelneuling aber hast Du schon Erfahrung? Segelst Du Einhand oder mit Crew?

    Den Fall Rollgenua einfädeln (setzen) und abnehmen hat Manfred ja schon beschrieben.

    Beim Reffen hängt es davon ab, ob Du Reffhaken verwenden willst; wenn ja, steht einer ja sowieso am Mast, dann ist es meist einfacher, die Reffleinen dort zu belassen. Alternativ kann man die Haken mittels Leinenführung (Einleinenreff) oder getrennter Leine ersetzen.

    Ich segle viel Einhand, habe aber trotzdem alle Leinen am Mast gelassen. Dadurch habe ich im Cockpit nur minimales Spaghetti (immerhin noch Grossschot, Genuaschoten, evtl. Spischot und Guy, Genaureffleine, 2x Genau-Holepunktverstellung).

    Das einzige, was ich vermisse, ist der Baumniederholer, der wäre beim Halsen nützlich.

    In Deiner Liste ist keine Dirk genannt, hast Du eine Feder (rod kick oder boom strut)?

    Weiterhin stellt sich bei der 8:8 die Frage der Einleitung der Kräfte ins Deck. Das Deck ist im Bereich des Mastkragens nicht sonderlich gut nach unten abgestützt oder festgebolzt, dort gibt es lediglich einen kleinen Winkel, der das Hauptschott in Position hält. Diese Stelle sollte man vielleicht etwas verstärken.

    Andererseits hat glaube ich noch niemand sein Deck kaputtgekriegt.

    Gruss
    Ville

  4. #1764
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    Zitat Zitat von Ohlsongirl Beitrag anzeigen
    Am Wind war aber echt schwierig. Das Boot war extrem leegierig. Hab die Genua, dann auch ein gutes Stück gerefft aber so richtig ausbalanciert war das ganze irgendwie nicht. Wenn das Boot vom Wind wegschießt und beschleunigt gibt einen das ja nicht unbedingt so ein super Gefühl. Ich schiebe das jetzt mal auf einen nicht perfekt durchdachten Trimm meinerseits aber im Allgemeinen fand ich es sehr spannend, dass die Ohlson scheinbar nicht unbedingt ein Boot ist was sich selbst in den Wind dreht (z.Bsp. auch ohne überhaupt ein Segel oben). Seht ihr das ähnlich oder was sind eure Erfahrungen?
    Ganz im Gegenteil, wenn ich das Gross (zu) spät reffe, wird meine wird immer luvgieriger, bis sie irgendwann (spät) bei Wasser auf dem Seitendeck aus dem Ruder läuft und in den Wind schiesst.

    Auch Gross im 1. Reff und Genua ganz draussen bleibt sie luvgierig.

    War Deine Genua besonders bauchig? Hattest Du die Holepunkte ziemlich nach hinten gestellt (da habe ich sie normalerweise)?
    Ist Dein Mast gerade (bzw. ganz leichte Banane mit Bauch nach vorn und Gesamtneigung nach hinten)?

    Ohne Segel möchten Boote nicht unbedingt in den Wind, viele liegen ganz gern quer. :-)

    Gruss
    Ville
    Geändert von ville (03.09.2020 um 21:32 Uhr)

  5. #1765
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    Zitat Zitat von Muckilein Beitrag anzeigen
    Wenn ich dann das Großfall löse, fällt des Segel trotz Rollenrutscher an den durchgehenden Latten von selbst nicht ganz runter. Den Rest ziehe ich dann fest. Dann liegt das Segel in den Lazyjacks/Lazybag und kann nicht weg. Rest wird dann im Hafen gemacht. Zum Reffen ist das nicht nötig. Aber wenn beim Setzen mal eine Latte an den Lazyleinen hängen bleibt, ziehen ich das Groß einfach wieder etwas runter, bis die Latte wieder frei kommt.
    Siehste, und weil ich sowieso immer schon am Mast stehe, kann ich dort alle Tüdeleien auch gleich korrigieren. Ich verwende auch keine Lazyjacks. Bin doch nicht faul. Ist doch ein SPORTboot. :-)

    (Disclaimer: Manfred sind natürlich alle Erleichterungen gestattet, er hat ja mit seinen Norwegen-, Schweden- und Finnlandtrips einen guten Vorrat an "Sport" angesammelt) :-)

    Gruss
    Ville

  6. #1766
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    Zitat Zitat von ville Beitrag anzeigen
    Siehste, und weil ich sowieso immer schon am Mast stehe, kann ich dort alle Tüdeleien auch gleich korrigieren. Ich verwende auch keine Lazyjacks. Bin doch nicht faul. Ist doch ein SPORTboot. :-)

    (Disclaimer: Manfred sind natürlich alle Erleichterungen gestattet, er hat ja mit seinen Norwegen-, Schweden- und Finnlandtrips einen guten Vorrat an "Sport" angesammelt) :-)

    Gruss
    Ville
    Haha, ich bin doch nicht Wilfried Erdmann, der Allesammastmachenmann, natürlich ohne Weste, weil sowieso niemand sonst in der Nähe ist, der helfen kann. Im Alter kann ich fast mithalten, der ist schon 80, das kann mir erst nächstes Jahr passieren. Also versuche ich möglichst wenig auf dem Vorschiff machen zu müssen. Das erhöht die Chance noch ein paar Jahre zu leben. Wenn ich über Bord gehe, geht die Chance gegen 0. Aber ein wenig faul bin ich nun schon einige Jahre, meine Kreise werden immer kleiner. Und diesen Sommer war der Kreis ein Punkt. In Deinen Gewässern war ich zuletzt vor 13 Jahren.
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  7. #1767
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    Zitat Zitat von Ohlsongirl Beitrag anzeigen
    ... Ich schiebe das jetzt mal auf einen nicht perfekt durchdachten Trimm ...
    Ich verstehe die Leegierigkeit nicht. Den Mast kann man doch gar nicht so viel anders stellen. Die Mastdurchführung limitiert ja den Mastfall. Bei mir aus dem gleichen Baujahrzeitraum ist das dort sehr eng. Und so offen wirst Du das Groß doch auch nicht fahren.
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  8. #1768
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    Hallo Mareike,

    herzlich Willkommen bei den Ohlson Seglern!!

    Ich habe mir im letzten Jahr eine Genua mit ca. 22 qm machen lassen, damit segelt es sich auch bei viel Wind, 5-7 Bft., deutlich besser. Unter Umständen mit einem Reff im Groß.

    Gruß Ingo
    Ohlson 8:8 - Es gibt keine Alternative
    Jo - Jo - Ohlson 8:8

  9. #1769
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    Hallo Ingo,
    dieses Konzept habe ich auch schon viele Jahre mit einer 19 m2 Rollreffgenua. So brauche ich nie mehr Segel wechseln. Ich verzichte also auf etwas Geschwindigkeit. Dafür habe ich einen teuren weniger bremsenden Drehflügelpropeller.
    Gruß
    Manfred
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  10. #1770
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    Vielen Dank für eure Tipps.

    Hab schon etwas Erfahrung, bin aber kein Profi. Bin während der Uni viel Trapezjolle (ähnlich 470er) gesegelt, hab einige (auch Blauwasser-) Hand gegen Koje Törns hinter mir und skippere auch ab und an auf Charteryachten. Diese sind aber meistens nur wenige Jahre alt und in der Regel recht gut gewartet. Das heißt ich musste mich bisher eher weniger mit den technischen und handwerklichen Dingen beschäftigen und das ist glaube ich momentan die größte Herausforderung für mich. Aber es heißt ja man wächst mit seinen Aufgaben und ich habe glücklicherweise momentan noch gute Unterstützung von einem Bekannten.

    Grundsätzlich mag ich es zusammen mit anderen zu Segeln aber ich möchte auf jeden Fall auch in der Lage sein mal alleine das Boot zu bewegen. Deswegen auch die Leinen ins Cockpit (kann man bestimmt auch ohne aber ich fühl mich sicherer wenn ich nicht unbedingt aufs Vorschiff muss wenn ich allein unterwegs bin )

    Ich habe eine Dirk (ausgehend vom Achterstag) und momentan noch ein (Binde-)Reff mit Reffkausch und Haken. Theoretisch hätte ich aber gern einen Kicker und ein Reffsystem was ich ganz vom Cockpit aus bedienen kann. Wenn ich das richtig verstanden habe brauche ich aber für ein Einleinenreffsystem einen speziellen Baum (obwohl es glaube ich auch so Schienen und Umlenkrollen zum Montieren gibt?!). Oder halt ein Zweileinenreffsystem.

    Was die Leegierigkeit angeht bin ich mir ziemlich sicher, dass das momentan noch mehrere Gründe hat. Zum einen war die Genua glaube ich zu groß und bauchig. Außerdem waren die Backskisten ziemlich voll (mit Anker und anderem schweren Zeugs). Aber ich glaube auch, dass das Rigg nicht richtig getrimmt ist. Kenn mich da allerdings nicht so gut aus. Wie sollte denn das Rigg richtig getrimmt sein bei der Ohlson? Dass der Mast groß anders gestellt ist kann ich mir nicht vorstellen. Das sollte doch bei allen die eine Mastdurchführung haben mehr oder weniger gleich sein?!

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