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  1. #1
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    Standard eine rechtliche Frage... America`s Cup

    Moin,

    gestern war ja bekannterweise ein A-Cup-Rennen in der Kieler Förde. Damit auch "Landraten" zusehen konnten, fand die Regatta mit "Landsicht" statt. Die (meine) Yachthafeneinfahrt genau mittendrin! Um Ein- oder Auszulaufen zu können, mußte ich also mittendurch! Beim Einlaufen wurde es minimal kritisch, schwitz, schwitz (nur aus meiner Sicht, wie mir andere später sagten)! Die Yachten sind so irre schnell, da ist nix mit VORAUSSCHAUEN. Ich wollte natürlich nicht die Regatta stören. Aber ich wollte auch nach Hause! Zwischendurch kamen auch Motorschlauchboote um Infos zu geben - alles bestens organisiert - keine Frage.

    Jetzt meine Frage: Abgesehen davon, dass die 5,4 Knoten max. Geschwindigkeit in diesem Teil der Förde ums x-fache überschritten wurde (auch von dutzenden Begleitbooten die dafür sorgten, dass sich die Wellen u.a. auf 1,5 - 2,0 m aufbauten, kein Witz!). Sind Regatten sozusagen amtlich und setzen alle oder einige Vorschriften außer Kraft, mit anderen Worten: dürfen die das? Wo steht das? Die Tageszeitung reicht doch wohl nicht, oder?

    Sicherlich ist das eine Frage der Praxis, was geht und was nicht. Aber wie gesagt, die Dinger sind unglaublich schnell.

    Hätten "Sonderregelungen" nicht im Aushand des Yachthafens ausgehängt sein müssen?

    Cu Rainer

    PS: Mein Sonntagstörn ist übrigens ohne MOB ausgegangen. Gott sei dank ist dem MOB der Regattayacht nichts passiert...

  2. #2
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    Standard Landraten

    Ausweichregeln werden nicht außer Kraft gesetzt, weil eine Regatta läuft. Ich hätte kalkuliert und mich während einer gefahrfreien Situation mit meinem Schiff auf den Weg zu meinem Ziel gemacht.

    Im übrigen wäre es für mich ein Fest gewesen, mit Wegerecht einen Cupper zum Ausweichen zu bringen, falls ich mit der Kalkulation daneben lag, aber das kam bisher selten vor. Deshalb bin ich so von mir und meinen Segelfähigkeiten überzeugt - und meinem Instinkt !

  3. #3
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    Standard

    Mit der Flagge "Romeo" zeigen Schiffe an, dass sie sich in einer Regatta befinden. Dadurch werden Segler, die nicht an der Regatta teilnehmen, gebeten, Wegerecht einzuräumen. Ein Anspruch ist damit aber nicht verbunden. Nur segelnde Hohlköpfe werden die Flagge (die man als Segler natürlich kennen sollte) bewusst oder böswillig ignorieren. Auch ohne "Romeo" sehe ich es als selbstverständlich an, einer Regatta aus dem Weg zu gehen, auch wenn ich eigentlich Wegerecht habe.

    Fair winds

    YAMAY

  4. #4
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    Standard Regattateilnehmer suchen Dummies zur Behinderung ihrer Konkurrenten

    Kiel 2005: eine Starbootregatta folgte ohne Begleitboot einer anderen ohne unbeteiligte Boote darauf hinzuweisen.

    Da wir Richtung Maasholm durch wollten, sind wir nach dem Abwarten des vorhergehenden Rennens los gesegelt, natürlich fast in das Starbootrennen hinein.

    Ein Teilnehmer, meine in Erinnerung zu haben: "Aussie", rief uns irgendwas, wahrscheinlich inhaltlich "Raum", zu, obwohl der mindestens 2 Bootslängen hinter uns durch ging. Wären wir ausgewichen, in dem Fall gewendet, so hätten wir unweigerlich seinen Konkurrenten, nach Erinnerung USA, behindert in dem wir ihn in Abdeckung gebracht hätten. Da der sicher rechnen konnte, wusste der auch so wie wir, dass er 2 Bootslängen hinter uns durchgehen würde.

    Also auch bei versehentlicher Regattaberührung regattamäßig mitdenken; die Jungs probieren mit Hilfe Unbeteiligter ihre eigenen Vorteile zu ziehen.

  5. #5
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    Zitat Zitat von illupodimare
    Ausweichregeln werden nicht außer Kraft gesetzt, weil eine Regatta läuft. Ich hätte kalkuliert und mich während einer gefahrfreien Situation mit meinem Schiff auf den Weg zu meinem Ziel gemacht.

    Im übrigen wäre es für mich ein Fest gewesen, mit Wegerecht einen Cupper zum Ausweichen zu bringen, falls ich mit der Kalkulation daneben lag, aber das kam bisher selten vor. Deshalb bin ich so von mir und meinen Segelfähigkeiten überzeugt - und meinem Instinkt !
    Da sieht man doch gleich, wer die Bezeichnung SEGLER verdiehnt und wer nur "möchte-gern-böötchenfahrer" ist. also

    (A) Selbstverständlich können (und machen es auch) die Regattagebiete zum gesperrten Seegebiet erklärt werden. Für Seestrassen erscheint dies dann auch in den NfS, Aushänge in amtlichen Schaukästen oder vielleicht auch beim Hafenkapitän ergänzen dies. (Skipper haben eine Informationspflicht)
    (B) Kein SEGLER würde (schon von sich aus) durch ein Regattafeld fahren, aber Raudis, die Ihren Schein in der Lotterie gewonnen haben nehmen ja überall zu.
    (C) In dem gesperrten Gebiet können auch Regeln aufgehoben werden, bzw. durch die Wettfahrtregeln substituiert werden.

    Arroganten Böötchenfahrern empfehle ich mal in Südfrankreich zwischen St. Tropes und Monaco dieses Spiel (angbeliche Wegerecht zu erzwingen) mal mit einer offshore Motorboot Regatta zu machen, dann regelt sich der Rest von selbst
    Mast und Schotbruch

  6. #6
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    Zitat Zitat von rotbart
    Da sieht man doch gleich, wer die Bezeichnung SEGLER verdiehnt und wer nur "möchte-gern-böötchenfahrer" ist. also

    (A) Selbstverständlich können (und machen es auch) die Regattagebiete zum gesperrten Seegebiet erklärt werden. Für Seestrassen erscheint dies dann auch in den NfS, Aushänge in amtlichen Schaukästen oder vielleicht auch beim Hafenkapitän ergänzen dies. (Skipper haben eine Informationspflicht)
    (B) Kein SEGLER würde (schon von sich aus) durch ein Regattafeld fahren, aber Raudis, die Ihren Schein in der Lotterie gewonnen haben nehmen ja überall zu.
    (C) In dem gesperrten Gebiet können auch Regeln aufgehoben werden, bzw. durch die Wettfahrtregeln substituiert werden.

    Arroganten Böötchenfahrern empfehle ich mal in Südfrankreich zwischen St. Tropes und Monaco dieses Spiel (angbeliche Wegerecht zu erzwingen) mal mit einer offshore Motorboot Regatta zu machen, dann regelt sich der Rest von selbst
    Die ätzende Polemik am Anfang übersehe ich jetzt einfach mal aktiv.

    zu A) Ja, dies kann geschehen, ist aber in diesem Fall nicht getan worden, daher ist die Frage durchaus zulässig.
    zu B) In diesem Fall gibt es an einigen Stellen kaum eine Wahl.
    zu C) Aus Seeschiffahrtsstrassen kann das zwar sein, aber s.o. ist nicht veranlasst worden.

    Zudem muss ich in diesem Fall sagen, das die Raudis durchaus nicht ausschließlich die Segler sind, die sich durch die Cupper gestört fühlen, sondern genau diese Cupper. Hier gibt es eine Vorgeschichte, die in der Diskussion nicht vergessen werden darf. Seit geraumer Zeit haben die Cupper die Reede vor dem NOK und die Förde als Trainingsgebiet genutzt und sich dabei teils wie die Säue benommen (sorry, für den Ausdruck, aber ich bin selber mehrfach in dem Bereich durch das Rauditum der Cupper in üble Situationen gekommen, weil sich die Crews wohl mehr auf das Grinsen in die Kamera an Bord und den Vorbau der Besuchsfrauen konzentriert haben, als auf Seemannschaft *auskotzAUS*).

  7. #7
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    Standard die arroganz der macht

    [QUOTE=bajou] ... die Raudis durchaus nicht ausschließlich die Segler sind, die sich durch die Cupper gestört fühlen, sondern genau diese Cupper. QUOTE]

    Ihr Beitrag, BAJOU hat mir gefallen, trotz der proletenhaften Bekanntgabe zweimal passierter Speisen.

    Die Behörde, die den Veranstaltern erlaubt, Training und Veranstaltung in verhältnismäßig dicht befahrenen Gewässern durchzuführen, bedient eine Clientel, die ihre Popularität aus Spektakel bezieht.

    Selbst wenn alles gut geht, wenn kein Unfall passiert, wenn die Anrainer auf ihre Kosten kamen, wenn das deutsche Boot sich für das Finale qualifiziert, es sogar gewinnt, was haben wir dann davon ? Wir wissen spätestens dann, dass wir in Deutschland genügend Geld haben, ausländische Segler zu kaufen, die ein deutsches Produkt zum Sieg zu führen. Und können wir dann stolz sein – etwa so stolz wie die Pokal-Inhaber, die es uns vormachten ? Mitnichten !

    Ein treu-doofer Patriot mag stolz darauf sein, dass sein kleines Volk von Bergsteigern und Ackermännern den alten Pokal einer englischen Königin mit Hilfe ausländischer Designer und Segel-Cracks gewann. Wir doch nicht !

    Oder erklärt sich hier jemand zu solch einem Patrioten ?

    lupo

  8. #8
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    Standard

    [QUOTE=illupodimare]
    Zitat Zitat von bajou
    ... die Raudis durchaus nicht ausschließlich die Segler sind, die sich durch die Cupper gestört fühlen, sondern genau diese Cupper. QUOTE]

    Ihr Beitrag, BAJOU hat mir gefallen, trotz der proletenhaften Bekanntgabe zweimal passierter Speisen.

    Die Behörde, die den Veranstaltern erlaubt, Training und Veranstaltung in verhältnismäßig dicht befahrenen Gewässern durchzuführen, bedient eine Clientel, die ihre Popularität aus Spektakel bezieht.

    Selbst wenn alles gut geht, wenn kein Unfall passiert, wenn die Anrainer auf ihre Kosten kamen, wenn das deutsche Boot sich für das Finale qualifiziert, es sogar gewinnt, was haben wir dann davon ? Wir wissen spätestens dann, dass wir in Deutschland genügend Geld haben, ausländische Segler zu kaufen, die ein deutsches Produkt zum Sieg zu führen. Und können wir dann stolz sein – etwa so stolz wie die Pokal-Inhaber, die es uns vormachten ? Mitnichten !

    Ein treu-doofer Patriot mag stolz darauf sein, dass sein kleines Volk von Bergsteigern und Ackermännern den alten Pokal einer englischen Königin mit Hilfe ausländischer Designer und Segel-Cracks gewann. Wir doch nicht !

    Oder erklärt sich hier jemand zu solch einem Patrioten ?

    lupo
    :-))) Hier hat sich gerade jemand als Volltrottel geoutet :-)))
    Mast und Schotbruch

  9. #9
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    Standard

    In der Tat ! Wie kann man so einen dünnsinn schreiben. Lass doch mal Stolz, Pokale, Geld usw. weg und freu Dich mal über ein echtes Segelereignis für alle in der Stadt ! Es ist nicht alles schlecht !
    Und zum Eingangswort: Ich möchte nicht , dass solche Veranstaltungen als "Sonderregelung" aushängen. Dann müsste man ja vor jedem Segeltag aufs schwarze Brett gucken, ob nicht irgendwas anliegt.
    Zugegeben, die AC-Boote sind schneller als ´ne Bandholm 24, aber nicht so schnell, dass man nicht ausweichen könnte. Bzgl. Berufsschiffahrt muss man in der Kieler Förde ja auch vorrausschauen können, die geben nämlich auch Gas. Also sollte es auch mit größeren, schnelleren Seglern klappen !
    Gruß
    Uwe

  10. #10
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    Standard

    Zitat Zitat von illupodimare
    Deshalb bin ich so von mir und meinen Segelfähigkeiten überzeugt - und meinem Instinkt !
    Ahoi Fuchswolf der Meeressee,
    nicht nur Du, sondern ich auch ein paarmal.
    Nichts für ungut und mit freundlichen Grüßen
    die 32

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