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  1. #1

    Standard Wie flagge ich mein Boot aus?

    ...Funkscheingedöns...Pyroscheinlaberei...unsinnig e DHI Vorschriften...der DSV eine Witzgesellschaft des vorgelebten Lobbyismus...

    Deutschland nervt mal wieder gewaltig!
    Sind wir wirklich ein Volk, dass sich so dominieren lassen muß? Werden wir sonst nicht glücklich?
    Unter dem Vorbehalt zur Verbesserung der Sicherheit an Bord haben all diese Restriktionen und Schikanen nur zur FOlge, dass selbige schwindet!-> fehlende Notsignalmittel, Skipper bauen ihr Funkgerät aus, etc.

    Kann mir jemand das Prozedere erklären wie ich mein Boot ausflagge?
    Tut Not!

    Best regards,
    Jean Michel

  2. #2
    avi Gast

    Standard

    du willst den dampfer aber in deutschland liegen lassen?

  3. #3
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    4.852

    Standard

    ausgeflaggt werden nur Kaufahrteischiffe, unsere werden einfach umgemeldet ...

  4. #4
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    867

    Standard

    Interessanter Gedanke. Funke habe ich tatsächlich ausgebaut und richtige Signalmittel habe ich ( kein Knallschein) leider auch nicht an Bord. Holland oder Dänemark sind da weiter in der Regulierungswut. Sie lassen es einfach und es klappt hervorragend. Nur good old Germany muß mal wieder einen auf Weltverbesserer machen, dass ist uns von unseren Eltern nun seit mehrern Jehrzehnten so anerzogen worden und zieht sich durch alle Bereiche des Lebens. Interessiert es in Holland jemanden ob irgendein Frosch gerade auf der Wiese gefurtzt hat wo demnächst neuer Wohn und Arbeitsraum , nebst Erholungsanlagen für die Bevölkerung entstehen soll? Hier in D wird ersteinmal Alarm gemacht und Job's und Lebensqualität gekillt. Unendliches Thema !

    Wohin flaggt / meldet man denn am geschiktesten aus und wie sind die Formalitäten? Muß man da eine Postadresser / Postfach haben ?

  5. #5
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    1.096

    Standard

    Das Thema haben wir doch schon mal in epischer Breite ausgewalzt.

    Ich würde erst mal die Suchfunktion bemühen.
    Mal so nebenbei gesagt: es sind nicht nur die Vorschriften des Flaggenlandes, sondern u.U. auch des Landes einzuhalten, in dessen Gewässern man sich befindet.

    Ihr bringt das einiges durcheinander. Die Funkscheine haben nichts mit Deutschland zu tun, sondern mit der Vereinbarung aller CEPT-Länder.
    Da kommt mal also schon mal nicht drum rum.
    Die SigPi hat mit den jeweils geltenden nationalen Waffengesetzen zu tun. Egal unter welcher Flagge man fährt, es gelten die nationalen Gesetze des Landes, in dessen Gewässern man sich befindet.

    Zum Thema Ausrüstungsvorschriften können uns Segler anderer Länder aber etwas erzählen. "Flaggt" mal z.B. nicht in die Schweiz "aus".

    Die Flagge eines Landes fahren zu dürfen, bedingt die Begründung eines Wohnsitzes oder eines Firmensitzes.
    Alle Länder mit Convenience Flags lassen sich das Privileg bezahlen, ihre Flagge fahren zu dürfen.
    Es lohnt sich nur für Unternehmen aus steuerlichen Gründen.

    Ich kenne übrigens keine einzige Unannehmlichkeit, die mir die deutsche Flagge am Heck meines Schiffes bereiten würde.


    Fair winds

    YAMAY

  6. #6
    Ausgeschiedener User Gast

    Standard

    Yamay- du siehst das schon ganz richtig bis auf ein Detail:
    Den Funkschein und den Pyroschein !
    Nach meiner Info muss man nach internationalen Richtlinien die Benutzerregeln einhalten und es bleibt jedem Land überlassen wie dieses diese Regeln seiner Bürger überwacht.Das heisst ein Land MUSS nicht ein Funksprechzeugnis von seinen Bürgern einfordern.
    Hier und in den USA wird man bei Erwerb der Bootsfahrlizenz über die Benutzung des Sprechfunkes aufgeklärt und man erwartet von seinen Bürgern das sie diese Regeln einhalten....genauso wie die Umwelt- oder Naturschutzregeln.
    Ich glaube die Regel- und Bescheinigungswut in D hat seinen Ursprung im Staatsmonopol einiger Organisationen wie Post , Kirche und anderen Institutionen
    Grüsse - Norbert

  7. #7
    Registriert seit
    09.05.2007
    Beiträge
    28

    Standard Wir haben gerade ausgeflaggt!

    Hallo,

    wir haben das Ausflaggen gerade vollzogen. Anlaß waren aber nicht die Vorschruíften zum Funk etc., sondern unsere Probleme mit der SeeBG wegen überzogener Sicherheitsvorschriften für Vereinsschiffe.

    Das Schiff muss dazu rechtlich ins Ausland verkauft werden oder der Eigner muss Bürger des entsprechenden Landes sein. So ist es zumindest in Österreich, wohin wir ausgeflaggt haben.


    Details gerne per PN.

    Gerade wenn das Schiff in Deutschland liegt und von hier aus fährt, kann man den Vorschriften aber nicht komplett entkommen. Ich weiss zur Zeit noch nicht, in wie weit die Funkzeugnispflicht auf ausgeflaggten Schiffen in deutschen Gewässern gilt.

    Gruß Heiko

  8. #8
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    1.174

    Standard

    yamay hat das wesentlich schon gesagt.

    Sinn macht das ganze nur, wenn Du deinen Wohnsitz ins Ausland verlegst.

    Da mein Boot ständig in den Niederlanden liegt, hatte ich mich erkundigt, ob ich in NL einflaggen kann. In NL besteht Residenzpflicht, um die Möglichkeit zu erhalten das Boot einzuflaggen. D.h. nach 2 Jahren Hauptwohnsitz in Holland (183 Tage des Jahres musst Du dich in NL aufhalten) oder Grundbesitz in den Niederlanden (ich glaube da reicht der Kauf eines Liegeplatzes) oder Anmeldung eines Gewerbes sind die Voraussetzungen die niederländische Flagge führen zu können. Ähnlich ist dies wohl auch in anderen Ländern geregelt.

    Aber welchen Vorteil soll das haben? – Funkschein wird wie in Deutschland benötigt, die Ausrüstungspflicht in Frankreich, England und Niederlanden sind eher strenger als in Deutschland. Auch ist man z.B. in England nicht sicher vor übereifrigen Staatsbediensteten (in Deutschland hätte es in diesem fall wohl nur eine sogennante Belehrung seitens der Waschpo gegeben):
    http://www.swr.de/swr1/rp/nachrichte...iid/index.html

    In einem anderem Thread wird die Regulierungswut in Deutschland zu einem Schreckgespenst hochstilisiert. Im Vergleich zu anderen EU Staaten wird es in Deutschland weder schlimmer noch besser sein (hier stehen eher die wirtschaftlichen Interessen einiger Verbände im Vordergrund):

    Weiter gebe ich zu Bedenken, dass man nun gezwungen ist die Gesetze und Verordnungen des jeweiligen Flaggenstaates, die nun für mein Boot gelten, zu kennen und anzuwenden. Da sind gute Kenntnisse der Landessprache Voraussetzung.

    Ich habe mich immer als Europäer und weniger als Deutscher verstanden, habe aber keine Probleme mit der deutschen Flagge am Heck (auch wenn diese nur in der hier häufiger gescholtenen Handtuchgröße weht).

    Einen Flaggenwechsel sehe ich eher mit Nach- als mit Vorteilen verbunden.
    Gruß Peter

  9. #9
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    1.096

    Standard

    Zitat Zitat von Noppe
    Yamay- du siehst das schon ganz richtig bis auf ein Detail:
    Den Funkschein und den Pyroschein !
    Nach meiner Info muss man nach internationalen Richtlinien die Benutzerregeln einhalten und es bleibt jedem Land überlassen wie dieses diese Regeln seiner Bürger überwacht.Das heisst ein Land MUSS nicht ein Funksprechzeugnis von seinen Bürgern einfordern.
    Hier und in den USA wird man bei Erwerb der Bootsfahrlizenz über die Benutzung des Sprechfunkes aufgeklärt und man erwartet von seinen Bürgern das sie diese Regeln einhalten....genauso wie die Umwelt- oder Naturschutzregeln.
    Ich glaube die Regel- und Bescheinigungswut in D hat seinen Ursprung im Staatsmonopol einiger Organisationen wie Post , Kirche und anderen Institutionen
    Grüsse - Norbert
    Hallo Nobert,

    da muss ich Dir leider wiedersprechen.

    Die USA verzichten bei ihren Wassersportlern auf einen Funkschein für UKW, sofern sie sich in den Gewässern der USA aufhalten.
    Sobald sie z.B. nach Kanada oder in die Karibik begeben, ist ein Funkzeugnis (FCC license) fällig. Zumindest soweit sich die US-Skipper an die Regeln ihres eigenen Staates halten. Die amerikanischen Waffengesetze möchte ich in Deutschland lieber nicht.

    Die beteiligten Staaten haben sich verpflichtet, die Einhaltung eines gemeinsam verabschiedeten Ausbildungsstandards sicher zu stellen, soweit dies das SRC und das LRC betrifft. Das Thema ist hier aber auch schon durch.
    Näheres findest Du hier: /www.ero.dk/documentation/docs/doc98/official/pdf/REC3104E.PDF

    Den Rest kommentiere ich nicht. Lies mal, was fellow schreibt.

    Ich kann das Gequängle um die ach so schlimmen Vorschriften in Deutschland schön langsam nicht mehr hören. Die Begründung für die Ausflaggungsabsichten ist purer Nonsense. Wir haben weder eine Kennzeichen- noch eine Haftpflicht-Versicherungspflicht, was ich z.B. gar nicht verstehen kann usw. usw.
    Ich möchte mal hören, was hier los ist, wenn einem die Luxusyacht unter dem Hintern versenkt wird und der Schadensverursacher keinen Pfennig hat, um den Schaden zu bezahlen.

    Kein Wunder, dass in diesem Land nichts vorwärts geht. Jeder bekämpf die kleinste Änderung gegenüber dem gegenwärtigen Stand schon mal aus Prinzip.
    Ob ihn die Sache überhaupt etwas angeht oder nicht und ob er sie kennt oder nicht.

    Bei Euch in Venezuela eine Waffenbesitzkarte für eine SigPi zu fordern, wäre auch zu spaßig. Es wäre schon toll, wenn etwas weniger Kalaschnikows unter den Leuten wären.

    Fair winds

    YAMAY
    Geändert von yamay (26.08.2007 um 14:04 Uhr)

  10. #10
    Ausgeschiedener User Gast

    Standard

    Yamay die nordamerikanischen Langfahrtsegler hier lachen sich über das Thema Funkschein kaputt. Da hat keiner eine Lizenz wohl aber eine technische Geräteabnahme wie wir sie auch jährlich haben. Meines Wissens braucht nur ein Charterer oder Berufsschiffer in den USA diesen Funkschein- ein privater Segler nicht , egal in welchem Gewässer er schippert.
    Ansonsten ist da schon was dran....in anderen Ländern muss man halt andere Papiere machen.
    Grüsse - Norbert

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