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  1. #1
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    Standard Osmose im Wasserballasttank einer Dehlya 22

    Hallo zusammen,
    ich habe hier mal eine Frage an die Techniker:
    Ein Vereinskamerad von mir besitzt eine Dehlya 22, die Osmose ausgehend von der Innenseite des Wasserballasttanks hat.
    Wie kann man das sanieren ?
    Welche Mittel und Wege gibt es ?

    Gruss
    Uli

  2. #2
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    Standard Osmose im Wasserballasttank

    ... soweit ich weiß, stand eine Dehlya 22 bei Theo Kordt Yachtservice - Arnsberg -mit dem gleichen Problem. Dort wurde mit Blei aufgefüllt. Mittlerweile ist das Schiff wohl verkauft, auf der Internetseite steht es nicht mehr. Da Herr Kordt diese Reparatur selbst ausgeführt hat, würde ich mich dort erkundigen:
    www.yachtservice-theokordt.de
    Gruß Christian

  3. #3
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    Standard osmose im ballastwasserlank einer dehlia 22

    Zitat Zitat von UlrichZwingmann
    Hallo zusammen,
    ich habe hier mal eine Frage an die Techniker:
    Ein Vereinskamerad von mir besitzt eine Dehlya 22, die Osmose ausgehend von der Innenseite des Wasserballasttanks hat.
    Wie kann man das sanieren ?
    Welche Mittel und Wege gibt es ?

    Gruss
    Uli
    hallo uli,
    die sache kommt mir doch sehr bekannt vor. dieses problem hatte ich auch bei meiner dehlya 22. alle von mir konsultierten fachleuten hatten mehr oder weniger mitleidige blicke und ein paar mitfühlende (warme) worte für mich übrig, aber einen konkreten, konstruktiven, logisch nachvollziehbaren und bezahlbaren lösungsvorschlag hatte keiner. das problem ist doch, dass der ballastwassertank auch gleichzeitig rumpffläche ist. man kommt an die sache nicht heran ohne den tank oder die rumpffläche zu zerstören.
    ich habe mir die lösung eines segelkollegen, auch ein ehemaliger dehlya 22–besitzer, zu eigen gemacht. ich habe die ballastwasseranlage demontiert, die rumpföffnung des einlassventils zulaminiert. dann den mitteltank so aufgesägt, das er mit einem grossen inspektionsluk geschlossen werden konnte. dann habe ich das unterwasserschiff abgeschliffen und mit etlichen schutzschichten versehen. nun habe ich mir reichlich schrotbleibesorgt und in kleine 1 kg-beutel abgefüllt. (bei mir waren es damenstümfe). dann habe ich den mitteltank mit den schrotbleisäcken gefüllt. die säcke ware dehnbar und von daher pasten sie sich mit dem schrotinhalt an die tank- bzw. rumpfform an. so geht mehr rein als bei barrenblei. nach der ersten probefahrt hatte ich den eindruck, dass die trimmung des schiffes besser war. das schiff war einfach schneller. bei den feierabendregatten segelte ich nun doch erheblich weiter vorne mit.
    zusätzlich hatte ich in den kajütsitzbänken je eine kiste fest montiert. wenn ich mit meinen beiden trimmern an der regatta teilnahm, habe sie den bleiballast in die luvkiste umgestaut. ergebnis: wo wir waren, war vorne. in der klasse der vergleichbaren 22 fuss-schiffen waren wir nun nur noch recht schwer zu schlagen.
    das ent- bzw. belüftungsventil habe umfunktioniert und für die tankentlüftung, benzintank meines ab-motors, genutzt. dadurch hatte ich auch erheblich weniger benzinmuff im schiff. beim landtransport mit dem trailer, habe ich das blei entnommen und mit im zugwagen transportiert, so ergab es auch kein überladungsproblem.
    wie man mir mehrfach, allerdings hinter vorgehaltenen hand, sagte, sei dieser mangel ist bei den dehler-schiffen mit wasserballstanlage (dehlya 22/25) weit verbreitet. die ursache dieses mangels, soll die schlechte verarbeitung der ehemaligen dehler-werft sein. das gute ist, viele dieser bootsbesitzer wissen nicht von ihrem glück oder habe noch nie davon gehört.
    also gruss an deinen vereinskameraden. er wird nicht der letzte sein, der eine solch unliebsame entdeckung macht. aber da kann man was von machen.
    alternativ, einmal anfragen bei der marina großenbrode. die habe ja die ersatzteilversogung für die schiffstypen der ehemaligen dehler-werft übernommen. vielleicht könne die ja weiterhelfen und einen spezialisierten fachbetrieb benennen. aber vorsicht und nur im sitzen mit denen telefonieren, deren preise habe mich immer umgehauen.
    gruss aus dem hohen norden
    erpel-ernst
    Geändert von erpel-ernst (02.04.2008 um 20:45 Uhr)

  4. #4
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    Standard

    warum sollte ein Boot mit Blei im Wassertank schneller segeln als mit Wasser? Vielleicht würde es stabiler segeln und dadurch dass man nicht so schnell fieren muss evtl. auch GERINGFÜGIG schneller, aber ansonsten wüsst' ich da keine Erklärung für. Aber selbst das ist doch recht unwahrscheinlich. Fieren muss man ja nur bei viel Wind. Und bei viel Wind refft man auch. Und gerefft segelt man nicht unbedingt langsamer als ohne Reff.

  5. #5
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    Standard Blei im Wassertank

    Zitat Zitat von patrick71
    warum sollte ein Boot mit Blei im Wassertank schneller segeln als mit Wasser? Vielleicht würde es stabiler segeln und dadurch dass man nicht so schnell fieren muss evtl. auch GERINGFÜGIG schneller, aber ansonsten wüsst' ich da keine Erklärung für. Aber selbst das ist doch recht unwahrscheinlich. Fieren muss man ja nur bei viel Wind. Und bei viel Wind refft man auch. Und gerefft segelt man nicht unbedingt langsamer als ohne Reff.
    Etwas Physik !!

    Bei gleichem Gewicht im Wassertank (Blei anstelle von Wasser)wird durch das wesentlich geringere Volumen des Blei`s der Schwerpunkt ganz nach unten verlagert.
    Folge ist ein aufrechteres Segeln des Schiffes.
    Je aufrechter ein Schiff am Wind im Wasser liegt umso schneller segelt es.
    Und beim Umstauen des Blei`s in die Kiste auf der Luvseite wird gleiches bewirkt.

    War`s das ??

    Konni

  6. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von Medusa II
    Etwas Physik !!

    Bei gleichem Gewicht im Wassertank (Blei anstelle von Wasser)wird durch das wesentlich geringere Volumen des Blei`s der Schwerpunkt ganz nach unten verlagert.
    Folge ist ein aufrechteres Segeln des Schiffes.
    Je aufrechter ein Schiff am Wind im Wasser liegt umso schneller segelt es.
    Und beim Umstauen des Blei`s in die Kiste auf der Luvseite wird gleiches bewirkt.

    War`s das ??

    Konni
    aber bei mehr Gewicht ist die Verdrängung auch größer. Bei weniger Wind dürfte das Boot also langsamer sein.

  7. #7
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    @Patrick71: Medusa II gibt nicht mehr gewicht in Blei rein als er das selbe in Wasser machen würde. Und wie Medusa II sagte, durch das wesentlich geringere Volumen des Bleiballastes sinkt der Schwerpunkt weiter nach unten.
    So gesehen könnte er sogar weniger Gewicht in Blei reingeben, als er das in Wasser machen würde. Der Schwerpunkt würde trotzdem tiefer liegen, deshalb ist ein aufrechteres Segeln möglich. Und aufrechteres Segeln bedeutet schnelleres Segeln.
    Unterschätze nie einen Skipper, der refft- Er könnte geradewegs in einen Sturm segeln

  8. #8
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    Zitat Zitat von kia-freak
    @Patrick71: Medusa II gibt nicht mehr gewicht in Blei rein als er das selbe in Wasser machen würde. Und wie Medusa II sagte, durch das wesentlich geringere Volumen des Bleiballastes sinkt der Schwerpunkt weiter nach unten.
    So gesehen könnte er sogar weniger Gewicht in Blei reingeben, als er das in Wasser machen würde. Der Schwerpunkt würde trotzdem tiefer liegen, deshalb ist ein aufrechteres Segeln möglich. Und aufrechteres Segeln bedeutet schnelleres Segeln.
    ok, das leuchtet ein. Aber dennoch dürfte das Boot dann bei leichten Winden nicht schneller sein, wenn es nicht großartig krängt.

  9. #9
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    Was ich nicht verstehe:
    Wasserballast (Wasser in Wasser) unterhalb der Wasserlinie wiegt doch nichts... Der Ballast wird doch erst wirksam über der Wasserlinie - oder hab ich da einen Gedankenfehler?

    Ein Bleiballast macht sich in jedem Fall bemerkbar....

    LG
    Michael

  10. #10
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    Zitat Zitat von Piratensmart
    Was ich nicht verstehe:
    Wasserballast (Wasser in Wasser) unterhalb der Wasserlinie wiegt doch nichts... Der Ballast wird doch erst wirksam über der Wasserlinie - oder hab ich da einen Gedankenfehler?
    so isses!

    > Ein Bleiballast macht sich in jedem Fall bemerkbar....

    bzgl. Krängung auf jeden Fall. Aber die Dehlya hat doch sicherlich auch noch "echten" Ballast und nicht nur den Wasserballast.

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