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Thema: Ohlson Eigner

  1. #21
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    Ohlson Rigg

    Hallo Leute, hat jemand Erfahrung mit einem doppelten Vorstag bei der 8:8?
    Da ich keine Rollfock besitze und solange meine Fitness es zulässt auch keine anschaffen will, ist das doppelte Vorstag vielleicht eine Alternative. Der Segelwechsel dauert mir oft zu lange. Mit zwei Stagen könnte man immerhin eine Fock angeschlagen lassen.
    Gibt es vielleicht jemanden, der das Babystag umgebaut hat (vorlicher und höher am Mast) um ein quasi Kutterrigg zu bekommen?
    Würde mich über Erfahrungsberichte freuen.

  2. #22
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    Standard Doppelvorstag fuer 8:8

    Hallo Soete!

    Meine 8:8 kam mit Doppelvorstag (war schon so geordert, wie man der Werftrechnung entnehmen kann) und ich arbeite in der von Dir beschriebenen Weise damit, d.h. ich lasse bei wechselndem Wetter Genua und Arbeitsfock (bzw. Arbeitsfock und Starkwindfock, die ich mir im Winter hab machen lassen) angeschlagen und wechsle dann nach Bedarf. Vor- und Nachteile von Stagreitersegeln vs. Roll(reff)segeln werden ja hier haeufig diskutiert, das ist wohl auch ne philosophische Frage...die Stagreiterleute haben sicher auch seltener Kartenplotter und dergleichen, ist halt die "Erdmannschule".
    Billiger als ne Rollfock ist es sicher nicht, zwei, besser drei Vorsegel um die 900 Euro schenken sich mit der Rollgenua wohl nicht viel.
    Ausserdem nehmen sie Platz weg, entweder in Sackform in den Kisten oder auf dem Vordeck.
    Strecktaue und gutes Oelzeug sind ein must, ebenso ein Minimum an Sportlichkeit und Schneid (und massenhaft Baendsel griffbereit an der Reling) weil man halt schon viel auf den Knien auf dem Vordeck rumrutscht und die alte "eine-hand-fuers-schiff-eine-hand-fuer-den-mann" Regel noch deutlich in Kraft ist. Waehrenddessen fuehlt man sich scheisse, hinterher gut...ist ja auch ein Grundprinzip sportlicher Betaetigung...
    Weiterer Nachteil ist das nicht perfekt durchzusetzende Vorliek, was aber meiner Erfahrung nach fuer den Nichtregattasegler keinen bedeutenden Geschwindigkeits- oder Hoehenverlust ausmacht, und nach meinem aesthetischen Empfinden siehts zehnmal schlimmer aus mit so einem halb aufgewickelten Lappen zu fahren.
    Logisch: Wer einhand unterwegs ist braucht eine funktionierende Selbststeuerung, sonst gehts nicht. Meine Pacific light haelt (nach einigem rumprobieren) auch Kurs wenn man ein Segel wegnimmt.
    Bergen alleine ist kein Problem; Fall los, runterratternlassen und zwei Baendsel drum - ich glaub, das geht mit der Rollfock auch nicht schneller, aber halt aus dem Cockpit und sieht auch gleich aufgeraeumter aus..
    Beim Wechseln der Segel muessen ja auch die Holepunkte veraendert werden (und -bei mir zumindest- die Schoten durch die entsprechenden "Seerelingsfenster" gezogen werden) Man koennte wohl auch zwei Vorschoten angeschlagen lassen, mach ich aber nicht, ist mir zuviel wuling..

    O.k. ganz schoen langer Text, ich hoff, es hilft..

    schoenen Tag,
    Patrick

  3. #23
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    Standard Doppelvorstag

    Hallo Soete,

    das ist schon häufig diskutiert worden, momentan gerade im neuen Palstek unter Experten antworten, allerdings für eine Hai 750. Wenn man es unbedingt will, wird dort ein wegnehmbares zweites Vorstag empfohlen.
    Ich habe an meiner 8:8 ja eine Rollfock. Wenn diese nicht schon beim Kauf dran gewesen wäre, hätte ich es als Einhandsegler nicht unbedingt sofort nachgerüstet. Ich habe einen Einhandsegler mit einer HR 29 getroffen, der fuhr grundsätzlich eine innengeschotete Fock mit einem Niederholer am obersten Stagreiter. Die Fallwinsch war am Niedergang. Zum Bergen braucht er nicht aus dem Cockpit. Fall lösen, Schot dicht und Niederholer dicht, und die Fock lag an Deck und brauchte erst im Hafen weiter festgebändselt werden. Man sieht, auch ohne Rollfock kann man wenigstens Setzen und Bergen vom Cockpit aus. Man kann allerdings nicht mehr die Max-Genua fahren.
    Die Idee mit dem Niederholer habe ich übrigens am Groß verwirklicht. Zusammen mit Lazy-Jacks braucht ich auch nicht mehr zum Großsegelbergen aus dem Cockpit. Nun habe ich mir ein neues Groß durchgelattet mit besseren Rutschern machen lassen, dann sollte es noch besser gehen.
    Naja, ich bin nicht mehr ganz so sportlich wie Patrick, auch nicht mehr so jung.

    Gruß
    Manfred

  4. #24
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    Zitat Zitat von karl_rossmann
    Hallo Soete!
    Logisch: Wer einhand unterwegs ist braucht eine funktionierende Selbststeuerung, sonst gehts nicht. Meine Pacific light haelt (nach einigem rumprobieren) auch Kurs wenn man ein Segel wegnimmt.

    schoenen Tag,
    Patrick
    Hallo Patrick,
    könntest Du bitte mal näher ausführen, wie Du mit der Pacific Light zurechtkommst. Ich denke auch an eine Anschaffung einer Windpilot. Nach Aussage von P. Förthmann auf seiner Homepage, sollte man nicht eine zu schwache Windsteuerung wählen. Die Ohlson 8:8 kommt aber über die Gewichts.- und Längengrenze für die Pacific Light.
    Die nächstgrößere Windsteuerung wäre eine Pacific.
    Ich möchte aber nicht eine zu große Anlage am Heck fahren.
    Für eine kurze Ausführung wäre ich dankbar.
    Gruß
    Dietmar

  5. #25
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    Standard

    Zum doppelten Vorstag:

    Wenn das Wetter schwerer wird, kann man schnell die Fock setzen und die Genau anbändseln. Da hängt sie nun an der Reling. Und wenn es noch schwerer wird, kann kein Mensch mehr die Genua von der Reling und vom Vorstag lösen, weil der Bug in jeder Welle mit 1/2 m oder mehr Wasser überspült ist.

    Muß man aber auch nicht mehr lösen, dann dann ist bereits alles futsch!

    Doppeltes Vorstag ist was für Regatten, große Crews und Binnengewässer.

    Meine Version:
    Rollgenua, wird nicht gerefft, nur weggerollt.
    Babystag, bei schwerer werdendem Wetter oder je nach Kurs ist die Fock angeschlagen, meistens auch gesetzt.

    Genua wegrollen und schon kann es bis 10 aufbriesen. Niemand muß auf das Vordeck!

    Das Groß kann ich aus der Plicht reffen.

  6. #26
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    Standard Doppelvorstag/Windsteuerung

    Hallo allerseits,

    @ Hanjin:

    Wie ich Manfred/Muckilein schon mal privat geschrieben habe, bin ich ausserordentlich zufrieden mit der Pacific light. Herr Förthmann hat mir seinerzeit zu der kleineren Anlage geraten, nachdem ich ihn darauf hingewiesen habe, dass nach seiner eigenen Tabelle ja schon die grössere Version nötig wäre. Er hat selbst mal eine 8:8 besessen und meinte, die Lightversion sei völlig ausreichend für das Schiff. Da ich angetreten war, die 1000 Euro teurere Anlage zu kaufen kann er dabei nun wirklich keine Hintergedanken gehabt haben.
    Allerdings habe ich auf meinem eigenen Schiff keinen Vergleich mit elektrischen Autopiloten. Auf einer Atlantiküberquerung auf der Passatroute, an der ich auf einem anderen Schiff teilgenommen habe war allerdings das elektronische System nicht in der Lage, das Schiff in der Atlantikduenung vor dem Wind zu halten, nachdem die zweite Reservewindfahne der Windsteuerung zu Bruch gegangen war, die bis dahin völlig ohne menschliches Zutun perfekt gearbeitet hatte.
    Letztlich mussten wir die letzte Woche von Hand steuern, zu dritt eine unangenehme Sache. Das sind sicher keine statistisch signifikanten Erfahrungen, aber so entwickeln sich halt subjektive Vorlieben.
    Ausserdem finde ich die Philosophie der Anlage sympathisch: Der Wind, der ja das Schiff antreibt, besorgt auch die Steuerung, überdies lautlos.
    Wenn ich Dir Bilder schicken soll, gern per pm

    @ DoppelNelson:

    Eigentlich mag ich gar nicht für die Stagreiter/Doppelvorstagschule argumentieren - mir ist schon auch klar, dass die Rollvorsegel Stand der Technik sind...aber mein Schiff hats eben nicht und ich hab gelernt, die positiven Seiten zu sehen
    Das Problem des "Wasserschaufelns" der angebändselten Genua ist in der Tat unangenehm; ich habe das so gelöst, dass ich die angeschlagenen Vorsegel oben am Seezaun anbändsle, nicht auf Deck. Wenn das Boot einfach nur Lage schiebt, bei nicht allzu böser See, gibts dann keine Probleme. Wenn richtig unangenehmes Wetter kommt nehm ich aber auch die unbenutzten Segel ab. Auch bei solchen Bergeaktionen find ich áber das Doppelvorstag gut - man kann halt schon mal das kleinere Segel setzen und macht wieder Fahrt und Höhe, und kann dann in Ruhe das unbenutzte abschlagen.
    Das Babystag bei der Ohlson 8:8 (die 29 hat normales Rigg mit vorderen Unterwanten) gäbe wohl nur ein Vorliek von 3 Metern, da ist definitiv das Schiff zu klein (achtachtzig halt). Man müsste also schon richtig auf ein Kuttterrigg umstellen, was ich absolut cool fände, hab oft drüber nachgedacht, zumal der Mast ziemlich weit hinten steht...aber die Kosten sind schon beträchtlich.
    Frage an Dich (und andere mit Rollvorsegeln): Wie löst ihr das Problem des "richtigen Seezaunfensters" für den veränderten Holepunkt der Fockschot? Oder stellt sich das auf anderen Schiffen nicht?

    @ Muckilein:
    Hallo Manfred..was meinst Du mit "abnehmbar"?

    Schönen Feieraben allerseits

    Patrick

  7. #27
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    Zitat Zitat von karl_rossmann
    .....
    @ Muckilein:
    Hallo Manfred..was meinst Du mit "abnehmbar"?

    Patrick
    Hallo Patrick,

    abgeschrieben aus dem aktuellen Palstek Nr 2/06:.....Eine bessere Lösung (als das permanente zweite) besteht darin, das zweite Vorstag wegnehmbar zu gestalten. Dieses Stag greift dann zirka 20 bis 30 cm unter dem Masttop an und wird neben oder kurz hinter (etwa 30 cm) dem ursprünglichen Vorstag an Deck angeschlagen.....unter Deck...großflächige Verstärkungsplatte....Das zweite Vorstag wird mit einem speziellen Handradspanner mit Pelikanhaken mit dem Augbolzen verbunden und so weit gespannt, daß das ursprüngliche Vorstag entlastet wird.....Bei Nichtgebrauch....abschlagen und an den Wanten beigebändselt....

    Meine Ansicht: Wenn man ein echtes Kutterstag anbringt, etwa in Höhe des Ankerluks, würde ich erst recht gerne vorne eine Rolleinrichtung haben. Sonst wird unter Umständen das Wenden stressig.

    Bilder von Deiner Pacific hätte ich auch gerne.

    Gruß
    Manfred

  8. #28
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    Standard Kutterrigg

    Ich habe ein Kutterrigg und (nur) am Vorstag ´ne Rolleinrichtung.
    Damit ist das große Vorsegel bei Bedarf gleich weg und hab immer noch das Stagsegel.
    Am Wind fahre ich bis ca. 5 beide Vorsegel, wenns mehr wird großes Vorsegel (bei mir ein hoch geschnittener Yankee) aufrollen, dann 1.Reff, 2.Reff, 3 Reff - aber das hatte ich bislang noch nicht.
    Gruß
    Winfried

    www.heinkele.net

  9. #29
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    Standard Kutterrigg

    @ muckilein:

    Oh ja, das glaube ich auch! Die Kombination aus schneller Bedienbarkeit (Rollgenua) und narrensicherer Technik (Stagreiterstagsegel am Kutterstag) ist faszinierend. Ich glaub es würde auch gut aussehen. Ich hab aber allgemein noch nie ein (nachgerüstetes) Kutterrigg bei nem Schiff unter, naja, 10 m gesehen. Einen interessanten Kompromiss sieht man auf der "Atom", einer Pearson, in der Grösse etwa der Ohlson entsprechend:
    www.atomvoyages.com
    Zum wegnehmbaren Vorstag: Den Tip hab ich auch schon mal gehört, die Vorstagen unten einzeln spannbar anzubringen, um den erwähnten Effekt abzustellen, dass man das tragende Stag nicht perfekt spannen kann - da ich das aber bisher nicht stoerend empfunden habe, hab ich das so gelassen. Warum man allerdings das zweite Vorstag am Masttop tiefer anbringen soll verstehe ich nicht...das käme mir regelrecht schädlich vor.

    Mit den Bildern war ich u.U. etwas voreilig - letzte Saison hatte ich nämlich noch keine Digitalkamera. Mal schauen, ob die Anlage auf Urlaubsfotos gut zu sehen ist. Sonst kann ich erst im April wieder welche machen, wenns wieder ins Wasser geht. Erinnert micht dran.

    Gruss,
    Patrick

  10. #30
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    Standard

    Zitat Zitat von Pilgrim
    Ich habe ein Kutterrigg und (nur) am Vorstag ´ne Rolleinrichtung.
    Damit ist das große Vorsegel bei Bedarf gleich weg und hab immer noch das Stagsegel.
    Am Wind fahre ich bis ca. 5 beide Vorsegel, wenns mehr wird großes Vorsegel (bei mir ein hoch geschnittener Yankee) aufrollen, dann 1.Reff, 2.Reff, 3 Reff - aber das hatte ich bislang noch nicht.
    Hallo Winfried,

    Deine HP funktioniert ja im Moment nicht, aber wenn ich das richtig erinnere, ist bei Dir das Kutterrigg konstruktiv werftseitig vorgesehen und gehört einfach dazu. Ein echtes Seeschiff, aber ein Nachrüsten an einem anderen Typ muss man sich sorgfältig überlegen.

    Gruß
    Manfred
    Geändert von Muckilein (01.03.2006 um 11:08 Uhr)

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