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  1. #1
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    Standard Jabsco Seewasserpumpe Welle verschlissen

    Hallo,

    bei meiner Jabsco Seewasserpumpe ist nach ca. 900 Betriebsstunden die Welle wohl entgültig defekt.
    Das Material der Welle ist so weich das sich der Simmerring in die Welle eingräbt, dort verschleißt und das Teil dann sifft.

    Ich habe den Simmerring nun schon an der 3. Position montiert und wo anders geht´s nun nicht mehr.

    Leider sitzt beim Volvo MD22L die Pumpe sehr günstig über dem Elektroschaltkasten oben am Motor so das ich die sifferei gerne abstellen würde.

    Wer weis eine vernünftige, endgültige Lösung für diesen "Konstruktionsfehler" ??

    Viele Grüße

    Klaus

  2. #2
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    Hallo Klaus,

    üblicherweise wird im Maschinenbau so ein Problem gelöst, in dem man die Welle demontiert, abdreht und eine entsprechend große Buchse aus höherwertigem Material aufschrumpft. Das wär die "große Lösung".

    Allerdings wird da eine neue Welle wohl günstiger.

    Alternativ, als "Bastellösung", kannst Du versuchen, entweder den alten Simmering umzudrehen und einen zweiten davorzustecken, oder die Welle axial verschieben(soweit möglich) um eine neue Lauffläche zu finden.

    Ich hab gute Erfahrungen mit Seewasserpumpen von Johnsen.
    Vielleicht gibt´s da was kompatibles für Deinen Jockel.

    MfG, Bronsky
    Tschüß, Bronsky

    Rennyachten kreuzen gut, Kreuzeryachten rennen nicht

  3. #3
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    Hallo Klaus,

    ich kann Bronsky nur beipflichten.

    Aus meiner Erfahrung kann ich noch folgendes beisteuern:
    bei meinem Bukh mit Johnson-Pumpe war nach ca. 1100 h vor 2 Jahren eine neue Pumpe fällig. Allerdings nicht wegen verschlissener Welle, sondern wegen verschlissenem Pumpengehäuse. Der Impeller hatte Rückwand und Deckel so abgenutzt, daß keine vernünftige Abdichtung mehr gegeben war und die Leistung doch arg litt.
    Anscheinend verschleißt (für mich etwas überraschend) bei der Kombination Gummi/Kunststoff - Metall (egal ob VA, Messing oder Bronze) eher das Metall (Beispiele: Propellerwelle, Achse des Schaufelrades im Log).
    Bei 900 h solltest Du dir daher die Pumpe mal ganz genau ansehen, ehe Du in eine neue Welle investierst. Möglicherweise ist eine neue Pumpe langfristig gesehen günstiger.
    Wenn Du eine Johnson-Pumpe einbauen willst, solltest Du unbedingt (!!) die alte Pumpe mit zum Händler bringen. Für jeden Pumpentyp bietet Johnson dutzende unterschiedliche Ausführungen an. Da ist wirklich jedes kleine Detail entscheidend, daß es hinterher auch passt.

    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  4. #4
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    @cr838: Interessant! Wie hast Du denn rausbekommen, dass die Pumpenleistung nachgelassen hat?

    Bei meinem DV 10 soll die Maximalleistung laut Handbuch 11,7 l/min betragen. Also eine gute Pütz voll. Wenn ich mir das Rinnsal aus dem Auspuff und im Seewasserfilter so anschaue, könnte das knapp werden. Allerdings wird der Motor (jedenfalls gefühlt, da kein Thermo vorhanden) auch nicht übermäßig warm.

    Neben mangelhafter Pumpenleistung könnte ja auch das gefürchtete Zuwachsen des Motors in den Kühlkanälen für den verringerten Durchsatz verantwortlich sein. Nach dem Motto: Pumpe fördert gut, wird aber das viele Wasser wegen Gegendrucks gar nicht richtig los.

    Kann man die Pumpe irgendwie testen? Meine Idee ist, den Schlauch auf der Druckseite zu lösen und die Pumpe einfach mal besagte Minute in den Eimer strullern lassen. Das muss aber wohl bei Nenndrehzahl passieren und da habe ich Bedenken, wenn der Motor währenddessen nicht gekühlt wird.

    Oder Abschrauben und ab zum Händler?

    Hat jemand Ideen/Erfahrungen?

    Danke!

  5. #5
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    Hallo,

    die nachlassende Pumpenleistung (die Angabe gilt wohl für 2000 Upm, aber das müßte man bei Johnson mal verifizieren) machte sich bei mir durch zu hohe Motortemperatur bemerkbar:
    - Marschfahrt (2400 UPM): 75 °C
    - Voll voraus (3000 UPM): nach ca. 5 min Alarm
    Außerdem zog die Pumpe beim Einwintern das Wasser/Frostschutzgemisch erst nach "angießen" aus dem Eimer.
    Wenn Du kein Thermometer hast (ist meiner Meinung nach ein sinnvolles Extra) und an den Auspuff außenbords rankommst, wäre das doch eine Möglichkeit die Pumpenleistung zu testen. Den Motor (und die Gummiauspuffleitung!) bei höherer Drehzahl ohne Kühlung laufen zu lassen, halte ich für keine gute Idee. Mir wäre so etwas zu riskant.

    Die Kühlkanäle hatte ich übrigens zuvor mittels Essigessenz gespült (Bericht habe ich hier reingestellt, bei Bedarf mal die Suchfunktion benützen). Das half zwar etwas, das Problem wurde aber dadurch nicht behoben.

    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  6. #6
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    Hallo Jürgen,

    vielen Dank für das Feedback!

    Wenn ich am Auspuff "auslitere" kann ich ja nicht klären, ob die Pumpe zu wenig fördert oder die Kanäle dicht sind. Daher die Idee, die Pumpe mal direkt "auszulitern". Das Risiko sehe ich natürlich. Aber vielleicht lässt es sich bei kaltem Motor und für 30 sec. durchführen? Wenn die Pumpe dann rund 5 l durchzieht, sollte sie in Ordnung sein. Oder schmilzt dann schon der Auspuff?

    Die Essigkur habe ich übrigens auch eingeplant.

  7. #7
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    Warnung an Euch alle.

    An meiner Maschine habe ich auch eine Jabsco Pumpe, die eigentlich ohne großen Wartungsaufwand zuverlässig läuft.
    Nun ist meine Maschine schon über 30 Jahre alt und wir hatten vor Jahren das Problem, das die Maschine bei Seegang anfing zu überhitzen.
    U.a. ist uns der Schalldämpfer geschmolzen.
    Ich habe im Hafen immer so alles zerlegt, was der geübte Laie so zerlegen kann. Und immer funktionierte die Kühlung wieder.
    Und immer wieder kochte der Motor bei Seegang.
    Nun sitzt Jabsco u.a. in Norderstedt, wo ich auch wohne.(Verkauf nur an Händler)
    Lösung:
    durch den Keilriemenzug wird die Passung der Welle oval und kann Nebenluft ziehen. Die Pumpe saugt bei Seegang nicht mehr selbstständig an.
    Bei schönem Wetter ist alles o.k.Alle 12-15 Jahre ne neue Pumpe für ca. 150€ ist schon o.k.
    Gruß
    Jörg

  8. #8
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    Standard Pumpe

    Auslitern recht einfach:

    Ansaugschlauch in einen Eimer mit 10 Liter Wasser stecken, mit Stopuhr messen, wielange die Pumpe braucht, um den Eimer zu leeren. Wenn der Eimer noch Liter Markierungen hat, umso besser! Seeventile sind dazu natürlich vor Demontage des Schlauchs im Ansaugtrakt zu schliessen! Übrigens auch aufpassen, das Ding ist schneller leer als man denkt, wenn alles OK ist und die Pumpe mag gar nicht, wenn sie trocken läuft, also Kumpel, Geliebte oder Kinder mitnehmen und an den Ausschalter postieren.

  9. #9
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    Hallo aesthet,

    warum willst Du es Dir so schwer machen ?

    Teste das ganze doch bei kalter Maschine: dann ist der Thermostat zu und die Pumpe fördert das ganze Wasser durch den Bypass am Motor vorbei direkt in den Auspuff. Das Problem "zugewachsener" Kühlkanäle betrifft diesen - da immer kalt - nicht.
    Ja ich weiß, daß man eine kalte Maschine nicht gleich "hochjagen" soll, aber 1-2 min bei 2000 UPM ohne Last wird sie wohl nicht umbringen.

    Jörg: eine Wasserpumpe mit Keilriemenantrieb (ist bei Einkreiskühlung schon wirklich eine "Nautiquität") haben wohl die wenigsten; i.d.R. werden sie direkt vom Motor (Nockenwelle ?) angetrieben. Aber auch so etwas kann passieren.

    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

    PS: Ieebedoo's Vorschlag hat sich mit meinem gekreuzt.
    Geändert von cr838 (12.10.2006 um 10:17 Uhr)

  10. #10
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    OK, gute Idee mit dem Bypass!

    Aber wenn ich das so höre mit der Lebensdauer der Pumpen, dann wäre ein Austauschbedarf schon wahrscheinlich. Habe keinen Betriebsstundenzähler, aber wenn die Möhre im Schnitt nur 30h/a gedreht hat, dann sind das jetzt 900 Stunden. Werde aber trotzdem mal "auslitern" und dann berichten.

    Danke soweit!

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