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  1. #1
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    Standard Durch Frankreichs Kanäle ins Mittelmeer

    Liebe Segler,
    viele Segelfreunde betrachten die Fahrt ins Mittelmeer als reinen Überführungstörn. Sie hetzen durch die Kanäle und wollen in möglichst rekordverdächtiger Zeit von 10 Tagen im Mittelmeer sein. Das ist die falsche Einstellung! Man muß Frankreich mit all seinen Schönheiten genießen. Die Damen an Bord werden es danken.
    Wir haben den Törn von Holland aus 3x gemacht und dabei verschiedene Routen gewählt.
    Die Route über die Mosel ist die schnellste. Wer nicht den Rhein bis Koblenz gegenan bozlen will, der nimmt besser die Maas über Roermont und Namur und kommt in Toul wieder auf die Moselroute.
    Die bequemste Strecke führt Rhein oder Maas abwärts nach Antwerpen und von dort über den Canal du Nord und die Oise nach Paris.
    Zwischenstop einlegen! Man liegt ruhig und schön mitten in der Stadt. Der Hafen (Paris Arsenal) ist von der Seine durch eine Schleuse abgetrennt.
    Von Paris bitte nicht über die Marne wieterfahren sondern über den Canal lateral à la Loire. Der schönste Weg in den Süden! Der Kanal führt durch das Tal der Loire und quert den Fluß 2x. Die Fahrt über das berühmte Aquädukt von Briare ist ein Erlebnis.
    In Charlon sur Saone vereinen sich alle Routen und von da an geht es zeimlich gradlinig nach Süden. Jetzt kann man Kilometer fressen mit Stops in Lyon, Valence und Avignon.
    Wer mehr Einzelheiten wissen will, der meldet sich bitte bei mir. Gebe gerne Auskünfte über alle Strecken.
    Bleibt noch zu erwähnen, daß wir den Törn 1x mit drei Schiffen gemacht haben. Freunde aus unsrer Ferienhaus-Siedlung in Warns am Ijsselmeer haben sich mit 37ger Bavarias angeschlossn und gerne unsere Erfahrungen genutzt.

    Jetzt ist meine Frau leider an Parkinson erkrankt und wir mußte den Segelsport aufgeben. Das Boot ist schon verkauft, das Ferienhaus mit 15m Liegeplatz noch zu haben. Informationen dr.kramer-dieter@web.de

  2. #2
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    Standard

    hi leute

    eine gute seite dazu.

    gruss frank
    www.waterways.cc/land.php?land_id=2&language=
    ja es stimmt ich liebe charterhansi

  3. #3
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    Standard

    @ilot

    kannst Du uns bitte kundtun, welchen Tiefgang Ihr jeweils gehabt habt?

  4. #4
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    Standard

    Hallo,

    in welcher Zeit ist die Route über die Maas bis Port St. Louis machbar? Ich starte am Ketelmeer und habe leider wahrscheinlich nicht die Zeit die Fahrt wirklich zu genießen :-(

    Ist die Fahrt über den Rhein schneller ? Ich habe allerdings so meine Bedenken, da ich meinem alten Motor keine dauernden Höchstdrehzahlen zumuten will.

  5. #5
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    Standard In den Süden

    Fahrt den Rhein hoch ist eine Plackerei und auch nicht ganz ungefährlich wegen hohem Verkehr.

    4 Wochen sollten ausreichen, wenn man sich dranhält. Wegen der vielen Schleusen ist es schön, "Hilfskräfte" an Bord zu haben.

    Im Herbst kann es vorkommen, dass die Kanäle im Elsass und Lorraine schon mal gesperrt sind für einige Tage, da die Bauern die Ernte einbringen und dann die Brücken nicht geöffnet werden.

    Auch sind Kanalbauarbeiten von bis zu 6 Monaten mit Wasserablassen möglich. Also vorher planen und erkundigen.

  6. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von diko
    Hallo,

    in welcher Zeit ist die Route über die Maas bis Port St. Louis machbar? Ich starte am Ketelmeer und habe leider wahrscheinlich nicht die Zeit die Fahrt wirklich zu genießen :-(

    Ist die Fahrt über den Rhein schneller ? Ich habe allerdings so meine Bedenken, da ich meinem alten Motor keine dauernden Höchstdrehzahlen zumuten will.
    Hallo DIKO,
    die Route über Rhein und Mosel ist eindeutig die schnellste. Dafür braucht man aber ein Schiff mit starkem Moror, sonst wird der Rhein zu Qual.
    Die Maas ist also die richtige Wahl. Drei Wochen sollte man schon zur Verfügung haben.
    Ilot

  7. #7
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    Standard Kanalfahrt

    Liebe Forumsgemeinde,
    die Fahrt durch Frankreichs Kanäle habe ich vom 19 Mai bis 2. Juli durchgeführt. Deshalb fühle ich mich angeregt auch mal meinen "Senf" dazuzugeben.
    Ich habe ein "kleines" Segelboot von 29 Fuß. Die Fahrt über den Rhein würde ich nicht empfehlen, sie ist aufgrund des hohen Verkehrs und Stromgeschwindigkeit sehr stressig. Ich bin von Emmerich/Niederrhein über Njimwegen, Maas u. Canal de L`est zum Süden gefahren.
    Als absoluten Genuss kann ich diese Reise nicht bezeichnen.
    Denn: Die Infrastruktur für Bootsfahrer, sprich Anlegestellen, Sanitäranlagen und sonstige Annehmlichkeiten, die in Holland u. Deutschland selbstverständlich sind, geht gegen Null, (bis auf einige wenige Ausnahmen).
    Man muss auf seinem Boot schon autark sein.
    Die Schleusen waren öfters defekt, dann geht nichts mehr! Das Schleusenpersonal war allerdings sehr freundlich und bemüht.
    Wer ein Lidl und Aldi-Liebhaber ist, (das sind offensichtlichtlich die meisten Bootsfahrer), hat in Frankreich wenig Probleme, (Ich hatte welche).
    Wer jedoch Wert auf gutes Essen/Einkauf legt, wird in Frankreich Probleme bekommen. Leben, wie Gott in Frankreich, kann man nur wenn man es selbst macht. Ansonsten, sehr teuer, schlechte Qualität.
    Die Landschaft, ja die Landschaft war natürlich wunderschön.
    Aber das ist nicht Alles.
    Wer nur sein Schiff an das MM überführen will und keine Zeit hat, wird mit drei Wochen gewaltige Probleme bekommen. Zumal in der Hauptsaison. Da gibt es sehr viele Bootsfahrer. Vor allem Holländer, Rentner, die bei jeder Gelegenheit erzählen, dass sie viel Zeit haben. Aber morgens, ab sieben Uhr liegen sie vor der Schleuse, die jedoch erst um neun Uhr öffnet, um als erster hineinzufahren.
    Wenn dann noch einige Charterer hinzukommen, gibt es vor jeder Schleuse einen Stau. Wer da noch glaubt in drei Wochen an das Mittelmeer zu kommen, träumt und wird frustriert und gereizt, (Habe ich selbst erlebt).
    Wer diesen Trip macht, sollte viel Zeit mitbringen und ein Gemüt wie ein Elefant haben.
    Und nochwas, speziell für die Segler: Wenn der "Jockel" mehr als sechs Stunden, täglich rattert, geht einem das nach einiger Zeit ganz schön auf den "Senkel".
    Trotzdem, der Trip war schön, weil anders. Ich würde diesen Trip aber nicht mehr so verklärt sehen, wie im Film, "200 Schleusen bis zur Sonne" dargestellt.
    In diesem Sinne
    Ahoi
    hanjin

  8. #8
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    Standard

    @hanjin
    Das ist doch jetzt mal ne klare Aussage! Danke.
    Ich glaube auch nicht so recht an den beschaulichen Törn, da ich einfach nicht die 3 Monate Zeit habe und außerdem auch irgendwann wieder segeln will. Von Holland habe ich aber nach diesem Somer die Schnauze voll. Ich muss meinen Urlaub mit Familie leider jetzt immer fest planen und kann nicht mehr einfach bei gutem Wetter los. Sommerurlaub im Ölzeug ist einfach nicht unser Ding. Allerdings möchte ich auch meine Reviere auf eigenem Kiel erreichen, obwohl ein Landtransport bestimmt überlegenswert ist. Aber eigentlich geht mir das gegen den Strich und richtig Geld kostet es glaube auch.
    Ich hoffe ich schaffe irgendwie noch 2 Wochen in diesem Jahr und lasse dann das Boot bis Ostern irgendwo in Frankreich liegen. Dann mache ich im Frühjahr den Rest der Strecke und ärgere mich nächsten Sommer über 2 Wochen Mistral oder Tramontana ;-)

  9. #9
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    Standard

    Zitat Zitat von diko
    @hanjin
    Das ist doch jetzt mal ne klare Aussage! Danke.

    Ich hoffe ich schaffe irgendwie noch 2 Wochen in diesem Jahr und lasse dann das Boot bis Ostern irgendwo in Frankreich liegen. Dann mache ich im Frühjahr den Rest der Strecke und ärgere mich nächsten Sommer über 2 Wochen Mistral oder Tramontana ;-)
    @diko
    Oder unerträgliche Hitze. In Port St. Louis lag ab 12 Uhr mittags der Hafen "brach".
    Deshalb bin ich wieder nach Hause gekommen und werde meinen Törn Ende September fortsetzen.
    Gruss
    hanjin

  10. #10
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    gute anmerkung: was kostet denn ein Land transport für ein 29-30 fuss Boot? Nur so grob?

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