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  1. #21
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    Es wird ja immer so getan, als ob sich im Bootsbau super viel tut. Presse und Industrie reden uns ein, als ob es Innovationen ohne Ende geben würde. Was ist die Realität? Man nehme einen 20 jahre alten Riss, mache den Steven etwas gerader, den Kiel etwas schmaler und tiefer, ändere von Toprigg auf 7/8 Takelung und gestalte das Bootsinnere etwas heller. Vielleicht noch das Heck einen Tick breiter. Fertig. Die Masten sind immer noch aus Alu, die Segel aus Dacron, die Toiletten verstopfen immer noch.
    Vor allem: der Segelspaß war vor 20 jahren der gleiche wie heute - technischer Fortschritt hin oder her.

    TG

  2. #22
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    Du hast das treffend beschrieben, avi.
    Zitat Zitat von avi
    ...im vergleich zu den jugendherbergen, sie werden nie über ein nischendasein herauskommen...
    Als Individualist (sind wir Segler ja nun oft) ist das für mich kein beklagenswerter Zustand. Segeln hat auch was mit Ästhetik zu tun, nach meiner Meinung. Die Leute, die frischen Fisch, Salat und einen Weißwein schätzen, sind nun mal nicht so zahlreich wie die, die sich den Magen mit dicken Hamburgern, Fritten und brauner Brause vollstopfen.

  3. #23
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    Zitat Zitat von Gruber
    Es wird ja immer so getan, als ob sich im Bootsbau super viel tut. Presse und Industrie reden uns ein, als ob es Innovationen ohne Ende geben würde. Was ist die Realität? Man nehme einen 20 jahre alten Riss, mache den Steven etwas gerader, den Kiel etwas schmaler und tiefer, ändere von Toprigg auf 7/8 Takelung und gestalte das Bootsinnere etwas heller. Vielleicht noch das Heck einen Tick breiter. Fertig. Die Masten sind immer noch aus Alu, die Segel aus Dacron, die Toiletten verstopfen immer noch.
    Vor allem: der Segelspaß war vor 20 jahren der gleiche wie heute - technischer Fortschritt hin oder her.

    TG
    Genau Gruber. Nur dass sie heute auch noch Handläufe und Schlingerleisten unter Deck weglassen, so dass man auf See im Boot auf die Nase fällt und kein Schapp mehr öffnen kann, ohne dass Dir alles entgegen kommt. Nur dass sie die Boote immer breiter und höher machen, womit die Kisten rank werden und im Hafen beim Anlegen treiben, nur dass sie die Decks immer stylischer machen, die Laufdecks schmaler, die glatten Flächen größer, so dass Du bald Spikes brauchst, um an Deck zu laufen. Wer den Yachtartikel genau liest, liest vor allem aus dem Hause Judel/Vrolijk/Konradi viel Kritisches über diese neuen Trends.
    Auch ich will Platz, will Stehhöhe, hab nichts gegen Industrialisierung im bootsbau. Aber ein Segelboot soll immer noch in erster Linie zum Segeln taugen - nur zum Wohnen gibts Wohnwagen, Ferienhäuser oder Hotels. C.

  4. #24
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    Zitat Zitat von Anemos15

    Als Individualist (sind wir Segler ja nun oft) ist das für mich kein beklagenswerter Zustand. Segeln hat auch was mit Ästhetik zu tun, nach meiner Meinung. Die Leute, die frischen Fisch, Salat und einen Weißwein schätzen, sind nun mal nicht so zahlreich wie die, die sich den Magen mit dicken Hamburgern, Fritten und brauner Brause vollstopfen.

    Schön das Du ein besserer Mensch bist und Dir einen gewissen Luxus leisten kannst. Hast Du aber auch schon mal darüber nachgedacht, dass in unserer Republik gesundes Essen auch etwas mit Bildung und dem Geldbeutel zu tun hat?
    smooth sailing - und immer viele Blubberbläschen im Prosecco

    Wladi

  5. #25
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    Moin noch einmal,

    was mich skeptisch stimmt ist der Umstand, dass Schiffe offensichtlich zunehmend nicht mehr darauf ausgelegt sind, dass sie vom Eigner eigenständig unterhalten und gewartet werden.

    Symptomatisch ist für mich eine Begebenheit auf dem modernen Großserienschiff eines Bekannten aus dem letzten Jahr, die ich glaube ich, schon mal im ähnlichen Zusammenhang gepostet habe, die aber gut hierher passt:

    Da stellt sich heraus, dass auf dem Kajütdach offenbar ein Beschlag leckt. Das Wasser sucht sich seinen Weg über der Deckenverkleidung und tritt an einem eingelassenen Halogen-Spot aus. Dieser raucht ab. Der Stromkreis wird abgeklemmt und das Ganze mit Saugtüchern verhüllt, damit man beim abendlichen Rotwein nicht antröpfelt.
    Es ist kein Weg erkennbar, die Deckenverkleidung zu entfernen, ohne die gesamte Kajüteinrichtung zu demontieren bzw. den Himmel zu beschädigen. Die Werft rät, das Schiff im Servicehafen vorbeizubringen...

    Ich halte es für selbstverständlich, dass ich an alle relevanten Beschläge kommen kann, Elektro- und sonstige Installationen vollständig zugänglich sind usw. usf.
    Stattdessen gerate ich als Eigner zunehmend in die Rolle eines weitgehend entmündigten Neuwagenkäufers: Die können bei einigen Marken noch nicht mal mehr ihre Scheinwerferbirnen ohne Spezialwerkzeug selbst wechseln...

    Ich finde solche Verhältnisse auf einem 100Tsd.€-Dampfer schlichtweg indiskutabel. Als Neukäufer wäre das ein Ko-Kriterium für einen bedingungs- und diskussionslosen Nichtkauf und ich befürchte, davon häufen sich auf modernen Serienschiffen noch viele, viele weitere.

    Ist den Werften das egal, sind sie zu blöd, das zu erkennen, oder bin ich als Segler mit dieser Einstellung ein Exot geworden...?
    Was mich doch ein bisschen erschreckt: Bin ja noch weit vom Rentenalter wech, und dann trotzdem schon ganz am konservativen Ende der Skala gelandet... hier läuft was schief, oder...?

    Andreas

  6. #26
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    Ich finde das die Bootsbaubranche genau die Wünsche erfüllt die Segler brauchen um sich ein Hobby zu leisten das sich die Meisten nicht leisten können. Also sehen die Segelboote innen wie Massentransportmittel aus. Man muss ja viele zahlende Gäste mitnehmen können und bekocht wollen diese Chartergruppen auch noch.
    Aus diesem Grund gibt es überall rappelvolle Marinas, überfüllte Ankerbuchten und den sogenannten Massentourismus auf dem Wasser.
    Also : Preise für Yachten mindestens verdreifachen und es ist wieder Ruhe auf dem Wasser- und es werden wieder hübsche Bootchen gebaut
    Die Arbeiterschicht von heute entspricht dem Mittelstand von früher und Yachten waren frúher für Vermógende -heute sind sie für jedermann.
    Also Preise hoch !!!!
    Grüsse - Norbert

  7. #27
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    Zitat Zitat von carsten.sauerberg
    Genau Gruber. Nur dass sie heute auch noch Handläufe und Schlingerleisten unter Deck weglassen, so dass man auf See im Boot auf die Nase fällt und kein Schapp mehr öffnen kann, ohne dass Dir alles entgegen kommt. Nur dass sie die Boote immer breiter und höher machen, womit die Kisten rank werden und im Hafen beim Anlegen treiben, nur dass sie die Decks immer stylischer machen, die Laufdecks schmaler, die glatten Flächen größer, so dass Du bald Spikes brauchst, um an Deck zu laufen. Wer den Yachtartikel genau liest, liest vor allem aus dem Hause Judel/Vrolijk/Konradi viel Kritisches über diese neuen Trends.
    Auch ich will Platz, will Stehhöhe, hab nichts gegen Industrialisierung im bootsbau. Aber ein Segelboot soll immer noch in erster Linie zum Segeln taugen - nur zum Wohnen gibts Wohnwagen, Ferienhäuser oder Hotels. C.
    Ich habe den Artikel nicht gelesen. – Ich hoffe, dass Judel/Vrolijk das selbstkritisch meinten, denn bei den kleinen HANSE machen sie den Trend mit. Die früheren DEHLER Risse aus gleichem Hause, sahen da noch anders aus (z.B. die "alte" DEHLER 34).
    Geändert von fellow (08.01.2008 um 14:09 Uhr)
    Gruß Peter

  8. #28
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    @Wladimir

    Jetzt wird’s leider etwas OT.
    Zitat Zitat von Wladimir
    Schön das Du ein besserer Mensch bist und Dir einen gewissen Luxus leisten kannst...
    Das habe ich nie behauptet, und deshalb kannst du das auch nicht aus meinen Beiträgen herausgelesen haben. Das ist billige Wadenbeißerei.

    Zitat Zitat von Wladimir
    ...Hast Du aber auch schon mal darüber nachgedacht, dass in unserer Republik gesundes Essen auch etwas mit Bildung und dem Geldbeutel zu tun hat? :(
    Danke für den Hinweis aufs Nachdenken. Gilt der nur für mich? – Ja, ich habe nicht nur nachgedacht, sondern ich denke dauernd nach. Deshalb ist mir dein weiterer Hinweis nicht gerade fremd. Geld: Stimmt, gesund ernähren kann teurer sein. Nicht so teuer wird es, wenn man bereit ist, selbst zu kochen und Sachen zuzubereiten, statt fertig zu kaufen. Und wenn die, die ich meine, nicht so viel Qualmen und Saufen und nur die Hälfte essen würden (außerdem ist die von mir kritisierte Ernährungsform nicht gerade preiswert), hätten sie ausreichend Mittel für eine gesundere Ernährung frei – ich weiß, das das ein wenig pauschal betrachtet ist. Bildung: Der Begriff ist mir überstrapaziert, der muss ja nun für alles mögliche herhalten. Ich ersetze das mal durch Lernbereitschaft. Die versetzt jemanden auch ohne Hochschulabschluss in die Lage, eigene Verhaltensweisen zu verbessern.

  9. #29
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    Zitat Zitat von ursus maritimus
    Mir geht's nur darum, ob Mehrrumpfboote im Trend oder in der Nische sind, idealerweise nach Revieren. Schön finde ich die Fahrten-Kats auch nicht.

    Da freue ich mich dann eher an einem schlanken Mono (ohne Küchenzeile ), gerne mit Teakdeck.
    Da würde ich auch gern mal die Vergleichszahlen sehen. Und dazu noch eine Info darüber, wie viel Prozent der Kats an Charterunternehmen verkauft werden, bei denen Geschmack, Design und Stil weniger eine Rolle spielen als allein wirtschaftliche Überlegungen.

  10. #30
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    Die Fragen sind doch:

    Eigner oder Charter?

    Langfahrt oder Kurztrip?

    Reviere

    Alter der Crew.

    Sportlich oder eher gemütlich.

    ------

    Da ich bis dato Charter, sieht mein Traum bisher aus einer leicht zu handhabnden Yacht, Monohull, mit der ich gut in Ost- und Nordse zurecht komme aus. Selbst mit einer kleinen Crew, die nicht stark im Trainig steht.

    Winschen also in guter Position um sie aus dem Cckpit zu bedienen.

    Ich persönlich mag auch eine Pinne, weil die Steuerräder - grade auf 30-Füßern - gern im Weg stehen und den Steuermann einengen. Dann reicht auch eine Pinnenarretierung aus, um kurz mal die Schoten zu bedienen, sofern diese in Reichweite sind. Dich dann ist es vielen Leuten ja nicht "Schiffig" genug.

    Gerade in der Charter sollten eventuell auch Stockbetten als Option (Bug?) auf kleineren Booten möglich sein.

    -------------

    Allgemein:
    Ich vermisse eine gute Naviecke auf immer mehr Booten. Schön das GPS so genau und zuverlässig ist. Toll einen kleinen Plotter auf der Steuersäule zu haben. Aber blöd wenn man die Karten nur mehr auf den Cockpittisch legen kann. --> Punkt Hanse: Wer will schon in einem Stylingwohnzimmer unterschlüpfen, wenn der Tisch im Cockpit bei Lage keine Mug mehr stehen lässt? Wer ein Hausboot will, auch im Charter, soll eine "Kormoran" nehmen.


    ---------------

    Eignerboot:

    Wenn ich schon einen Batzen Geld zusammenspare um mir ein Boot zu kaufen, möchte ich "mein" Boot. Das kann man mit Glück auf dem Gebrauchtmarkt finden. Aber wenn ich einer Werft ---zigtausende in den Rachen werfe, sollte die Werft auch Fragen was ich für ein Boot will. Und zwar nicht nur beim Innenausbau, sondern auch beim "Rest", Rigg, Segel, Motor, Technik,... .
    Bei BMW und Volvo kann man sich auf der Website sein Auto zusammenstellen. Technik, Ausstatung und Farbe - so sollte das bei einem Neuboot auch gehen.

    Eine Yacht ist ein Schiff, kein Wohnwagen. Also sollte die Seefähigkeit und -tüchtigkeit, die Arbeit mit dem Material immer noch im Vordergrund stehen. Wer eine Yacht chartert, macht das Hoffentlich um zu segeln, oder zu fahren. Leider sieht man immer mehr Boots-Hotel-Wohnwagen-Nutzer ------ Schade, sehr Schade.

    -------------------

    Wo wir beim Alter werden. Es sind immer mehr fitte Senioren auf Tour. Das ist schön, wirklich schön. Also können die Hersteller hier mal dran denken den Herrschaften, da kommen wir alle mal hin, das Leben und Arbeiten an Bord zu erleichtern.

    - elektrische Ankerwinden sind schön
    - doch da ist noch mehr an Bord, wo man Kraft durch technik sparen könnte...

    Liebe Grüße, Monica
    Geändert von Geamradh (08.01.2008 um 18:01 Uhr)
    Suche nicht Probleme. Suche Lösungen.

    www.moni-jueptner.de

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