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  1. #1
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    Standard Titelthema YACHT: Designtrends

    Diskutieren Sie mit! Titelthema in YACHT 2/08:

    Report Designtrends: Vision und Wirklichkeit

    Wohin geht die Entwicklung im Bootsbau? Führende Konstrukteure und Werftchefs geben Antwort

    Immer mehr Schiffe drängen in kürzerer Abfolge auf den Markt. Dadurch entstehen neue Nischen, neue Stilformen, neue Trends – während zugleich die Wertschätzung für Handwerk und Tradition wächst. Ein Widerspruch? Nur scheinbar. Wohin die Reise geht und warum Bewährtes auch im Design-Zeitalter seinen Platz hat, das ist Thema der Titelgeschichte im aktuellen Heft.
    Hier einige der Kernthesen der von der YACHT befragten Konstrukteure und Werftchefs:

    Warum wird Design im Bootsbau immer wichtiger?

    "Weil es immer mehr Wettbewerber gibt und sich die Neuheiten immer schneller abwechseln, ist Design der Schlüsselfaktor für Erfolg. Man kauft sich ein Segelboot nicht, um von A nach B zu gelangen, sondern weil es einen Lebens-traum erfüllt. Daher ist das Aussehen ungemein wichtig."

    Jean François de Premorel, ehemaliger Marketingdirektor der Bénéteau-Gruppe, jetzt Berater für Strategische Produktplanung der größten Serienwerft der Welt


    Wie können Serienschiffe noch günstiger werden?

    "Dazu ist ein Umdenkprozess nötig, der wegführt vom Holz. Holz zwingt zu geraden, flächigen Formen. Dagegen lässt sich ein Ausbau mit Kunststoffteilen variantenreicher gestalten. Was bevorsteht, ist ein Systemwechsel. Wir verwenden heute in relativ einfachen Verfahren teure Baustoffe wie Mahagoni und Teak. Ich denke, wir sollten mehr Intelligenz in Entwicklung und Fertigung stecken und stattdessen günstigere Materialien einsetzen. Schaffen wir diesen Wandel, können wir bei Serienyachten noch ganz erhebliche Einsparungen erzielen: bei den Kosten wie beim Gewicht."

    Marten Voogd, betreibt gemeinsam mit seinem Partner Alex Simonis das Design-Büro Simonis/Voogd. Die beiden zeichnen für Dehler, MaxFun und entwickeln daneben anspruchsvolle Einzelbauten.


    Wie viel Volumen ist noch möglich?

    "Wir sind im Bereich des Endpunktes. Vielleicht kann es noch einen winzigen Schritt weitergehen, viel Luft ist aber nicht mehr. Die modernen Fahrtenyachten sind in allen Dimensionen ausgequetscht."

    Torsten Conradi, ist seit 1986 dritter Partner bei judel/vrolijk & co in Bremerhaven, einem der international renommiertesten Konstruktionsbüros (HanseYachts, Najad). Er war auch verantwortlich für das Rumpfdesign des deutschen America’s-Cup-Bootes GER 89


    Weiterhin wird gefragt, ob es Retroschiffe bald auch in Großserie geben wird, welchen Zwängen Konstrukteure bei ihren Arbeiten unterliegen, wie viel schneller morderne Fahrtenyachten im Vergleich zu früher sind und wohin die Design-Reise künftig gehen wird. Die Antworten geben unter anderem Geord Nissen, Michael Schmidt, Marc-Oliver v. Ahlen, Birgit Schnaase, Hasso Hoffmeister, Jernej Jakopin, Friedrich Judel, Rolf Vrolijk und Luca Bassani.

    Die YACHT interessiert auch Ihre Meinung! Diskutieren Sie mit. Was erwartet uns in den kommenden zehn Jahren im Boosbau? Und was ist darüber hinaus denkbar?
    Geändert von YACHT-online (07.01.2008 um 18:14 Uhr)
    Ihre YACHT online Forum Administration

  2. #2
    Djangoyoungblood Gast

    Standard Die Einrumpf-Szene ...

    Zitat Zitat von YACHT-online
    ... Was erwartet uns in den kommenden zehn Jahren im Boosbau? Und was ist darüber hinaus denkbar?
    ... ist ausgelutscht und doktert am Detail (canting keel). Progressive
    Konstrukteure sollten sich um kostengünstige Mehrrümpfer kümmern,
    damit die Bleibomben unter den Rümpfen aussterben.

  3. #3
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    Standard

    Die Entwicklung zerfällt in (technisch) schwer überschaubare Einzeltrends.

    Änderungen werden sich so schnell durchsetzen, dass sie viele Segler nicht mitnehmen. Bsp.: Der Ersatz des Kartentisches durch das Wohnklo und die Verlagerung der Navigation auf den Plotter ins Cockpit (ist jetzt ein bisschen pointiert, schon klar) auch bei mittleren Seeschiffen.
    Da wird mit echten tradierten Basics gebrochen.

    Die Masse der erwachsenen Segeleinsteiger nimmt den Weg über Segelschulen und Abenteuer-Bespaßungsurlaub und kennt nichts anderes als den großindustriellen Mainstream. Hinterfragt ihn auch nicht, auf welcher eigenen Erfahrungsbasis denn?

    Das technisch mögliche nimmt zu aber wer braucht und beherrscht es? Möchte wissen, wie viele Eigner ihr Nexus und Co.-Netzwerk gar nicht im Griff haben und die Hälfte aller möglichen Anzeigen eh nicht deuten können.
    Heute wird rot geschossen, wenn der Diesel nicht geht, morgen wenn der Strom ausfällt.

    Darüber hinaus wird es Subszenen für Enthusiasten geben (gibt es ja schon heute): Multihull, Klassiker, Retros, Racer, Einheitsklassen, Blauwasser.

    Alles passt konstruktiv/konzeptionell immer weniger zusammen, weshalb vom künftigen Eigner immer mehr konzeptionelles Vordenken gefragt wird (Ausweg: BavariaJenneauusw.-Mainstream - geht irgendwie immer).

    Deshalb wird es mindestens 3-5 Yacht-Foren geben. Kommunikation zwischen den Subszenen wird zunehmend unmöglich (oder artet aus, wie wir es hier meist schon sehen)

    Und: Da massenweise Rentner ihre Stahlknickspant-Eimer auf den Gebrauchtboot-Markt werfen (bzw. deren Erben) und es viel weniger 30-40-jährige Neueinsteiger als heute geben wird, entsteht langsam eine Gebrauchtboothalde. Das trifft sich insoweit gut, als es in 10-20 Jahren auch keine Mittelschicht mehr geben wird. Das Einsteiger-Schiff hat 40+ Fuß und geht an kommerzielle Abnehmer, während die etwa 67 % zum Prekariat zählende Bevölkerung sich über die in den tiefsten Keller gefallenen Gebrauchtbootpreise freuen kann. Leider müssen zum Bootswerwerb noch einmal 50-100 % Zusatzkosten für Scheine, Lizenzen, Registrierung, TÜV-Abnahme und Befahrensgebühren gerechnet werden.

    Äh, habe ich was vergessen?

    Ach ja, das Wichtigste:
    Und mein Schiff wird bei all dem trotzdem immer noch sehr gefragt sein, weil es schon vor 20 Jahren viele konzeptionelle Merkmale neuer Konstruktionen vorwegnahm und überhaupt ganz obertoll ist (hoffe ich jedenfalls tapfer...)

    Andreas

  4. #4
    Djangoyoungblood Gast

    Standard Geord ?

    Zitat Zitat von YACHT-online
    ... Die Antworten geben unter anderem Geord Nissen ...
    Es dürfte sich um Georg Nissen handeln, siehe http://www.nissen-yachtdesign.de/

  5. #5
    Tamino Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Djangoyoungblood
    ... ist ausgelutscht und doktert am Detail (canting keel). Progressive
    Konstrukteure sollten sich um kostengünstige Mehrrümpfer kümmern,
    damit die Bleibomben unter den Rümpfen aussterben.
    Das ist einseitiger Quatsch

  6. #6
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Zitat Zitat von ursus maritimus
    .....Eher freue ich mich, dass bei den neuen Bavs und der Dehler 34 der (unsägliche) Trend zur 4-Meter-Küchenzeile gebrochen wurde und wieder die klassische Salon-Aufteilung genutzt wird.
    Wurde bei meiner vor kurzem getroffenen Kaufentscheidung (38er Mono) auch mitberücksichtigt!

    FORM FOLGT FUNKTION war mein Leitsatz - und da schieden z.B. schon mal die neuen Pseudo-Decksalon-Design-Yachten aus (zuviel Fensterfläche, zuwenig Luft!).

    Über 2 Jahre hatte ich Zeit, meine Entscheidung reifen zu lassen. Alle Kriterien, welche die Kaufentscheidung steuerten, passen hier allerdings nicht ins Thema.

    Grüße vom Marker

  7. #7
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    Zitat Zitat von ursus maritimus
    ... Eher freue ich mich, dass bei den neuen Bavs und der Dehler 34 der (unsägliche) Trend zur 4-Meter-Küchenzeile gebrochen wurde und wieder die klassische Salon-Aufteilung genutzt wird.
    Bin auch kein Freund der langen Längspantry. Aber mal im Ernst, auch welchem 34-Füßer gab es die denn?

    Eher spannend finde ich, ob sich der Verzicht von Hanse (370, 400) auf eine klassiche Navi-Ecke bei anderen Werften fortsetzt.

    Gruß

  8. #8
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    zitat yacht-online:

    "Dazu ist ein Umdenkprozess nötig, der wegführt vom Holz. Holz zwingt zu geraden, flächigen Formen. Dagegen lässt sich ein Ausbau mit Kunststoffteilen variantenreicher gestalten. Was bevorsteht, ist ein Systemwechsel. Wir verwenden heute in relativ einfachen Verfahren teure Baustoffe wie Mahagoni und Teak. Ich denke, wir sollten mehr Intelligenz in Entwicklung und Fertigung stecken und stattdessen günstigere Materialien einsetzen.

    der umdenkprozess war schon vor 30 jahren nötig,
    und wurde leider ignoriert !
    holz zwingt keinesfalls zu flächigen formen,
    da man es wunderbar unter druck und wärme in fast jede form bringen kann !
    Mahagonie und teak wird zb. nur noch aus nachwachsenen wäldern geerntet
    diese behauptung mit zertifikat ist betrug an der gesammten weltbefölkerung,
    da meines wissens solch gewaltige mengen an edelhölzern niemals in den letzten oder kommenden 15/20jahren wachsen könnten.
    soo...da ist das gute alte deutsche holz verschiedenster farbe/aussehen/maserung und art für jeden zweck vorhanden,
    nur kaum einer hier verarbeitet es und die zahnstocher/papierindustrie
    freut sich in asien

    mit freundlichem gruß
    und immer eine handbreit

    ...cool...x
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  9. #9
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    Segle eine Faurby F424. Finde die immer noch optimal. 2 bis 3 Personen für Langfahrt. Salonpolster lang genug, daß immer einer auch bei heftiger Lage auf jedem Bug sicher ruhen kann. Ebenso die Kojen. Pantry in U-Form wäre eine Verbesserung. Längen-zu Breitenverhältnis vernünftig, schön. In allen Häfen kommen Leute und bewundern/loben das Boot.

    KEIN Charterbootstyp!

    Vertikale Stützen auf beiden Seiten gleich nach dem Niedergang geben guten Halt. Kräftige Handgriffe überall.

    Luken sollten auf beiden Seiten zu öffnen sein.

    Ein Rad reicht, normalerweise steuert ohnehin der Autopilot.

    Kutterstag /Babystag für Sturmfock.

    Rasche Designfolgen zeigen nur, daß die Werft nicht zeitlos bauen kann und ist meiner Meinung nach ein deutlicher Mangel!!!

    Hätte das gerne als 50 Fuß"

  10. #10
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    Zitat Zitat von Foerdesegler
    Bin auch kein Freund der langen Längspantry. Aber mal im Ernst, auch welchem 34-Füßer gab es die denn?

    Eher spannend finde ich, ob sich der Verzicht von Hanse (370, 400) auf eine klassiche Navi-Ecke bei anderen Werften fortsetzt.

    Gruß
    Die von mir genannten Boote sind 34 bis 38 Fuß lang. In der Yacht gab's vor Kurzem ein Vergleichstest von 35-Füßern - da hatte nur die Comfortina keine Längspantry.

    Zur Navi-Ecke gab's mal einen Thread http://forum.yacht.de/showthread.php?t=87486 zur "Bewertung von Nav-Plätzen in Yacht-Tests". Hatte mich sehr erstaunt, dass etwa die Hälfte der Posts keinen gesteigerten Wert mehr darauf gelegt hatten.
    ___/)_/)____/)___

    Contrast 33 - Dirk

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