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  1. #1
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    Standard Motorproblem OM 636 Mercedes

    Hallo Yachtfreunde,

    Ich habe mir letztes Jahr ein altes Segelschiff mit einem Mercedes Om 636 (BJ: 1968)gekauft. Der Motor läuft bei 1500 Umdrehungen wie eine Nähmaschine und lief auch mal 20 Stunden am Stück durch. Wenn ich aber mehr Umdrehungen fahre(vollgas) dann fängt er an zu qualmen (weißer/schwarzer qualm). Den Auspuff habe ich schon neu gekauft weil die Schläuche des alten schon innen aufgeqollen waren, so das nicht mehr viel Abgase durchpassten. Nun habe ich einen Mechaniker an den Motor gelassen der einen Kompressionstest gemacht hat wobei auf dem: 1 Zylinder 24; 2 Zylinder 20; 3 Zylinder 29; 4 Zylinder 28; bei rauskam. Der hat danach die Ventile eingestellt und alle Zylinder hatten daraufhin 2 bar mehr. Nun sagt der Mechaniker der Motor muss unbedingt raus und Generalüberholt werden. Neue Einspritzdüsen bekommt der Motor noch aber leider kann ich mir die Generalüberholung im moment nicht leisten, so dass mir nur bleibt den Motor die diese Saison durchzufahren. Ein anderer Mechaniker hat gesat der muss garnicht Generalüberholt werden und das es nicht schlimm ist mit den Kompressionen. Was haltet ihr das von? Was soll ich tun?

    Zweites Problem ist, dass das Getriebe, wenn ich von dem Rückwärtsgang in den Vorwärsgang schlate manschmal im Leerlauf stecken bleibt. Das kann in mancher Situation sehr schlecht sein (Haven bein anlegen). Was könnte das für ein problem sein?

    Dritte Sache ist das mir jemand gesagt hat das es normalerweise so ist, das beim Motor das Kühlwasser durch den Auspuff rausdrückt und nicht über ein seperaten Ablauf. Bei mir ist es so , dass es nicht durch den Auspuff läuft. Wenn dann nur ganz wenig das weiß ich leider nicht genau.

    für eure Antworten bin ich sehr dankbar!!!!!!!!!

  2. #2
    Ausgeschiedener User Gast

    Standard

    Kontrolliere doch mal den Wassereinspritzpunkt vom Auspuff.Das ist der Krümmer der dam Ende des Auspuffsammelrohres ist. Prüfe ob dort alles frei ist(innen natürlich).
    Was heisst denn bei Dir Vollgas? Wieviel darf dein Motor denn als Max Drehzahl laufen? Hast Du eine Bedienanlaitung?, dort stehen diese Drehzahlen drin.Wasser kommt aus dem Auspuff , oder wo bleibt das?
    Grüsse - Norbert

  3. #3
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    Standard schöne D db wertarbeit...mit Segeln drann...

    der frühling lacht
    und bei einem vier zylinder reihenmotor aber es is halt sooo,
    datt der "größte verschleiß" am innenliegendem 2ten zyl./z.f.(1;3;4;2) konstruktionsbedingt/"gewollt?" auftritt...

    schöne D db wertarbeit...mit Segeln drann

    .... ,solange datt nich zu viel wird...
    und du deinen motor nicht Quälst !
    Ps.
    die "ohren" sind ein perfektes überwachungssystem
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  4. #4
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    Standard

    Moin,
    wenn Du willst, kann ich Dir eine kopierte Instandsetzungsanweisung für den OM636 senden, da stehen alle Daten drin usw. Habe auch Drehmomentkurven.

    Wenn nach Ventilspieleinstellung 2bar mehr Kompression vorhanden ist, so waren die Ventile entweder zu stramm und dichteten nicht mehr richtig, oder so lose, daß die Füllung zu kurz kam. Wahrscheinlich aber ersteres, und das kann bedeuten, daß die (Auslass-)Ventile zu heiß wurden - hoffentlich kein Schaden!

    Zum Qualmen/Leistung:

    Der OM636 hat verschiedene REPs, je nachdem, wo er ursprünglich verbaut war. (Marine-Motoren gab es Imho nicht, nur Umbauten)
    Meistens hat er eine Saugrohrdrossel, bei der dann eine Unterdruckleitung zur REP führt und dort die Einspritzmenge regelt. Der Vorteil dieser verwegenen Regelung liegt in dem absolut stabilen Motorlauf in allen Drehzahlbereichen, ein echter Allbereichsregler. Hast Du so einen? oder geht der Gaszug an die REP?

    SCHWARZ-qualmen kann verschiedene Ursachen haben: zu hohe Einspritzmenge, defekte Einspritzventile, oder die Leistung reicht nicht mehr für den Prop und der Motor wird "abgewürgt".
    Kommt er noch auf etwa 3500 U/min?

    WEISS-qualmen deutet auf Wasserdampf hin. Hat der Motor Einkreis- oder Zweikreiskühlung? Ein häufiger Fehler ist eine defekte Seewasserpumpe, mit zu geringer Fördermenge -weil der Gummi-Impeller zerfleddert ist- das wenige Wasser verdampft buchstäblich.

    Fotos würden helfen.

    Wo liegt Dein Pott?

  5. #5
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    115

    Standard ein paar Tests

    Hallo EdMan,

    eine Fern-Diagnose kann natürlich immer nur aus der Hose erfolgen.

    Ich kenn die alten Mercedes-Saugdiesel aus der Zeit, als ich noch selber an alten Mercedes-Autos rumgebastelt habe. Vielleicht können dir Leute in einem Autoschrauber-Forum da auch weiter helfen.

    Wie Waldsegeler schon sagte, deutet der weiße Qualm auf mangelnden Kühlmittelfluss hin. Das Wasser verdampft und kommt nicht aus dem Auspuff, wie das eigentlich sein soll. Das würde ich auf alle Fälle kontrollieren, da sonst Folgeschäden entstehen.

    Aber es gibt für den Diesel ein paar ganz einfache Tests:

    Schwarzer Qualm kann vom Diesel kommen, wie Waldsegler schon schrieb. Wenn der Kraftstoff nicht sauber zerstäubt wird, entsteht gerade bei hohen Drehzahlen schwarzer Qualm. Das passiert z.B. bei einer hängenden oder schwutzigen Einspritzdüsennadel. Wenn man mit sowas zu lange rumfährt, kann das dazu führen, dass die Oberfläche des Kolbenbodens verbrennt. Ich hab schon Kolben gesehen, die hatten ein Loch in der Größe eines Fingernagels und waren 2 mm tief eingebrannt. Das kann dann wiederum dazu führen, dass ein oder mehrere Zylinder schlechtere Kompression haben. In dem Fall, könnte man wirklich über eine Überholung nachdenken. Das sollte sich aber bessern, wenn du die Einspritzdüsen ersetzt.
    Man kann eine defekt einspritzdüse fühlen: Dazu greift man einfach bei Standgas auf die Einspritzleitungen. Bei jedem Einstritzvorgang zucken die Leitungen. Hängt eine Düse, ist das Zucken auf der Einspritzleitung schwächer: Bei deinem Motor dann vermutlich an Zylinder zwei.

    Ein anderer Grund für schlechte Kompression kann eine defekte Zylinderkopfdichtung sein. Die wiederum könnte wegen des schlechten Kühlmittelflusses überhitzt sein (Folgefehler). Eine defekte Kopfdichtung kann man an einem oder mehreren der folgenden Symtome erkennen:
    - Unter dem Zylinderkopf tritt Luft und und damit auch Öl in ganz geringen Mengen aus. Der Motor sieht in dem Fall irgendwo unter den Ein- oder Auslasstutzen nass aus.
    - Es ist Wasser im Öl. Das sieht man am Peilstab. Wenn dort oben ein hellbrauner Schaum (etwa die Farbe von Milchkaffee) zu sehen ist, ist das ein klares Indiz.
    - Öl im Wasser: Das schwimmt (bei Zweikreiskühlung) als schwarzer Schmier obenauf.
    Wenn Wasser in den Brennraum kommt, kann das auch zu weißem Qualm führen. Dann ist es aber meist so, dass der Motor auch nicht mehr richtig läuft. Falls Du Zweikreiskühlun hast: Musst Du häufig Wasser nachfüllen?

    Ein weiterer Grund warum bei hohen Drehzahlen schwarzer Qualm entsteht, ist der, dass Öl in den Brennraum gelangt. Das kann bei undichten Ventilschaftdichtungen passieren. Dann kommt aber auch Überdruck unter den Ventildeckel. Das kann man auch sehr leicht testen:
    Bei Standgas öffnet man vorsichtig (Putzlappen bereit halten) den Öl-Einfülldeckel oben im Ventildeckel und legt ihn auf die Öffnung. Bleibt er dort liegen oder fällt nur runter, weil der Motor sich schüttelt, sind die Schaftdichtungen OK. Fliegt er durch Überdruck in die Höhe, dann müssen die Schaftdichtungen neu. Dafür braucht man aber einen Spezialwerkzeug, um die alten Dichtungen heraus zu holen.
    Musst Du häufiger Öl nachfüllen? Dann könnte das ein Grund sein.

    Aber das sind wie gesagt alles nur Spekulationen. Mehr kann man aus der Ferne nicht tun.
    Wegen der Kompression habe ich nochmal in einem Motorhandbuch für den OM 615 Motor nachgschaut: Normaldruck sollte bei 23-25 bar liegen, mindestens aber 18 bar sein. Der Untesrschied sollte nicht größer als 3 bar zwischen den Zylindern sein. Das erste Kriterium erfüllt dein Motor ... das zweite nicht.

    Hoffe, das hilft dir ein bisschen weiter.

    Gruß
    Ralf

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