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  1. #1
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    Standard Aluschiff 11,45m, 9 to, 5mm Blech - technische Beurteilung

    ACHTUNG! DIESER TRÖÖT IST 3 JAHRE ALT!

    Eine Frage an die technisch Versierten hier (Wafi?)

    Habe mir ein Boot angeschaut mit folgenden Parametern:

    Material Aluminium
    Länge 11,45m
    Breite 3,95m
    Tiefgang 1,95m
    Gewicht 9to

    Es handelt sich um einen Aluminiumprototypen der später in GFK gebauten Outborn 1145 des Konstrukteurs Peter Rommel. Der ist leider verstorben und das Büro YEP konnte mir auch nichts über das Schiff sagen.
    Die Yacht hat mir auf den ersten Blick gut gefallen. Alles macht erstmal einen sehr soliden Eindruck. Beim genaueren Hinsehen sind mir allerdings Bedenken gekommen.

    Die Bodenplatten sind nur 5mm stark bei 50cm Spantenabstand. Der Kiel ist von außen aufgesetzt und nur von außen mit einer ziemlich liederlichen Schweißnaht verschweißt (siehe Foto 5). Von innen sind Kiel und Rumpf nicht verschweißt (siehe Foto 7 in 1.Antwort). Der Verkäufer erzählte mir ehrlicherweise, dass er bei einer Grundberührung "Haar"risse vorn und hinten an der Kielwurzel davongetragen hätte. Diese wurden geschweißt und hinten noch was drangebappt (siehe Fotos). Zu denken gibt mir auch, dass die Spanten nur unregelmäßig an die Rumpfplatten geschweißt wurden.

    Gerade Metallschiffe sollten doch eine Grundberührung mit Rumpfgeschwindigkeit schadlos überstehen. Wie ist diese Konstruktion zu bewerten?

    (Bitte auch die weiteren Fotos in der ersten Antwort ansehen, man kann nur 5 Fotos laden)
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    Geändert von TegelerSegler (19.04.2009 um 22:13 Uhr)

  2. #2
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    Standard weitere Fotos

    hier die eigentlich wichtigen Fotos
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  3. #3
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    Hallo Tegeler,

    bei der Bootsgröße in Alu und der dahinterstehenden Geldmenge würde ich auf einen Gutachter nicht verzichten wollen - auch wenn hier im Forum gerade der Fall einer Fehlbegutachtung beschrieben wird...
    Anhand von Fotos kann doch niemand beurteilen was da los ist? Kann ich mir jedenfalls mit meinem Laienverstand nicht vorstellen. Oder ein Fachmann von einer Aluwerft, der mal daufguckt. Das ist so speziell mit dem Alu.

    Sorry für die wenig fachmännische Einlassung

    Gerd

  4. #4
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    5 mm aluminium im schiffsbau sind sehr wenig.
    standart ist meines wissens 10 mm .

    in stahlboote dagegen wird im standart 4 mm verarbeitet, wobei auch diese stärken keine berauschende stabilität gewährleisten.

    g.v.
    Bootskobold

  5. #5
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    Bei meiner REINKE 13 M (14Meter) hat der Rumpf 7mm und der Rest 5mm Alu.
    Die Spantabstände sind ca. 45cm.Da Reinke ein Sicherheitsfan war ,dürften bei Dir die 5mm noch okay sein.
    Das die Spanten nicht durchgehend verschweißt sind ist absolut in Ordnung.
    Man nennt diese Art des Schweißens : Pilgerschritt. D.h. man schweißt links eine kurze Strecke und dann versetzt rechts eine kurze Strecke usw..
    Hat den Vorteil daß man kaum Schweißverzug hat.Schweißfachleute ( ich bin keiner) halten da viel davon.
    Leider kennen (nach meiner Erfahrung) nur wenige Bootswerften dieses Verfahren und "braten " die Spanten durchgehend an.Mit der Folge das dannach aufwendig gerichtet werden muß und ne Menge Spachtel draufgeht um die Beulen zu kaschieren.

    Heinrich

  6. #6
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    Darf man fragen, was der Verkäufer für eine Preisvorstellung hat?

  7. #7
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    Also wenn Du ein ungutes Gefühl hast, laß die Finger davon! Das ungute Gefühl bekommst Du auch durch keinen Gutachter weg! Du wirst ewig unzufrieden sein, auch wenn das Schiff bestens wäre.

    Dann zum Alu: Wenn die Spanten im Pilgerschritt geschweißt sind, bleiben viele Spalte, optimal für Dreck und Feuchtigkeit. Da beginnt die Korrosion, ohne daß Du sie bemerkst, weil Du nicht hinkommst.

    Richtig gut wäre da wirklich alles sauber verschweißt, keine Ecken, schon gar keinen winzigen Hohlräume.

    Wenn sich da beim Elektrikeinbau auch nur ein winziges Kupferfädchen aus einer Litze hinverirrt, ist das Loch schon vorprogrammiert. Und bei Drähte abpfetzen sritzem immer mal wieder Litzenenden!

    Und wo liegt der Vorteil? Das Boot ist recht schwer? Dennoch die Wandstärke dünn!

  8. #8
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    Die Schweißnähte am Kiel ( Bild von außen) scheinen mit einer etwas zu hohen Temperatur geschweißt worden zu sein wodurch das umliegende Material in Mitleidenschaft gezogen wurde.
    Wenn Dir der Rest von dem Schiff gut gefällt und das Preis/Leistungsverhältnis stimmt dann kann es nützlich sein zu wissen, dass man mit Stahl oder Alu fast alles machen kann.
    Die Spanten scheinen recht stabil.
    Was spricht dagegen das Kiel ganz abnehmen zu lassen und den gesamten Bodenbereich nach heutigen Gesichstpunken neu zu formulieren?

    Das mit den Gutachten kann ganz schön daneben gehen wie ja in anderen Thraeds zu lesen ist.
    Ich würde mir eine Firma suchen die sich damit auskennt, mit dem Meister einen Preis verhandeln und ihn bitten sich das mal anzusehen.
    Dem Verkäufer würde ich das sagen, sollte eine Kiel abnahme erforderlich werden lässt sich der Verkäufer vielleicht auf einen Preisnachlass ein.
    Ist das der Rommel, welcher die Speedster entworfen hat im ehemaligen VEB (K) Yachtwerft Berlin in Wendenschloss und am Müggelseedamm also die Werft, welche auch den Ypton Seekreuzer gebaut hat?
    Ein Herr Karsten Groll, Heute Yachtservice Wassersportzentrum Müggelsee war dort Ingenieur im Bootsbau. Vielleicht kann der Dir weiterhelfen. Schöne Grüße dann bitte von Ingo Faulhaber an ihn. -)
    www.wassersportzentrum.de



    Viel Glück.

    LG Ingo
    Geändert von Buran_ (06.04.2006 um 13:48 Uhr)

  9. #9
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    Standard

    [QUOTE=Nelson]

    Wenn sich da beim Elektrikeinbau auch nur ein winziges Kupferfädchen aus einer Litze hinverirrt, ist das Loch schon vorprogrammiert. Und bei Drähte abpfetzen sritzem immer mal wieder Litzenenden!


    das ist mal wieder stimmungsmache ala nelson! frage mal alubootbesitzer
    ob das so ist. dann siehst du selbst dass das bullshit ist was du da verzapft hast.

    gruss frank

  10. #10
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    also zu den kupferlitzen sei angemerkt, dass hier viel zu wenig potential zusammenkommt um irgendwas auszulösen! stellt euch mal vor da flutschen ein paar centstücke in die bilge- ist dann wohl ein totalverlust!? ne, da braucht es schon wesentlich mehr.
    zu den schweissnähten: die angesprochene schweissmethode wird nicht als pilgerschritt (das ist eine durchgehende naht etappenweise geschweisst wobei jede etappe an der vorigen endet um schweissverzug möglichst zu verhindern) sondern als zick-zackschweissung bezeichnet und wird bloss bei den spanten angewandt. im bodenbereich, also wrangen, intercostalblechen und allen massiv belasteten teilen wird kettengeschweisst. das ist jeweils eine naht auf jeder seite des bauteil an exakt der selben stelle, also vis a vis.
    warum der kiel in inneren des bootes nicht geschweisst wurde verstehe ich allerdings nicht und würde mir allergrösstes kopfzerbrechen bereiten, vor allem im zusammenhang mit der naht aussen!
    gruss bertl
    Geändert von Kaeptn-Bertl (06.04.2006 um 18:42 Uhr)

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