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  1. #1
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    Frage Mast vibriert/schwingt vor Anker

    Hallo,
    Ihr "Riggtrimmer".
    Wie ich sehe, haben ja einige von Euch `ne Menge Ahnung davon, ich hingegen nur wenig.

    Immer wieder erlebe ich es, dass ich (meist nachts) bei mäßigem bis kräftigen Wind v o r Anker glaube, mein Mast käme ´runter.Oftmals ist es wirklich nicht nur ein Vibrieren, sondern schon ein Schwingen, durch welches
    das ganze Boot in sich vibriert.

    Wie ich dieses Phänomen immer in den Griff bekam, sage ich später mal.

    Erst allerdings möchte ich von Euch wissen, ob dies mit der Spannung der Wanten/Stage zu tun haben könnte?
    Könnte man es dadurch beeinflussen?
    Kennt Ihr diese Erscheinung überhaupt?
    Gruß MELAN
    -der lieber "nur" mit halbem Wind als ohne segelt

  2. #2
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    Standard

    Wanten nicht fest genug oder Vorstag/Achterstag oder beides.

    Wenn Du daran ziehst, dürfen die nicht nachgeben.

    Mit Vollzeug bei 5 Bft evtl leicht lose werden, ohne zu schlackern.

  3. #3
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    Standard ich kenn musiker...

    wir können ja mal " nen " stück zusammen komponieren
    hab früher bass gespielt...
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  4. #4
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Nelson
    Wanten nicht fest genug ........
    Wenn Du daran ziehst, dürfen die nicht nachgeben.

    Einfach köstlich!!!!!




    Vibrierende, oft heulende und manchmal auch aufschaukelnde Masten werden durch Spoiler ruhig gestellt.
    Als Notlösung kann man dafür einige Fender am Großfall hochziehen und positioniert sie möglichst nahe am Mast.
    Eine Dauerlösung sind V-förmige Spoiler aus Kunststoff mit Mastrutschern am spitzen Ende die man ebenso setzt.
    Dem Vibrieren, od. gar Aufschaukeln, des Mastprofils kommt man mit einer anderen Spannung der Stagen nicht bei, weil das Problem aerodynamischer Natur ist.

    pogo
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (15.02.2008 um 22:02 Uhr)

  5. #5
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    6.943

    Standard

    Melan, Du hast doch in einem anderen Beitrag davon geredet, dass Du Deine Unterwanten hinten lose fährst. Warum? Zieh sie an, dann schwingt der Mast nicht mehr im Mittelteil nach vorne, denn Deine HR hat ja wohl keine gefeilten Salinge, die das sonst verhindern könnten. Dazu Achterstag so anziehen, dass das mit Rollanlage versehene Vorstage nicht zu sehr schlackern kann. Hilfreich auch: Vorsegel runter, die Wurst da vorn hat Windangriffsfläche. Manche HR Segler hissen auch einen Fender am Großfall halb hoch, was das Mastvibrieren verhindern soll. Warum das geht, weiß ich nicht, aber die schwören drauf. Carsten

  6. #6
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    2.593

    Standard

    Zitat Zitat von MELAN
    Hallo,
    Ihr "Riggtrimmer".
    Wie ich sehe, haben ja einige von Euch `ne Menge Ahnung davon, ich hingegen nur wenig.

    Immer wieder erlebe ich es, dass ich (meist nachts) bei mäßigem bis kräftigen Wind v o r Anker glaube, mein Mast käme ´runter.Oftmals ist es wirklich nicht nur ein Vibrieren, sondern schon ein Schwingen, durch welches
    das ganze Boot in sich vibriert.

    Wie ich dieses Phänomen immer in den Griff bekam, sage ich später mal.

    Erst allerdings möchte ich von Euch wissen, ob dies mit der Spannung der Wanten/Stage zu tun haben könnte?
    Könnte man es dadurch beeinflussen?
    Kennt Ihr diese Erscheinung überhaupt?
    Hallo Melan,

    Also:
    An der Spannung der Wanten liegt es schon mal nicht!
    Auch nicht an der Spannung des Achterstags.

    Es liegt ganz einfach an deinem Mastprofil! Dieses Profil wird vom Wind angeströmt und will wie ein Segel nach vorne. Das tut der auch, wird aber sofort durch die U-Wanten wieder zurückgeholt, - er schaukelt sich auf.

    Bevor ich dir aber meinen "Geheimtipp" für solche Fälle hier im Forum verraten, probierst du erstmal folgendes:

    Nimm zwei (oder auch drei) Fender und zieh sie, hintereinander geknotet, bis über die Saling.

    Es ist sofort Ruhe im Schiff!
    besser eine heiße Yacht als eine kalte Wohnung!

  7. #7
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    Standard

    [QUOTE=Sailing-Skipper

    ...
    Nimm zwei (oder auch drei) Fender und zieh sie, hintereinander geknotet, bis über die Saling.

    Es ist sofort Ruhe im Schiff![/QUOTE]

    Kann mir jemand bitte erklären, was das denn genau physikalisch bewirkt? Wird der Mast durch das zusätzliche Gewicht der Fender stabilisiert (kann ich mir nicht vorstellen) oder ändert sich die Windangriffsfläche ?Wird der Wind um den Mast 'umgeleitet' ? - - irgendwas mit Resonanzfrequenzen??? - ich oute mich mal -hab vor einigen Jahren mal Physik studiert, würde diesen Lösungsansatz nun auch gerne verstehen - danke schonmal

    Grüße, Frank
    Geändert von FRASIT (15.02.2008 um 22:44 Uhr)

  8. #8
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    Standard

    Ganz anderer Ansatz für die Suche ist, wenn man die Schot zu dicht holt, damit der Großbaum nicht hin und her schwingt. Dadurch kommt eine derartige Spannung auf die Dirk, dass sie vibriert wie eine Saite einer Geige. Überträgt sich auch auf den Mast. Dann hilft abdirken und seitliches Beibändseln des Großbaums, alternativ befestigen des Großbaums am Achterstag.
    Geändert von Contrast33 (15.02.2008 um 22:51 Uhr)
    ___/)_/)____/)___

    Contrast 33 - Dirk

  9. #9
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    430

    Standard

    Zitat Zitat von ursus maritimus
    Ganz anderer Ansatz für die Suche ist, wenn man die Schot zu dicht holt, damit der Großbaum nicht hin und her schwingt. Dadurch kommt eine derartige Spannung auf die Dirk, dass sie vibriert wie eine Saite einer Geige. Überträgt sich auch auf den Mast. Dann hilft abdirken und seitliches Beibändseln des Großbaums, alternativ befestigen des Großbaums am Achterstag.

    Genau so ist es...... bei mir auch.


    Viele Grüße

    Klaus

  10. #10
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Zitat Zitat von FRASIT
    Kann mir jemand bitte erklären, was das denn genau physikalisch bewirkt? Wird der Mast durch das zusätzliche Gewicht der Fender stabilisiert (kann ich mir nicht vorstellen) oder ändert sich die Windangriffsfläche ?Wird der Wind um den Mast 'umgeleitet' ? - -

    So ungefähr.
    Auffällig ist das die Vibrationen meistens bei leichten, konstanten und deswegen nicht oszillierenden Winden auftreten.
    Simpelst erklärt umströmt der Wind die eine Profilseite glatt, bis duch wenige Grad Änderung u. /od. Geschwktsänderung die glatte Windkurve am Mastprofil stolpert. Als Folge liegt die Strömung auf der anderen Seite glatt, der Wechsel des Auftriebs erzeugt dann die Vibrationen.
    Stört man die anliegende Strömung beidseitig durch Spoiler, ist das Problem gegessen.
    Seltener gibt es Starkwind der nicht oszilliert, d. h. die Richtung minimalst ändert , UND in der Geschwkt. konstant bleibt. Solch Wind lässt u. U. auch sonst unempfindl. Masten vibrieren u. heulen .*

    Differenzieren muss man hierbei zwischen tropfenförmigem Mastprofil u. D-Shape (Bulletprofile) und Oszillation d. Windes. Besonders bei ersterem, insbes. bei Flügelmasten, können die millionenfachen Lastwechsel zur Ermüdung des Materials führen.
    Mehrrumpfboote mit Flügelmasten lösten deswegen das Problem als erstes m. d. oben v. mir genannten Spoilern.
    In den `70ern waren auf Monos tropfenförmige Mastprofile vorherrschend. Ab 25Kn nicht oszillierendem Wind sind es die Heuler allerhöchsten Grades, da helfen auch keine Fender.
    Heute haben die Schiffe meist Bulletprofile Masten, sie sind diesbezüglich weniger empfindlich. Zum einen generiert dieses Profil unter Segeln eine günstigere Ablöseblase (einseitiges stolpern. d. Windes), gleichzeitig verhindert der achtere, breite Teil des Profils ein Aufschaukeln in Querrichtung unter nacktem Mast.
    Da der Auftriebsvektor einer abgestolperten Strömung jedoch nicht 90° zum Profil steht, kann es unter einigen der oben beschriebenen Verhältnissen zu Vibrationen in Längsrichtung kommen.

    Um (sidekicking) nochmals auf die ,von Nelson angesprochene, Wanten/Stagenspannung zu kommen. Sie ist so wichtig wir die Querschnittserhöhung der Profile eines Strommastes hinsichtlich des Schaukelns und Heulens der Stromkabel.
    Den Umstand ,das die dichtgesetzte Großschot f. d. Vibrationen des Mastes verantwortlich ist kenne ich. Nach Lösen der Dirk aus dem Niedergang fiel mir der Baum auf den Kopf.....

    Ich hoffe jetzt alles dargelegt zu haben.

    * Hier sei auf die falsche Ansicht hingewiesen, die Windstärke nach dem Heulen der Riggs zu beurteilen. Das Heulen resultiert in erster Linie aus der Oszillation des Windes, erst in zweiter Linie aus dessen Geschwkt.. Das ist auch ein psychologischer Aspekt . ; )

    pogo
    Geändert von Ausgeschiedener Nutzer (16.02.2008 um 02:14 Uhr)

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