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  1. #1
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    Standard Bordnetzerweiterung

    230 V aus der Bordbatterie

    Zitat Zitat von YACHT 6/2007 Seiten 75 – 79

    Unter anderem: ........

    Sichere Basis, latente Gefahren

    Grundsätzlich sind 230 V aus dem Wechselrichter ebenso gefährlich wie aus dem Landnetz.
    Personenschutz-Einrichtungen wie beispielsweise eine FI-Schaltung finden sich aber bei keinem Gerät, obwohl die eingebaute Steckdose zum direkten Anschluss von Verbrauchern gedacht ist. Ein ausreichender Schutz wird durch den isolierten Aufbau erzielt: Im Gegensatz zum Landnetz mit Null und Phase stellt der Wechselrichter eine frei „schwebende Spannungsquelle“ dar. Solange Sie nur eine der Pole berühren, passiert nichts.
    Da im Wechselrichter keine Verbindung zur Erde besteht, kann auch kein nennenswerter Strom durch den Körper fliessen.

    Kritisch wird es allerdings, sobald Sie gleichzeitig Kontakt zum zweiten Pol bekommen: Dann würde der Stromkreis über den Körper geschlossen; es gibt aber keine Schutzeinrichtung, die in diesem Fall auslöst.

    Um das Risiko gering zu halten, darf im so genannten schutzisolierten Netz nur ein einziger Verbraucher angeschlossen und betrieben werden. Verteiler oder Verlängerungen mit Mehrfachsteckdose sind an den hier getesteten mobilen Geräten absolut tabu.


    Der an allen Wechselrichtern vorhandene Schutzkontakt dient eher der Beruhigung als echter Sicherheit. Zwar ist er bei sämtlichen Geräten mit dem Gehäuse verbunden, aber das war’s dann auch schon.
    Einige Modelle haben immerhin eine Masse-Anschluss vom 12 V- Netz verbunden......
    Zitat Ende

    Zugehöriger online Artikel

    Dazu habe ich nun einige Fragen, da ich mir ein 230 V Netz an Bord erlauben will.

    1. Was ist eine „frei schwebende“ Spannungsquelle?
    2. Ich möchte eine 230 V Steckdose gespeist vom Wechselrichter auch im Vorschiff als auch in der Achterkajüte haben.

    Darf ich eine derartige Verdrahtung aufbauen?

    3. Sollte ich in die zu erweiternde Schaltung einen FI einbauen, weil er ja in den Wechselrichtern nicht eingebaut ist?

    4. Wenn ich die Verbindung Masseschraube 12 V – Netz herstelle, hole ich mir dann elektrochemische Korrosion ins Haus – nein Boot?

    Schon mal vielen Dank im voraus für Euere kommenden Tipps!
    Geändert von Ratsuchender (19.03.2007 um 00:16 Uhr)
    Seglergrüsse
    von
    Maurice

  2. #2
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    Tach Bootspatente

  3. #3
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    Standard Wechselrichter

    Hi Maurice,
    in dem Zitat werden wenn Du das genau liest Deine Fragen schon beantwortet.
    Hier meine Erfahrung: Ich habe einen Sinus Wechselrichter mit 2000 Watt Dauerleistung von Waeco an Board. Es sind mehrer Steckdosen über das Schiff verteilt installiert, über die je nach Bedarf Mikrowelle, Kaffemaschine, Staubsauger, TV , Notflex und Ladegeräte für Akkuschrauber, Handy ect. betrieben werden. Die Geräte sind zum Teil fest installiert und haben nebeneinander besonders gekennzeichnete Steckdosen für 230Volt Landspannung und 230V Bordspannung. An einer gut sichtbaren Stelle, das ist bei mir da wo die Kaffeemaschine installiert ist,sind die Steckdosen alle nebeneinander. Ich habe in einer Steckdose mit Landstrom einen kleinen grünen Nachtlichtstecker der leuchtet wenn Landspannung vorhanden ist. In der Steckdose für Boardspannung habe ich einen kleines rot leuchtendes Nachtlicht, das ich herausziehe wenn die Kaffeemaschine über den Wechelrichter betrieben wird. Ist der Kaffee fertig wird das Nachtlicht wieder eingesteckt. So kann man eigentlich nie vergessen den Wechselrichter auszuschalten, da man immer sofort sieht was Sache ist. Probleme hat es noch nie gegeben. Für die Installation sollte man Kabel mit guter Isolierungsklasse wie für Erdkabel verwenden, sauber verlegen und anschließen dann gibt es nichts worüber man sich Sorgen machen muß und hat eine zuverlässige Anlage.

    Gruß
    DJRainer

    PS. Die Geräte werden immer nur eins zur Zeit betrieben, was anders auch gar nicht notwendig ist.
    Geändert von DJRainer (19.03.2007 um 11:02 Uhr)

  4. #4
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    Standard

    Frei schwebend bedeutet hiert, dass keine der beiden Leitungen Deines Bordnetzes eine galvanische Verbindung zum Landnetz hat und dass Dein Bordnetz keinen Schutzleiter besitzt. Deshalb macht auch ein FI-Schutzschalter keinen Sinn.

    Folge: Während Du an Land einen "gewischt" bekommst, wenn Du den falschen, nämlichen den "heißen" Leiter anfasst, passiert das an Bord nur, wenn Du beide anfasst.

  5. #5
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    Standard Dank und Unstimmigkeiten

    Danke

    DJRainer und Pamina für euere Beiträge

    Zitat Zitat von DJRainer
    ......Es sind mehrere Steckdosen über das Schiff verteilt installiert......
    Pfiffige Lösung - alle Achtung!!

    Aber der YACHT Autor sagt doch, dass das genau verboten sei?

    Zitat Zitat von YACHT Autor
    ....darf im so genannten schutzisolierten Netz nur ein einziger Verbraucher angeschlossen und betrieben werden....
    Oder schnall ich das nicht richtig?

    Zitat Zitat von Pamina
    .....Deshalb macht auch ein FI-Schutzschalter keinen Sinn......
    Bist Du Dir sicher?

    Der YACHT Autor fordert ihn ja geradezu ein:

    Zitat Zitat von YACHT Autor
    ....Personenschutz-Einrichtungen wie beispielsweise eine FI-Schaltung finden sich aber bei keinem Gerät.....
    Jetzt verseht ich ja nun gar nichts mehr.

    Pamina sagt: wirkt nicht

    Der YACHT-Autor suggeriert das Fehlen eines FI als abträglich.

    Ja, wa ist denn nun richtig?
    Geändert von Ratsuchender (19.03.2007 um 23:35 Uhr)
    Seglergrüsse
    von
    Maurice

  6. #6
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    Standard

    Ein FI-Schutzschalter hat m.E. nur dann einen Sinn, wenn ein Schutzleiter vorhanden ist. Das ganze Bordnetz müsste dann dreiadrig verlegt sein, und eine der beiden Leitungen wird an der Quelle mit dem Schutzleiter verbunden. Das ist dann der "kalte" Leiter, der andere der "heiße". Ein FI ohne Schutzleiter ist m.E. sinnlos. In einem solchen Netz sind bei den Verbrauchern die Gehäuse, soweit aus Metall, mit dem Schutzleiter verbunden. Wenn da ein Schluss auftritt, löst die Sicherung aus, nicht der FI.

    Der Fi löst aus, wenn man den "heißen" Leiter berührt; dann fließt ein "Fehlstrom" nach Masse (Schutzleiter), der den FI auslöst. Dieser Fehlstrom muss bei den empfindlichen FI-Schutzschaltern nur 30 mA betragen und schaltet so schnell, dass kein Herzflimmern auftritt.

    Ein anderes Schutzsystem ist die Schutzisolierung. Die wird auch bei Netzgeräten im Haushalt angewendet. Dort sind die Gehäuse aus Kunststoff, so dass der obige Schluss nicht möglich ist. So ein System ist an Bord üblich, allerdings mit der Einschränkung einer einzigen Steckdose.

    Was Rainer gemacht hat – wir übrigens auch – funktioniert, erfordert aber eine verantwortungsvolle Installation, von einem Fachmann, der weiß, was er tut. Nach VDE ist es aber "eigentlich" nicht erlaubt.

    Gruß Klaus

  7. #7
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    moin,
    vergiss den artikel, der schadet mehr als er hilft !!!
    es ist verboten ohne weitere schutzmaßnahmen mehr als einen verbraucher anzuschließen.
    es ist verboten (mehr als ein anschluß) solche anlagen als laie zu erstellen.

    230 volt können deine gesundheit oder dein leben kosten !!! also betreibe die dinger mit einem verbraucher oder geh zu einem fachbetrieb der dir das entsprechend einbaut.
    mir ist es wurst wer hier wegen meinem post wieder rummeckert, die gesetzeslage ist so und nicht anders.

    bis denn

  8. #8
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    Hallo Maurice,
    hier stand nach Auffassung von Helmut und THH Blödsinn. Also habe ich das entfernt damit nicht noch einer auf die Idee kommt so etwas dilletantisches nach zu machen. Meine Wechselrichteranlage ist obwohl fachgerecht dreiadrig verdrahtet aber ohne FI nicht VDE conform und hat wohl auch zuviele Steckdosen. Dafür funktioniert aber alles seit 10 Jahren völlig problemlos und bisher ist beim Staubsaugen auch noch niemand tot umgefallen was ja vielleicht noch kommt.

    Helmut wie ist das eigentlich gibts in Deutschland nicht auch dem nächst einen TÜV für unsere Schiffe?
    Irgendwie fehlt das.

    Gruß
    DJRainer
    Geändert von DJRainer (20.03.2007 um 21:08 Uhr)

  9. #9
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    moin,
    entschuldige bitte djrainer. aber du bist ein gefährlicher dilletant und laie. du solltest besser nicht solch scheinlogische dinge posten. sie widersprechen geltendem recht !!! desweiteren sind deine ausführungen in keiner weise tragfähig. das sagt dir eine elektrofachkraft.
    ich kann jedem nur raten, haltet euch an die vorschriften, eine gefängniszelle ist nicht gemütlich. derjenige, der den pfusch betreibt ist haftbar.

    bis denn

  10. #10
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    Hallo,
    und mir kräuseln sich hier gerade die Nackenhaare,

    kann mich nur Hartmut 2801 anschließen,

    das ist Pfusch hoch zehn.

    Ein Trenntrafo oder Wechselrichter kann in einer Elektrowerkstatt eine Schutzmaßnahme bei arbeiten an offenen Geräten sein,
    aber niemals eine sichere Spannungsquelle für den "normalen Hausgebrauch" ohne Schutzleiter.

    Auch in eine Installation an Bord mit Wechselrichter gehört direkt nach der Stromquelle ein ordentlicher Stromverteiler mit Sicherungen und FI.
    Ab da muss mit drei Adern verkabelt werden.
    Vor dem FI muss ein Erdpunkt geschaffen werden,
    an dem alle leitenden Objekte im Boot,
    z.B. Wassereleitungen, Spüle, Mast, u.s.w., halt alles was aus Metall ist
    und die Null des Wechselrichters zusammengeführt sind.

    Alles andere ist Selbstmord auf Raten.

    Zu DJRainer, mess doch mal spasseshalber den Widerstand deines GFK Boots
    Bei mir Messe ich zwischen GFK Wand des Boots und Batteriemasse immer noch 3 Volt, obwohl alles isoliert ist und Kunstoff ja eigentlich nicht leitet.
    FEUCHTIGKEIT IST ÜBERALL
    und damit leitet es !!!!!

    Gruß
    THH

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