Umfrageergebnis anzeigen: Sollen wir alle NOKIA boykottieren, sowas gehört einfach verhindert!

Teilnehmer
74. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Boykott, keine Händis kaufen und solidarisch sein!

    43 58,11%
  • Kein Boykott, Verständnis für NOKIA, die Gewinne müssen steigen ..

    10 13,51%
  • Die Förderungsgesetze ändern, Nokia dürfte keine EU Förderung bekommen!

    45 60,81%
  • Die Förderungen sond OK, Nokia sollte EU Förderungen bekommen!

    3 4,05%
Multiple-Choice-Umfrage.
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Ergebnis 1 bis 10 von 92

Thema: Nokia !

  1. #1
    Registriert seit
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    2.007

    Standard Nokia !

    Hallo Forum,

    Sorry, das dieses Thema nicht ganz zum Segeln passt, aber mich würde Eure Meinung interessieren, bzw. finde ich sollte man dagegen so viel wie möglich unternehmen.

    Ich habe seit vielen Jahren ein Nokia Handy (zurzeit das 9300er), das mir auch den Internetzugang mit download von Wetterberichten, Mails usw… ermöglicht, bin damit auch sehr zufrieden.

    Aufgrund der letzten Meldungen, dass Nokia den gewinnträchtigen deutschen Standort schließt, nur um Gewinnmaximierung zu betreiben, die Produktion einfach ins Ausland verlegt und dabei die riesigen deutschen Förderungen nicht zurückbezahlen muss und jetzt hauts dem Fass den Boden raus, noch für die Aktion neue EU Förderungen kassiert. Das alles ist laut Politikern rechtens (?????).

    Ich bin der Meinung, da das Produkt NOKIA für den Endverbraucher ist, sollte man das anständig boykottieren, alle Deutschen, Österreicher Schweizer usw….. sollten sich so lange keine Nokia Händis mehr kaufen, bis die einlenken und sich auf ihre Verantwortung besinnen.
    Denn die Nokia Expansion und die Wahnsinnsgewinne waren nur möglich, weil sicher viele Kunden in Deutschland, Österreich usw…. sich diese Handys gekauft haben. Weiters haben doch all diese Kunden und noch viele mehr die Steuern bezahlt, damit die überhaupt die Förderungen bekommen konnten.

    Ich finde man sollte es wie damals bei Shell, als die die Bohrinsel versenkt hätten, einfach solidarisch und geschlossen boykottieren.

    Ich, meine Familie und meine Freunde kaufen sich mit Sicherheit kein neues Nokia mehr, denn so eine Schweinerei mit tausenden von Arbeitsplätzen ist doch unzumutbar. Wenn man hier nichts unternimmt, wird dieses Beispiel sicher noch öfter passieren, und wir werden bald keine Jobs mehr haben.

    Daher bitte die Umfrage anklicken ………

    Weiß jemand was von so einem Boykott, in der Presse hört man diesbezüglich gar nichts?

    LG

    Mantaspeed
    Geändert von mantaspeed (25.01.2008 um 10:30 Uhr)
    PS.: Lieber ein schlechter Segeltag als ein guter Arbeitstag

  2. #2
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    Standard

    Ahoi,
    1. Was wäre gewesen, wenn Nokia schon vor 20 Jahren nicht gekommen wäre?
    2. Hätte dann der Standort 20 Jahre Gewerbesteuereinnahmen gehabt?
    3. Viele Betroffene hätten dann schon vor 20 Jahren zum Arbeitsamt gehen müssen.
    4. Die Leute in Rumänien sehen das etwas anders.
    5. Die armen Staaten der erweiterten EU wollen auch was von dem Kuchen abhaben.
    6. Die Politik hat die Globalisierung gewollt und nu haben wir sie.
    7. Das Kapital geht dahin, wo der Gewinn am größten ist.
    8. Du kaufst Deine Butter auch, wo sie am billigsten ist.
    9. Is Nokia schuld oder die Politik?
    10. Trotzdem is die Sache große Scheixxe.
    MfG
    die 32

  3. #3
    Djangoyoungblood Gast

    Standard Meine Nokia-Aktien ...

    Zitat Zitat von mantaspeed
    Hallo Forum, Sorry, das dieses Thema nicht ganz zum Segeln passt, aber mich würde Eure Meinung interessieren, bzw. finde ich sollte man dagegen so viel wie möglich unternehmen. Mantaspeed
    ... bringen mir gute Dividende, daher finde ich die Maßnahmen des
    Managements in Ordnung. Ich habe mich für den Kapitalismus ent-
    schieden, dessen Strategen wären dumm und würden abgefunden,
    würden sie anders handeln.

  4. #4
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    Standard

    Hy

    Erzählt ihr das auch den neuen Harz 4 Empfängern, mit Harz 4 lebt man, was ich gehört habe "toll", überleg mal Familienvater, Kinder, Alleinverdiener .... Miete sollte bezahlt werden ...

    Das sollte nicht nur ein Problem der Aktionäre sein, oder der Wirtschaftsankurbler, wenn die Schei..e Schule macht, dann wird alles was Beine hat in die neuen EU- Länder flüchten, dann wirst auch du und alle anderen den Luxus von Harz 4 kennen lernen.

    Meine Meinung zu Harz 4 ist: Harz 4 ist von einem "Piraten" entwickelt worden und soll auch so funktionieren ............... Eigentlich für die Betroffenen eine soziale Katastrophe ...

    LG

    Manta
    PS.: Lieber ein schlechter Segeltag als ein guter Arbeitstag

  5. #5
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    Standard Das ist doch kein Einzelfall

    Ich kann die ganze riesige Aufregung nicht nachvollziehen. Sicher ist es schlimm für die betroffenen Mitarbeiter in Bochum, aber das ist doch bei weitem kein Einzelfall.
    Unternehmen müssen ihre Gewinne maximieren, und genau das tut NOKIA mit der Verlagerung der Produktion in ein Billiglohnland. Viele andere machen das auch, kaufen wir deswegen keinen VW / Mercedes / Opel, etc. weil viele Zulieferteile in Osteuropa produzuiert werden? Wer achtet beim Kauf von Kleidung / Nahrung denn wirklich darauf, wo das herkommt oder produziert wird, und zalt freiweillig mehr für ein T-Shirt, das nicht aus Asien kommt?

    Sorry, das ist unsere Wirtschaftswelt heute, und viele Produktionen werden derzeit nach Rumänien, Polen, Ukraine, usw. verlagert, und keiner kümmert sich drum oder boykottiert. Anstelle über die 'bösen Unternehmen' zu schimpfen, sollte man sich lieber auf die Stärken besinnen, die wir in Deutschland haben - und das sind sicher nicht die wettbewerbsfähigen Lohnkosten. Also - Flexibilität ist bei allen gefragt.

    Und außerdem, die Firma, die das Nokia Werk in Rumänien baut ist angeblich ja auch eine Deutsche Firma, und die beschwereren sich sicher nicht!

    Grüße, Frank

  6. #6
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    Standard

    Hy Frasit:

    ZU >> Ich kann die ganze riesige Aufregung nicht nachvollziehen. Sicher ist es schlimm für die betroffenen Mitarbeiter in Bochum, aber das ist doch bei weitem kein Einzelfall. Unternehmen müssen ihre Gewinne maximieren, und genau das tut NOKIA mit der Verlagerung der Produktion in ein Billiglohnland. Viele andere machen das auch, kaufen wir deswegen keinen VW / Mercedes / Opel, etc. weil viele Zulieferteile in Osteuropa produzuiert werden? Wer achtet beim Kauf von Kleidung / Nahrung denn wirklich darauf, wo das herkommt oder produziert wird, und zalt freiweillig mehr für ein T-Shirt, das nicht aus Asien kommt?

    Genau das ist es ja, nur wir Konsumenten müssen hier zusammenhalten und reagieren, wer bezahlt den die Förderungen, damit die im neuen EU Land groß bauen können, sicher nicht die Unternehmen ... sondern jeder einzelne Steuerzahler in den EU Zahler Ländern. Nur ein geschlossener Konsumboykott ist hier wirksm. Ansonst wird jede Akziengesellschaft aus den Hochpreisländern abwandern.



    ZU >> Und außerdem, die Firma, die das Nokia Werk in Rumänien baut ist angeblich ja auch eine Deutsche Firma, und die beschwereren sich sicher nicht!

    Einen Teil der Produktion auszulagern, mit Förderungen lohnintensive Tätigkeiten auslagern ist doch legitim. Aber gesamte Standorte auszuknipsen, die voll gewinnträchtig sind und dazu vorher noch gewaltige Förderungen bekommen haben, das ist der falsche Weg. Hier wird nur kurzfristig in Aktienkurswerten gedacht. Möglichst kurzfristig, irrsinnig viel Kohle verdienen, egal was danach ist und kommt. Privatunternehmen (Gott sei dank gibt es so was noch) machen so einen Schwachsinn nicht, die lagern wenn notwendig Teile aus ... und denken eher langfristig und besinnen sich auf ihre Verantwortung zu den Kunden und den Mitarbeitern.


    LG

    Manta
    Geändert von mantaspeed (25.01.2008 um 10:05 Uhr)
    PS.: Lieber ein schlechter Segeltag als ein guter Arbeitstag

  7. #7
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    Standard

    Zitat Zitat von mantaspeed

    ... wer bezahlt den die Förderungen, damit die im neuen EU Land groß bauen können, sicher nicht die Unternehmen ... sondern jeder einzelne Steuerzahler in den EU Zahler Ländern...

    LG

    Manta
    Das ist das Hauptproblem. Es kann einfach nicht sein, dass EU Länder zwar einen freien Kapital- und Warenverkehr haben, aber keine Harmonisierung des Steuerrechts und der Förderungspolitik.

    Wenn die EU Förderung für ein Industriegebiet ausgibt, dann muss daran die Bedingung geknüpft werden, dass keine Investoren aus anderen EU-Ländern mit Dumping-Steuern weggelockt werden. Will man das tun, dann muss man es eben aus eigener Kraft schaffen. Letzen Endes bezahlen die Bochumer Nokiaangestellten an ihrem eigenen Ausverkauf durch die hohe Steuerlast in D mit. Und auch aufgrund dieser hohen (Einkommenssteuer-)last sind Arbeitsplätze in D so teuer.

    Viel schlimmer als uns wird es hingegen die Rumänen treffen. Die Fabrik wird binnen weniger Jahre weiter nach Osten wandern zu einem Zeitpunkt, wo noch lange nicht genügend im Land "hängen" geblieben ist. Die Industrialisierung wird über diese Länder im Schnellgang hinwegrollen ohne das danach Substanz für eine aus eigener Kraft wachsende Wirtschaft vorhanden wäre.

    Aber wieso soll ich deswegen Nokia boykottieren? Machen doch alle so.

    Alex

  8. #8
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    Zitat Zitat von mantaspeed
    Genau das ist es ja, nur wir Konsumenten müssen hier zusammenhalten und reagieren, wer bezahlt den die Förderungen, damit die im neuen EU Land groß bauen können, sicher nicht die Unternehmen ... sondern jeder einzelne Steuerzahler in den EU Zahler Ländern. Nur ein geschlossener Konsumboykott ist hier wirksm. Ansonst wird jede Akziengesellschaft aus den Hochpreisländern abwandern.

    Einen Teil der Produktion auszulagern, mit Förderungen lohnintensive Tätigkeiten auslagern ist doch legitim. Aber gesamte Standorte auszuknipsen, die voll gewinnträchtig sind und dazu vorher noch gewaltige Förderungen bekommen haben, das ist der falsche Weg. Hier wird nur kurzfristig in Aktienkurswerten gedacht. Möglichst kurzfristig, irrsinnig viel Kohle verdienen, egal was danach ist und kommt. Privatunternehmen (Gott sei dank gibt es so was noch) machen so einen Schwachsinn nicht, die lagern wenn notwendig Teile aus ... und denken eher langfristig und besinnen sich auf ihre Verantwortung zu den Kunden und den Mitarbeitern.

    Manta

    Servus Manta,
    klar, ist schon ein sehr schwieriges Thema. Auch ich finde die Vorgehesweise nicht nur positiv, vor allem das Thema mit den erhaltenen Fördergeldern. Aber da muss man sich auch fragen, ob man nicht vielleicht Gelder gezahlt hat, ohne sich entsprechend abzusichern. Wenn es schriftiche Zusagen von Nokia über Standortgarantien gab, dann müssen und werden die Gelder wieder zurückkommen, wenn man sich auf mündliche Zusagen oder 'weiche' Verträge eingelassen hat, dann liegt die Schuld bei dem, der das Geld gegeben hat, wenn es nun von Nokia ausgenutzt wird.

    Konsumbojkott von Nokia-Handys bringt m.E. Null komma Nix, solche Reaktionen werden bei solchen Entscheidungen vom Mangagement sicher immer eingerechnet. Ich arbeite selbst bei einem Amerikanischen Unternehmen, das auch in den letzten Jahren Teile seiner Produktion von Frankreich und Deutschland nach Osteuropa verlagert hat. Gegen viele temporäre Widerstände, aber nach einigen Monaten krähte kein Hahn mehr danach, und die Gewinne stiegen. Auch wieder nur temporär, und dann wird eben am nächsten Thema optimiert / verlagert.
    Es werden noch weitere Aktiengesellschaften nach Osteuropa abwandern, da bin ich sicher. Bei Globalen Firmen zählt leider nur kurzfristige Gewinnmaximierung.

    Als ein positives Gegenbeispiel kenne ich nur ein Unternehmen aus SW-Deutschland (Name habe ich vergessen), die produzieren noch Textilien/Unterwäsche oder so was in Deutschland und das relativ erfolgreich. Könnte ein Ansatz sein

    In diesem Sinne, Frank

  9. #9
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    Standard

    Hy Frank,

    genau das ist es, Vorort zu vernünftigen bedienungen mit Gewinn zu produzieren.

    Ich bin seit vielen Jahren Unternehmensberater und im Management tätig, ich kann dir bestätigen, die einfachste Gewinnmaximierung ist für einen einfallslosen Manager in Niedriglohnländer abzuwandern. Da schafft sogar der dümmste noch riesen Profit. Aber das Unternhemen am Standort mit viel Fingerspitzengefühl und guten Ideen abzusichern, dazu gehört einfach Hirnschmalz und Verantwortungsbewustsein (nur dann sollten auch Förderungen bezahlt werden), wenn das die Kunden schätzen lernen, oder die sich im Konsumverhalten wehren lernen, dann wird keiner mehr abwandern ohne sich im Land die Verkaufszahlen zu ruinieren, bzw. sich das eventuell überlegen.

    Für alle die dann zusehen, ist das meiner Meinung Vogel Strauss Politik. Und dass ein Boykott funktionieren kann, dass zeigt doch das Shell Beispiel mit der Bohrinsel. oder nicht ?

    LG

    Manta
    PS.: Lieber ein schlechter Segeltag als ein guter Arbeitstag

  10. #10
    avi Gast

    Standard

    man hat sich mit ablaufen der sperrfrist verabschiedet.
    begründet wird dies mit kostenreduzierung.
    angesichts einer gewinnsteigerung von über 60% ist dies ein schlag ins gesicht jedes anständigen bürgers.
    es wird der "gesunde gewinn" schon als misserfolg gewertet, sodass für die aktionäre in der tat über leichen gegangen wird.
    man wandert von einem land zum anderen, solange es förder gelder gibt.
    steuern werden bei solchen konzernen immer mit verlusten gegengerechnet, sodass mit infastrukturmassnahmen und fördermitteln für den staat sowieso nichts überbleibt.
    die zeche für solche unbändige gier zahlt immer der gemeine bürger.

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