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  1. #1
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    Standard simple Selbststeuerung für kleines Boot

    Hallo,
    mal die Pinne 5 Minuten loslassen, aber dafür gleich ne teure Selbststeueranlage einbauen?
    Wer hat Erfahrung mit einer einfachen Lösung (siehe link), die vielleicht bei guter Trimmung erlaubt mal ein paar Minuten das Ruder loszulassen? Aber bitte: ich spreche nicht von der Benutzung unter 7 Bft und 4m hohen Wellen! Da wartet mein Boot so oder so im Hafen auf schöneres Wetter

    http://www.jsward.com/steering/index.shtml

  2. #2
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    Hy

    kommt darauf an, ob dein Boot einen sehr guten Geradeauslauf hat oder nicht. Ich habe einen kleinen Minikreuzer, der ist am Ruder sehr giftig, hier wird von einer Person die aufs Vorschiff geht schon der Trimm leicht verändert und das Boot verändert den Kurs. Auf meinem Boot geht hier mit dieser Methode nichts.

    Kauf dir doch einen St 1000+ (Pinnenautopilot) der kostet mit Fernbedienung unter 400€ und der braucht auch wenig Strom, der steuert mein Boot und hält den Kurs perfekt.

    Bei Langkielern und Booten die einen guten Geradeauslauf haben, dürfte dieses System mit den Gurten gut funktionieren.

    Ich habe auch ein Buch von Gerard Dijkstra "Selbststeueranlagen" der berschreibt die Technik mit den Blöcken und Gummibändseln bis zur Perfektion. Dabei steht auch genau drinnen, das damit nicht jeder Kurs haltbar ist, am besten dürfte es am Wind funktionieren oder Halbwind. Mit achterlichen Winden funktioniert es eher nicht.

    LG

    Mantaspeed
    PS.: Lieber ein schlechter Segeltag als ein guter Arbeitstag

  3. #3
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    Am Wind ist das gut möglich. Nicht zu hoch segeln! Boot muß ausgetrimmt sein und auf Kurs. Dann die Pinne festsetzen.

    Zum Austrimmen:
    Groß einen Schrick offener fahren

    Fällt das Boot ab, zieht das Groß besser, Boot legt stärker über, Druckpunkt wandert nach achtern außen und Boot luvt an.

    Umgekehrt Boot luvt an, Groß killt, nur Fock zieht noch. Druckpunkt wandert nach vorne, Boot fällt ab.

    Hat bei mir als 15 Minuten lang funktioniert.

    Bist dann aber langsamer!

  4. #4
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    Hi,

    ich mache das auf meiner Viko sehr einfach: Eine Leine auf der einen Heckklampe belegen, zweimal um die Pinne schlingen und dann auf der anderen Klampe belegen. Je strammer ich die Leine dabei spanne, desto schwerer geht die Pinne danach zu bewegen. So kann man in Ruhe die Ruderstellung ausbalancieren und dann nach vorne gehen. Leider klappt es aber wie bei Mantaspeed nicht optimal, da der Trim sich sehr verändert, wenn ich nach vorne gehe. Aber um bei wenig Wind kurz die Vorleinen zum Anlegen vorzubereiten, reichts. Im Hafen bzw. beim Ankern benutze ich die Leinenlösung mangels Pinnenarretierung auch manchmal, um das Ruder festzustellen.
    Das ganze gibts in England auch für teuer Geld zu kaufen - da hat man dann eine Umlenkrolle mit verstellbarer Klemmung auf der Pinne.

    Carsten
    Wohnst Du noch oder segelst Du schon....?

  5. #5
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    Danke euch allen! Ich werde es wohl einfach mal ausprobieren. So ein paar Blöcke und Gummis kosten ja nicht die Welt (Aufbau wie auf dem Internetlink beschrieben)

    Ich kann mir vorstellen, dass auf einem so kleinen Boot wie die Viva eine Schwerpunktsverlagerung schon was ausmacht (wie bei Jollen ja auch). Und da die Viva leicht auf das Ruder reagiert...Dazu kommt dann noch etwas Seegang etc...Bon--wir werden sehn!
    Ich wollte mir das ST 1000 sparen, da ich ja Spass am Segeln und selbst steuern habe.Zudem ist mein Motto: weniger ist mehr. Gerade was alles elektrische Zeugs betrifft---fällt so oder so irgendwann aus! Nur muss man vielleicht ja auch mal 2 Minuten unter Deck , um die Kamera, das illegale Funkgerät oder was zum Knuspern zu holen etc..(immer kann man die Bordfrau ja auch nicht schicken). Von daher wäre es nicht schlecht, wenn das Boot auch mal für 3 Minuten seinem Element allein überlassen werden kann. Geschwindigkeit spielt keine Rolle. Wenns gar nicht geht, dann heissts halt mal kurz aufstoppen, bevor es weiter geht
    Geändert von Esprit (05.04.2006 um 11:36 Uhr)

  6. #6
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    Ich habe bei meiner SPRINTA alles Mögliche ausprobiert, es haut alles nicht hin. Mache ich 3 Schritte nach vor, läuft sie aus dem Ruder. Habe mir einen Autohelm 1000 gekauft, seitdem klappts auch mit dem Handling und man ist als Einhand immer auf der sicheren Seite.

    Die Dinger gibts bei ebay auch schon um die 100-120 Euro.

    Letztes Jahr waren wir mit einem Schärenkreuzer 30 S im MM unterwegs. Am Wind konnte man für ne ganze Stunde die Pinne loslassen, der Kahn zog wie an der Schnur gezogen seine Bahn, das war unglaublich!

    Gruß
    Molly
    http://www.molitorfj.de/
    http://www.molitorfj.de/1%20Private%20Homepage/Freunde_der_Sprinta1.htm

  7. #7
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    Sehe ich auch so, auf Dauer ist so ein "einarmiger Bandit" die beste Lösung. Alles andere war auf meinem Schiff auch nur Behelf. Ich habe ihn oft im Einsatz: Segel setzen/bergen, Motoren bei Flaute, Seekarte in den Händen...

    Grüße

  8. #8
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    Zitat Zitat von Molly
    Ich habe bei meiner SPRINTA alles Mögliche ausprobiert, es haut alles nicht hin. Mache ich 3 Schritte nach vor, läuft sie aus dem Ruder. Habe mir einen Autohelm 1000 gekauft, seitdem klappts auch mit dem Handling und man ist als Einhand immer auf der sicheren Seite.

    Gruß
    Molly
    Hmmm --und die Sprinta ist ja noch etwas länger und mit festem Kiel oder? hmmm. Aus welchen Bauteilen besteht den so ein Steuerautomat? Wie oft geht er hinüber? Wo und wie wird er eingebaut?

  9. #9
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    Der Autohelm ist eine Einheit, sehr einfach zu installieren, sehr wirkungsvoll und präzise. Die Dinger sind sehr widerstandsfähig. Ich kenne Segler, die haben noch welche aus den 70-ger Jahren im Gebrauch. (Es handelt sich immer um Fahrtensegler, die das Teil nicht so häufig benötigen). Wie es mit der Haltbarkeit bei täglichem Gebrauch ist, kann ich nicht sagen!


    Gruß
    Molly
    http://www.molitorfj.de/
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  10. #10
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    Eine Anbauleitung findest Du hier:

    http://www.busse-yachtshop.de/hilfe/...loteinbau.html


    Gruß
    Molly
    http://www.molitorfj.de/
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