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  1. #1
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    Standard Bavaria Baujahre 1999 bis 2001

    Hallo,

    ich interessiere mich für den Kauf einer gebrauchten Bavaria und durchforste seit einigen Wochen den Markt. Dabei habe ich mehrfach gehört, dass der Kauf von Bavaria mit den Baujahren 1999 - 2002 aufgrund damalig aufgetretener Qualitätsprobleme abgeraten wird. Nun habe ich ein gutes Angebot für eine gepflegte 37er mit umfangreicher Ausstattung - allerdings mit dem Baujahr 2000, so dass ich aufgrund der verschiedenen Warnungen vor diesem Baujahr etwas verunsichert bin. Kann jemand was dazu sagen? Evt. auch wie man rauskriegen kann was das Boot in dem Zustand und mit der Ausstattung wert ist und ob es (besonders der Rumpf) einwandfrei ist?
    Danke für jeden Hinweis.
    LG
    Katti

  2. #2
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    Standard

    Hallo Katti,

    ganz oft wird auf einen Sachverständigen hingewiesen. Den solltest Du mit der Beurteilung des Schiffes vor dem Kauf beauftragen. Generell scheinen mir Bavarias günstig (nicht nur billig) zu sein.

    Gruß
    Norbert

  3. #3
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    Hallo Katti,

    ich hatte selbst eine Bavaria 34 Bj. 2000 und kenne mich aufgrund meiner Erfahrungen bei Bavarias ein bischen aus.

    Ein Schiff, welches sechs Jahre alt ist, hat keine Anfangsprobleme mehr. Das ist schon mal sicher. Andere mögliche Mängel wurden vielleicht über die Zeit akzeptiert - und einige ergeben sich auch nach Jahren, wenn das Schiff langsam "weich" wird. Diese gilt es zu finden und zu beurteilen, ob sie wirklich den Segelspaß und die Sicherheit berühren.

    Das Thema Gutachter ist auch nicht so ganz einfach: ich habe einen Gutachter kennen gelernt, der alle möglichen Kleinigkeiten und Blödsinn hochsilisiert hat, aber ein massiven Strukurschaden im Dach nicht bemerkte (aber der Käufer...).

    Du solltest prüfen:

    Die "Außenhaut": gehe mit Blick von vorn nach achtern und wieder zurück in spitzem Winkel an der Außenhaut vorbei. Das Licht muss so sein, dass sich die Oberfläche zu Dir in darin spiegelt. Dann erkennst Du, ob sich aufgrund von Laminatschwächen Dellen ergeben haben. Wenn ja, schlecht.

    Haarrisse im Bodenbereich (um die Kielaufhängung herum). Wenn ja, auch am Unterwasserschiff die Verbindung Kiel-Rumpf ansehen. Bei Neu-Anstrich leider keine Risse mehr erkennbar, aber: schlecht.

    Haarrisse auf dem Laufdeck im Bereich der Relingsstützen. Unschön, nachbessern, nicht kritisch.

    Haarrisse auf dem Deck im Mastbereich. Dann hat sich der Mast "eingedrückt". Kann von Bootsbauern durch Unterfüttern zwischen Maststütze (im Salon) und Koker (Platte im Deck zwischen Maststütze und Mast) bereinigt werden. Das ist auch durch "schräg" schliessende Vorschott-Tür zu erkennen.

    Wasserlinie: bei entladenem und Tank-entleertem Schiff die Parallelität der Wasserlinie mit dem Wasserpass prüfen: Liegt das Schiff im Gatt? Wenn ja: Grund prüfen (Da gab es mal Serien ...). Wenn ja, nicht schlimm, aber für Trimm und Gewichtsverteilung wichtig.

    Ansonsten sind die Laminatstärken im Rumpf, Spiegel und die Holzstärken und -qualitäten im Innenausbau vergleichsweise hervorragend. Das kannst Du mit vielen anderen vergleichen und wirst positiv überrascht sein. Das Schiff segelt mit guten segeln vergleichsweise sehr gut und Du wirst viel Freude daran haben. Es muss jedoch feinfühlig gesteuert werden. Der Trimm geht einfach, schnell und ist sehr wirksam.

    Nähere Informationen erhältst Du sicherlich von dem Nick "sunwind". Musst mal hier oder in anderne Foren suchen. Der ist sehr nett und hat eine Bavaria 37 ungefähr gleichen Baujahres.

    Ich hoffe, das hat Dir schon einmal geholfen. Ich wünsche Dir viel Glück bei der Entscheidung! Berichte hier mal, wie es gelaufen ist!

    Alles Gute
    Ray
    Geändert von rumble (21.04.2006 um 08:18 Uhr)

  4. #4
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    Hallo Katti,

    ich glaube, daß die Qualität von Bavaria gerade in der Zeit so von 1998 bis 2001/2002 tatsächlich relativ schlecht war und nicht ganz ungerechtfertigt zu dem heutigen Image geführ hat.

    Meine Erfahrung mit Bavarias aus der Zeit stammt von 2 Chartertörns mit einer Bavaria 41 von 1998 sowie einer Bavaria 31 von 2000.

    Beide hatten permanent Wasser in der Bilge, wir haben damals auch während eines 2-wöchigen Törns nicht herausgefunden, wo das herkam; denke heute, daß es die Relingsstützen gewesen sind, deren Befestigung in der Zeit wohl eine Fehlkonstruktion war.

    Werf also auf alle Fälle mal einen Blick in die Bilge; wenn es da blitzeblank ist, wurde die wahrscheinlich gerade trocken gelegt.
    Gruß vom Hobbit

    Beneteau Oceanis 281
    Dehler 35 CWS
    Saare 38

  5. #5
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    Standard Bavaria

    Hallo,
    ich kann Rumble nur zustimmen. Ich selbst hatte ein Bav 41H Bj. 1997/98. Diese Stellen hatte ich auch, dennoch war das Schiff stabil gebaut. Es hängt ja auch immer von den Belastungen ab. Bavaria sind nunmal auch Charterschiffe. Ein Vergleich mit skandinavischen Herstellern wäre nicht fair. Die Schiffe sind seegängig und bei privatem Gebrauch sicherlich auch haltbar.

    Ich kann derzeit eine Bavaria 36 Bj. 2003 anbieten. Bei Interesse einfach mailen:

    info@sturmvogel-yachting.de

    Lieben Gruß

    Florian

  6. #6
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    Standard Alles ok.

    Hallo Katti.
    Ich kann Deine Sorgen verstehen, da die Qualität von Bavaria-Yachten ja oft in den einschlägigen Medien zerrissen werden. In den zurück liegenden Jahren war das wohl auch ein Problem und hat sehr den Ruf von Bavaria beinflußt. Mit Sicherheit hat es hier und da auch Probleme gegebem die ich allerdings nicht beurteilen kann. Ich besitze eine Bavaria 37/2 mit Baujahr 2001. Die Yacht ist umfangreich ausgestattet und wird als Tourenschiff sehr viel genutzt. Die vermeidlichen Schwachstellen die auf Grund Deiner Anfrage hier als Antworten eingegangen sind habe ich alle bei meiner Yacht kontrolliert. Auch andere Berichte schildern -teilweise haarsträubende- Fehler bei Bavaria-Yachten. Ich denke schon, dass mittlerweile die Qualität viel besser geworden ist. Jedenfalls kann ich keinerlei Schäden an meiner Yacht feststellen. Ich bin im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Sicherlich ist sie keine "Rennziege", aber man sollte den Einsatzzweck auch nicht außer Acht lassen. Beim Segeln nutze ich schon alle Trimmmöglichkeiten und nehme sie auch relativ "hart" ran. Bisher hatte ich überhaupt keinen Grund zur Reklamtion.
    Sicherlich gibt es hier oder da ein paar Dinge die ein bischen Kritik vertragen müßten. Diese sind aber in meine Augen ausschließlich optische oder nicht ganz praxisgerechte Belange. So wünschte ich mir, dass die Genuawinschen im Bereich des Steuerstandes wären und eben vom Steuermann/-frau erreicht werden könnten.
    Solltest Du irgend welche Fragen haben kannst Dich gerne an mich wenden. Ich werde dann versuchen, Dir weiter zu helfen.

    Lieben Gruß vom Ysselmeer. Omacolani

  7. #7
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    Hallo,

    ich besitze eine Bav 37/2 Baujahr Nov. 2001, EW. 2002.
    Bin mit dem Schiff zufrieden - hat auch schon einige SM auf dem Buckel.

    Kleinere Probleme wurden am Anfang vom Händler nur schleppend beseitigt.
    Bis dato. keine Schäden am Rumpf oder Kiel , allerdings ist im Winterlager im vorletzten Jahr das Achterstag runtergekommen - ist aber wohl eher ein Problem von Selden gewesen.
    Kann jedoch nur das durchgelattete Groß empfehlen und vielleicht eine größere
    Genua (standard 130%) - verträgt dann allerdings auch einiges an Wind.
    Bei Leichtwind und mit 130 % Genua ist die Kiste echt langsam (mit Faltprop verändert sich das schon mal - also zu empfehlen.
    Bilge etc. staubtrocken, Türen gehen auch bei nem 7er und ziemlicher Krängung problemlos auf.
    GFK/Gelcoat Verarbeitung ist allerdings nicht erste Sahne und die Backskistendeckel u. Ankerkastendeckel verglichen mit einer Beneteau Oceanis schon etwas schwach - und dann die außenliegenden Scharniere, wo gibts denn sowas ausser bei Bav.
    Achte noch drauf das die Luken von Gebo oder Lewmar - sind mit den Rutgersen soll es Probleme gegeben haben.

    Aber wie gesagt sonst bin ich mit dem Schiff zufrieden - würde mir ggf. auch wieder mal ne neue Bav zulegen - wenn die nicht dieses neue merkwürdige Holz unter Deck verarbeiten würden.

    Gruß Sunwind
    - Der Weg ist das Ziel -
    http://www.sunwind.de.vu/

  8. #8
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    Standard

    Ich würde lieber eine Nummer kleiner und Skandinavisch nehmen, da bin ich sicher. Kostet dann das gleiche Geld (Die Wartung ist sogar billiger), aber die Freude größer.

    Bin u.a. 4 Tage gegenan bei 6 - 7 Bft im Atlantik. Nicht schleißende Türen, Risse im Gelcoat oder Wasser im Schiff - an sowas hatte ich nie gedacht, erst durch die Diskussion hier im Forum kennengelernt.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Nelson
    Ich würde lieber eine Nummer kleiner und Skandinavisch nehmen, da bin ich sicher. Kostet dann das gleiche Geld (Die Wartung ist sogar billiger), aber die Freude größer.

    Bin u.a. 4 Tage gegenan bei 6 - 7 Bft im Atlantik. Nicht schleißende Türen, Risse im Gelcoat oder Wasser im Schiff - an sowas hatte ich nie gedacht, erst durch die Diskussion hier im Forum kennengelernt.
    Das halte ich für ein Gerücht, das auch durch ständige Wiederholung nicht wahrer wird. Ich selbst habe eine Bavaria 32 (Bj. 2002), die mich ungefähr die Hälfte einer gleich großen HR gekostet hat. Dabei waren die Kosten sicher nicht ausschlaggebend. Von dem ersparten Geld gönne ich mir 3 Jahre eher in Ruhestand zu gehen und bin mir sicher an dieser Kombination mehr Freude zu haben, als an einem Skandinavier für den ich keine Zeit habe.

    Warum die Wartung eines Skandinaviers billiger sein soll verstehe ich auch nicht. Außer in der Garantiezeit hat mein Boot noch keinen Wartungstechniker gesehen. Ich mache alles selbst. Dadurch kenne ich mein Boot sehr genau und verspreche mir davon mir auch im Fall des Falles auf See selbst helfen zu können. Aber das ist meine persönliche Einstellung, die ich sicher auch bei einem anderen Boot nicht ändern würde.

    Ich bin zwar noch nicht tagelang auf dem Atlantik gegen den Sturm angebolzt aber trotzdem schon in schweres Wetter gekommen. Klemmende Türen und Risse im Gelcoat kenne ich bei meinem Boot jedenfalls nicht. Aber richtig, Wasser habe ich schon im Boot gehabt! Ich hatte den Geber der Logge (Raymarine) etwas verkantet wieder aufgeschraubt und nicht bemerkt, dass es da etwas tropfte. 3 Tage später und 200 sm weiter hatte ich etwa einen Daumen breit Wasser in der Bilge. Seit dem ist alles wieder so wie vorher: Furztrocken! Auch wenn es eine Bavaria ist. Die Ursache dafür war ausschließlich eigene Dämlichkeit.

    Wen es interessiert. Meine Erfahrungen mit meiner 32er habe ich vor einiger Zeit in diesem Thread mal beschrieben http://www.einhand.de/viewtopic.php?...63494d28f#1118. Gern bin ich natürlich auch bereit weitere Fragen zu beantworten.

    Benjamin

  10. #10
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    Standard

    Hallo Katti,

    2001 habe ich eine neue Bavaria 34 gekauft.
    Auf Nord- und Ostsee sind wir damit in 5 Jahren
    6.683 Meilen gesegelt - und natürlich mehr
    als einmal in schweres Wetter geraten.

    Aufgrund meiner guten Erfahrungen mit diesem Schiff
    habe ich - nach Verkauf in diesem Winter -
    eine neue 37er bestellt, die in 2 Wochen gebaut wird.

    Die Schiffe der cruiser-Linie sind absolut seetüchtig.
    Es gibt den einen oder anderen kleineren
    Finish-Mangel, den man leicht selbst beheben kann.

    Lass Dich nicht beeinflussen von
    -- "Experten", die noch nie eine Bavaria besessen haben
    -- "Herrenseglern", denen es ein Dorn im Auge ist, dass
    der Besitz einer Yacht jetzt auch (bei Verzicht auf andere
    Dinge) Durchschnittsverdienern möglich ist
    -- der manchmal unglücklichen Öffentkeitsarbeit von Bavaria
    -- den Problemen, die nur bei der völlig anders konstruierten
    "Match"-Baureihe aufgetreten sind.


    Es ist tatsächlich wahr, dass die Werft den durch die Bandfertigung
    erzielten Preisvorteil an die Kunden weitergibt, das ist so ähnlich
    wie bei der "Tin Lizzy" von Henry Ford zu Anfang des 19. Jahrhunderts.
    Damals gab es auch schon eine Neiddebatte.

    Mail mich an, wenn Du Details willst.
    A.

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