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  1. #1
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    Standard Abschied vom Bootssport

    Hallo Segler, hallo Motorbootfahrer, trauert um einen Kameraden!

    Meine "Karriere" als Bootssportler begann vor etwa 50 Jahren am Bodensee. Da machte ich den Segelschein und das Bodenseeschifferpatent. Das erste Boot war eine Varianta - die gab es damals schon. Als ich in den Stand der Ehe trat, hatte ich das Glück, eine wassersport-begeisterte Frau zu finden. Wir kauften uns sofort nach der Hochzeit eine 10m-Yacht und legten Sie ans Ijsselmmeer. Dort entwickelte sich die Liebe zum Segeln so rasant, daß wir uns Mitte der 80ger Jahre entschlossen, am Isselmeer ein Ferienhaus mit 15 m Bootsliegeplatz im Garten zu kaufen.

    Unser Segelrevier war das ganze Ijsselmmeer und die vorgelagerten Inseln Texel, Vlieland uns Terschelling. Als es uns dort " zu eng " wurde, kauften wir uns einen 13m Motorsegler, weil man mit dem auch mal längere Strecken zurücklegen kann, wenn man den Motor zur Hilfe nimmt. Unser Fahrgebiet erweiterte sich dadurch auf die Nordsee, die Ostsee, die englische Südküste und die französische Küste bis zu den Kanalinseln und ST.Malo.

    Ein Traum blieb: das Mittelmmeer. Den erfüllten wir uns nach der Pensionierung. Dazu mußte ein schnelles Schiff her mit dem wir die Balearen ohne Nachtfahrt erreichen konnten. So erfolgte der Umstieg aus eine schnelle Motorjacht. Zugegeben, eine andere Welt. Aber wenn die Liebe zum Wasser dominiert, dann ist es schließlich egal, welchen Bootstyp man bevorzugt.

    Beim letzten Törn an der Cote d`Azur hat es einen bedauerlichen Unfall mit meiner Fau gegeben. Damals wußten wir noch nicht, daß nicht das schwankende Schiff, sondern die Parkinson-Krankheit Schuld an dem Unfall war. So mußten wir den geliebten Bootssport aufgeben und sind damit auch nicht mehr an unsrem Ferienhaus interesssiert. Es steht zum Verkauf. Infos dr.kramer-dieter@web.de

  2. #2
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    1.969

    Standard

    Jeder hier hätte es Euch/Ihnen gegönnt, diese optimalen Lebensbedingungen weiter auszuleben, aber jedenfalls ist eine bleibende Erinnerung geschaffen worden, die einem niemand mehr nehmen kann. - Wer kann das schon sagen?

  3. #3
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    9.647

    Standard

    So schön es ist, alt zu werden - der einzige Vorteil ist, daß man nicht mehr jung sterben kann!

    Ich merke auch langsam immer mehr Zipperlein und hoffe, einige davon wieder kurieren zu können. Aber irgendwann ist es einfach vorbei.

    Meine herzliche Anteilnahme!

  4. #4
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    Standard

    Ja, das ist übel, wenn der Körper nicht mehr so will, wie der Geist es noch lange könnte. Kann man denn nicht einen Zwischenweg finden, der mit entsprechenden Hilfsmitteln noch Spass am Segeln bereiten kann? Ich denke da an elektrische Winschen, Bugstrahlruder etc., es kommt natürlich auf die individuelle Situation an.

    Eine Frage aber noch: Vor 50 Jahren gab es bereits die Varianta? Das war mir neu.
    Handbreit - Ralf

  5. #5
    Ausgeschiedener Benutzer Gast

    Standard Parkinson

    Aus der Erfahrung mit dieser Krankheit (mein Vater leidet seit ca 20 Jahren daran), kann ich Ilot's Abschied vom Bootssport verstehen. Je nach Verlauf und -viel schlimmer- je nach Tages oder auch Stundenform, ist auch mit technischen Hilfen nichts zu erreichen. Da helfen dann oft nur in verschiedenen Kombinationen verabreichte Medikamente.
    Ich wünsche Ilot und seiner Frau viel Kraft.

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