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  1. #1
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    Standard Römisch katholisches Anlegen in der Ostsee

    Moin miteinander,
    Bin gerade aus netten Kroatiensegeltörn wiedergekommen und war mal wieder begeistert über die interessante Art mit dem Heck zur Pier / Steg anzulegen.

    Nicht nur das diese Manöver spannend zu betrachten sind und zur Erheiterung beitragen, ( Frage eines Mitseglers auf dem ablenkenden Schiff beim Fallen lassen der Mooring: „ Kommt denn da immer dann der Taucher und holt sie wieder hoch?“) hat es durchaus viele Vorteile – vor allen das bequeme vom Bord gehen mit der Gangway / Fenderbrett ist doch klasse.

    Komm hier bastel ich an unserem neuen Schiff rum (Feltz Skorpion IIA) und meine Frau sacht, das wir eine Leiter / Tritt brauchen um besser auf’s Boot zu kommen. (Schiff liegt zwischen 2 Dalben inner Box – wie sich das gehört)

    Davon mal abgesehen, dass unser Boot wirklich ein recht hohes Freibord hat und so ne Kletterpartie bekanntlich schon mal im Hafenbecken landet, frage ich mich wirklich, warum wir dem Dampfer nicht rückwärts inne Box fahren sollten – Heckreling auf / Gangway runter und gaaaanz bequem von Bord.

    Nur sieht man das in Ost / Nordsee selten.
    Macht man das nicht?
    Ist das Seemanns(miss)brauch?
    Sind die norddeutschen Segler reservierter und wollen lieber mit’m Cockpit im Hafenbecken sitzen?
    Oder hat der DSV da einer neue Gesetzgebung angeschoben? Rückwärts inne Box nur wenn alle Scheine über die Toppen geflaggt sind und der DHH das ganze Manöver über Sprechfunk leitet?
    Oder gibt es wirklich triftige Gründe?

    Bin gespannt auf Euere Rückmeldung,
    Carsten – der jetzt das römisch katholisch Anlegen in der Ostsee kultivieren wird

  2. #2
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    Standard

    Moin Moin,

    iss mir auch schonmal durch den Kopf gegangen, allerdings sitze ich auch lieber mit Blick aufs Wasser, als aufn Steg zu guggn, ansonnsten kann doch jeder in die Box wie es ihm beliebt, da würd ich mir nich allzugroße Sorgen machen.........es sei denn es ist ein Schild vorhanden auf dem geschrieben steht "Bitte mit dem Auspuff zur Straße Parken"

    Grüße Ralle
    meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen :D http://www.schnip.de

  3. #3
    Tamino Gast

    Standard

    Ich habe mal ein paar Monate rückwärts in der Box gelegen. Aber da war die Box am Ende des Stegs und man blickte in den Hafen. Das Entern des Schiffes kann bequemer sein, aber jeder der vorbeigeht, kann in das Cockpit sehen... Das Einhand-Anlegen ist genauso leicht wie vorwärts.

  4. #4
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    700

    Standard

    Ist Dir schon mal aufgefallen, dass die Boxen in der Ostsee ein bisschen anders angeordnt sind? Zwei Pfähle und Steg. Am Mittelmeer ist vom Steg eine Mooringleine nach vorne zu einer im Wasser liegenden Kette oder Betonplatte gespannt und man macht dem entsprechend fest.
    Es wäre natürlich auch eine Variante für die Ostsee, nur mit den Pfählen benötigt man eine geringere Gesamtfläche.
    Wir bezahlen z.B. an das Wasser und Schiffahrtsamt für die Quadratmeter der Wasserfläche, die die Steganlage nutzt.

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von Tamino
    ... aber jeder der vorbeigeht, kann in das Cockpit sehen... Das Einhand-Anlegen ist genauso leicht wie vorwärts.
    Das scheint mir von vielen "nordischen" Seglern als das Hauptproblem angesehen zu werden. Im Süden wird das als kommunikationsfördernd empfunden.
    Man geht abends den Steg entlang und sieht mal nach, was die Nachbarn so treiben. Nicht selten entsteht dabei ein gemeinsamer Grillabend oder zumindest die Einladung zu einem sun downer. Ein mehr oder weniger ausführliches Hallo passiert aber immer.

    Eigner von Langkielern werden es heftig bestreiten, dass das Rückwärts-Anlegen genau so leicht ist wie vorwärts. Aus diesem Grunde liegen die alten Nauticats, Finclippers usw. auch im Süden häufig mit Bug zum Steg.

    Man macht auch dort mit dem Heck zum Steg fest, wo man in Ermangelung von Dalben für die Bugleinen oder einer Mooring, den Anker braucht.
    Fair winds

    YAMAY

  6. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von granma
    Nur sieht man das in Ost / Nordsee selten.
    Macht man das nicht?
    Ist das Seemanns(miss)brauch?
    Sind die norddeutschen Segler reservierter und wollen lieber mit’m Cockpit im Hafenbecken sitzen?
    Zumindest im Heimathafen wäre das ja zum Ein- und Ausladen eine ziemlich gute Sache.

    Vermutlich wird es nicht gemacht, weil es vielfach für schwerer gehalten wird als das vorwärts einparken. Wenn ich sehe wie selten Leute auch mit Schiffen, die man gut manövrieren kann, rückwärts fahren, kann ich das nachvollziehen. Vorwärts rein ist halt immer einfacher, weil das Schiff da so schön schmal ist und man nicht mit dem breiten Heck genau treffen muss

    Ansonsten empfinden das viele hier als zu sehr auf dem Präsentierteller. Geht mir irgendwie auch so, aber im Mittelmeer störts mich nicht. Keine Ahnung, vielleicht der Herdentrieb

    Einmal hab ich von einem Eigner das Verbot ausgesprochen bekommen, irgendwo rückwärts in die Box zu gehen: "Sie wissen ja, hier an der Ostsee ist es am Steg häufig viel flacher. Da machen Sie mir nur das Ruder kaputt" War vielleicht auch nur eine Ausrede, weil er in Wirklichkeit keinem Charterer zutraut, ohne Stegberührung anzulegen.
    Gruß
    Olli

  7. #7
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    Standard Drehkreis

    Aloa,

    ich denke in nördlicheren Revieren wird auch deshalb oft nicht röm.kath. angelegt, weil in vielen Häfen die Boxengassen einfach zu eng sind. Während Du beim rückwärts ausparken schon Ruder legen kannst bevor der Bug die Pfahlreihe erreicht hat, brauchst Du beim vorwärts ausparken immer mindestens eine Bootslänge Abstand zwischen deinem "Heck"pfahl und der gegenüberliegenden Reihe und kanns erst Ruder legen wenn das Heck raus ist.

    Grüsse
    Micha

  8. #8
    Tamino Gast

    Standard

    Zitat Zitat von yamay
    Das scheint mir von vielen "nordischen" Seglern als das Hauptproblem angesehen zu werden. Im Süden wird das als kommunikationsfördernd empfunden.

    YAMAY
    Das ist sicherlich so. Im Urlaub finde ich die Kommunikation auch sehr schön; am Wochenende aber freue ich mich, mal nicht kommunizieren zu müssen...

  9. #9
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    45

    Standard

    Hallo,
    ich denke, das ist einfach Geschmackssache. Ich segle auf einem Langkieler und bei uns im Verein liegen wir immer mit dem Heck zu Steg in der Box. So kann man leichter seine Plünnen und den Proviant an Bord schleppen. Machen viele bei uns auch so. Wenn wir irgendwo unterwegs sind, bevorzugen wir dann die "nordische" Methode.
    Gruß
    Dirk

  10. #10
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    zw. Köln und Bonn aber auf der falschen Seite
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    Standard Im Schlamm stecken

    Habe die letzten Wochen auch mit dem Heck zum Steg gelegen. So kann ich besser am Geräteträger arbeiten (mussten noch Antennen dran). Doof war nur, dass dabei das Ruder im Schlamm steckt. Jetzt habe ich gesehen, dass dabei mit AF abgeschliffen wurde........ Find das nicht so toll.

    Wegen der Breite der Boxengasse ist es bei uns im Hafen auch wesentlich einfacher vorwärts ein- und rückwärts wieder auszuparken. Hinzukommt, dass meine Wibo zwar rückwärts fährt, aber wohin ist reiner Zufall. ;-)
    Gruß Christoph
    http://www.baringa-auf-see.de

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