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  1. #1
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    Standard Antenne / Kabel Dehlert 1995

    Guten Tag,

    ich habe eine Dehler Baujahr 1995 erworben., Nach Einbau eines neuen Funkgerätes komme ich nicht "raus", das heißt meine SEndereichweite ist extrem begrenzt. Auch der Empfang ist schlecht.

    Ich habe vor die Antenne auszutauschen. Diese hat einen Schraubanschluss für 5 mm dickes RG58 Kabel.
    Im Mast ist ein 10 / 11 mm dickes steifes schwarzes Antennenkabel, dessen Impedanz ich aber nicht kenne.

    Wer weiß, welchen Kabeltyp Dehler damals verbaut hat?
    Wie bekomme ich die Verbindung zur Antenne oben in Mast hin?
    Kann ich unterschiedliche Antennekabel verbinden?
    Wie prüfe ich die Funktion des Kabels? Ohmig durchmessen mit / ohne Verbindung Seele Abschirmung?
    Wer kennt ein brauchbares Stehwellenmessgerät für UKW-Schiffsfunk?

    Für Tipps bin ich dankbar,

    Peter SY Yoho

  2. #2
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    Hallo Peter,

    alle 50 Ohm Coax-Kabel sind geeignet. Allerdings nicht gleich gut.
    Z.B. ist RG58 aufgrund seiner relativ ungünstigen Dämpfungswerte nicht der große Knüller, obwohl auf Booten weit verbreitet.
    Aircell-7 oder Ecoflex-10 sind besser, allerdings auch teurer. Insbesondere sind die Stecker teurer als bei RG58.
    Tipp: Versuche die Decksdurchführung ohne eine Trennstelle hinzubekommen. Das spart Geld, vermeidet Übergangswiderstände und eine potenzielle Fehlerquelle.

    VHF-Marine-Antennen sind meist sogenannte J-Antennen, d.h. sie haben gleichstrommäßig einen Kurzschluss, weshalb es keinen Sinn macht, das Kabel mit der angeschlossenen Antenne mit einem Ohmmeter zu überprüfen.

    Der Gleichstromwiderstand von RG58 liegt zwischen 40 und 50 Ohm/km, der der Abschirmung bei ca. 130 Ohm/km.

    Geeignete VSWR-Messgeräte findest Du u.a. im Amateurfunkbereich, z.B. bei WIMO. Wenn Du einen Funkamateur kennst, kann der Dir höchstwahrscheinlich behilflich sein.
    Die italienischen AE-Geräte arbeiten teilweise zwischen 1.5 und 200 Mhz, decken also die Kurzwelle und das UKW-Band voll ab. Kreuzzeiger-Geräte haben einen relativ engen Messbereich.

    Viel Erfolg

    YAMAY

  3. #3
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    Das Kabel ist richtig für den Seefunk Sendeleistung 25 Wat

  4. #4
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    Standard Kreuzzeiger-Geräte haben einen relativ engen Messbereich

    Kreuzzeiger-Geräte haben einen relativ engen Messbereich

    Beim DAIWA CN-620A 1,8 -150MHz. (wahrscheinlich das weiverbreiteste Kreuzzeiger Instrument)

    Nennst Du das einen engen Bereich....

    Es funktioniert auch noch einwandfrei bei 170 Mhz...

    Bei der geringen Kabel Längen auf Booten kann ruhig RG58 verwendet werden. Bei den geringen Reichweiten zur Küstenstationen (Sicht) reicht RG58 aus. Wir sind hier nicht im Amateurfunk wo Funkverbindungen z.B. über Meteorscatter durchgeführt werden und man um jedes dB geringere Dämpfung kämpft.

    Alle fertig konfektionierten Antennen werden mit RG58 ausgeliefert. Die Firmen wissen schon was sie machen.....

    Du kannst die Streckendämfung ja mal rechnen (falls Du es kannst. Grundlagen Nachrichtentechnik) für eine Strecke von 40 km bei einer Sendeleistung von 20 Watt und wirst sehen, dass da noch genug ankommt bei einer Empfängerempfindlichkeit von 0,2 Mikrovolt und einem S/N von 20 dB....
    Geändert von ocean_sailor (28.05.2008 um 10:14 Uhr)

  5. #5
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    Standard Antenne/Kabel Dehler

    Hallo,
    soviele Fragen dessen Beantwortung Dich doch nicht weiter bringen. Löte (vorher gut üben) neue Stecker an. Einem am Kartentisch und einen innen am Mast mit Kupplung und es ist gut. Die Antenne hat keinen Stecker sie ist direkt mit dem Kabel verlötet . Dehler hat die Abschirmung (war gut gemeint) „kalt“ an die verchromten Stecker gelötet, diese Lötstellen machen im Laufe der Zeit die von dir beschriebenen Probleme.
    M.f.G
    Dieter

  6. #6
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    Bedril
    Du hast sicherlich Recht mit den schlecht verlöteten Steckern.

    Ich wollte nur diesem Blödsinn widersprechen das RG58 ungeeignet ist und der anderen Bemerkung über die Kreuzzeigerinstrumente......

    Das Kabel im Mast ist wahrscheinlich RG213. In der Vergangenheit war es von der Post vorgeschrieben und ist mechanisch stabiler als RG58... was eigentlich auf dem Boot wichtiger ist als die HF Eigenschaften...gegenüber RG58.

    Es ist Schade, dass die Seefunkanlagen nicht mehr behördlich abgenommen werden. Vor ein paar Jahren beim Collin Archer Memorial Race funktionierten die meisten Seefunkanlagen nicht...Es war schweres Wetter und Notsituationen...Heute wird von den Teilnehmern vom Veranstalter ein Abnahme Protokoll einer Fachfirma verlangt.

  7. #7
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    Standard

    Zitat Zitat von ocean_sailor
    Bedril
    Du hast sicherlich Recht mit den schlecht verlöteten Steckern.

    Ich wollte nur diesem Blödsinn widersprechen das RG58 ungeeignet ist und der anderen Bemerkung über die Kreuzzeigerinstrumente......

    Das Kabel im Mast ist wahrscheinlich RG213. In der Vergangenheit war es von der Post vorgeschrieben und ist mechanisch stabiler als RG58... was eigentlich auf dem Boot wichtiger ist als die HF Eigenschaften...gegenüber RG58.

    Es ist Schade, dass die Seefunkanlagen nicht mehr behördlich abgenommen werden. Vor ein paar Jahren beim Collin Archer Memorial Race funktionierten die meisten Seefunkanlagen nicht...Es war schweres Wetter und Notsituationen...Heute wird von den Teilnehmern vom Veranstalter ein Abnahme Protokoll einer Fachfirma verlangt.

    Dir würde etwas mehr Benimm nicht schaden. Du bist hier nicht in der Kneipe.

    Ich habe u.a. das von Dir genannte Daiwa Kreuzzeiger-Messgerät selbst in Betrieb, besitze allerdings auch andere VSWR-Meter mit bedeutend größerem Messbereich, wie z.B. das von mir genannte AE SWR 101 B, das bis 200 Mhz funktioniert. Du siehst, alles ist relativ und Blödsinn ist gar nichts.

    Wenn Daiwa einen Messbereich bis 150 Mhz angibt, dann haben sich die Leute sicher etwas dabei gedacht. Wenn Du bis 170 Mhz misst, dann ist das Deine Sache.

    RG213 ist eigentlich ein gutes Kabel, aber auf Segelbooten nur bedingt geeignet, da es sich kaum um enge Radien biegen lässt und zudem relativ schwer ist, wodurch es sich für die Anbringung im Mast frei hängend nicht ausgesprochen empfiehlt. Stand der Technik ist heute z.B. Ecoflex 10 oder auch Aircell 7.

    Die Erklärung für die Verwendung von RG 58 durch die Antennenhersteller ist ausschließlich darin zu sehen, dass es vergleichsweise billig ist und mit ebenfalls billigen Steckern auskommt.
    So kosten 20m Ecoflex 10 ungefähr so viel wie 20m RG58 zusammen mit der Antenne.

    Es gibt übrigens Anbieter von VHF-Funkgeräten, die vorschreiben, bei Kabellängen über 10m ein besseres Kabel als RG 58 zu verwenden.
    Ich halte RG58 im Kurzwellenbereich für brauchbar, nicht mehr jedoch im VHF-Bereich und für völlig ungeeignet auf noch höheren Frequenzen.

    Im 150 MHz-Bereich verursachen 20m RG58 eine durchaus spürbare Reichweitenverkürzung gegenüber Aircell 7.

    Der Antennengewinn von ca. 3dB wird von RG58 gegenüber Aircell 7 voll aufgefressen. Wer es genau wissen will, der gehe z.B. auf die Website von
    SSB-Electronic: www.ssb.de/products/koax/aircell5.shtml
    oder z.B. auf diese:www.oldradioworld.de/koax.htm
    oder hier: http://www.wimo.com/cgi-bin/verteile...oaxcable_d.htm

    Dämpfung von 100m RG 58 = 19 db = ca. 4 dB bei 20m Kabel bei 144 Mhz.
    Dämpfung von 100m Ecoflex 10 = 4,8 dB = ca. 1dB bei 20m Kabel

    Der Unterschied von 3 dB bedeutet eine Verdoppelung, bzw. in diesem Fall ein Halbierung der Sendeleistung.
    Wen das nicht stört, bitteschön.


    Es müssen nicht immer die Verbinder, sie können es aber sein. Fast genau so häufig ist ein abgesoffenes Coax-Kabel die Ursache für Probleme. Wenn Feuchtigkeit zwischen Leiter und Abschirmung gekommen ist, stimmt die Impedanz nicht mehr. Auch die Antenne geht schon mal kaputt. Nach meiner Erfahrung sind hiervon diejenigen mit Fiberglasrute stärker betroffen als die mit VA-Whip.

    Auf den Einfluss der Streckendämpfung im VHF Seefunk will ich gar nicht eingehen. Die Antennenhöhen beider Stationen und die Strahlungs- bzw. Empfangsleistung der jeweiligen Anlagen spielen die weitaus größere Rolle. Wie Du richtig sagst; es geht hier nicht um EME-Verbindungen.

    YAMAY

    P.S. Hast Du ein grundsätzliches Problem mit Funkamateuren - oder weshalb bist Du so aggressiv?
    Oder war das die Retourkutsche für unseren kürzlichen Disput zum NASA KW-Wetterempfänger?
    Ich lasse mich gerne verbessern, aber ungern dämlich anmachen.
    Geändert von yamay (28.05.2008 um 14:01 Uhr)

  8. #8
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  9. #9
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    Yamay,

    ich bin seit Mitte 60er Jahre lizensiert. Derzeitiges Rufzeichen ist DL1EEU davor G5ERB und einige andere.....

    Nur Amateure sind oft nur Amateure...

    Früher hatte fast jeder der an der FH Nachrichtentechnik studierte eine Lizenz.

    Heute sind die meisten Funkamateure nur noch Diplom Sammler und haben von HF sehr wenig Ahnung, meinen aber sie sind die Spezialisten....

    Warum hat wohl kaum noch ein Student eine Lizenz?.....

    3 dB machen übrigens bei Seefunk nicht viel aus...

    übrigens geht auch Amateurfunk mit kleiner Leistung. Ich habe auch eine Endstufe mit 4 Stück 572 (mehr als 2 kW möglich) habe Sie aber vielleicht in den letzten 20 Jahren 10 Minuten benutzt um irgend einen Bekannten zu rufen...und dann auf 100 Watt zurückgeschaltet um den Frieden mit der Nachbarschaft zu gewährleisten....

    Viele ältere Amateure auf 80 Meter kennen noch mein altes Rufzeichen G5ERB. War eine der lautesten Stationen in GB......

    Kenne also den Unterschied den man mit ein paar dB erreichen kann, bin aber der Meinung, dass das im Seefunk nicht viel bringt. Das Seefunkgerät benutze ich um eine Küstenstelle oder den Radar Controller anzurufen und vielleicht um nach einer Brücken oder Schleusenöffnung zu fragen.

    Die meisten CB Funker glauben an das Ammemmärchen, das die Abstrahlung der Antenne nur gut ist wenn das VSWR 1:1 ist.
    Geändert von ocean_sailor (28.05.2008 um 16:30 Uhr)

  10. #10
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    Nun, ich habe meine B-Liz. auch schon ein paar Jahrzehnte, habe also die Ausbildung und Prüfung (natürlich inkl. CW) noch zu einer Zeit gemacht, als durchaus anspruchsvolle Anforderungen gestellt wurden. Inzwischen bilde ich übrigens selbst aus. Wir haben auch keine Nachwuchssorgen im OV, trotz Internet, Skype, Handy, WLAN, SAT-Telefonie usw. Unser Nachwuchs kommt von der TU, der FH und aus allen möglichen Berufen. Wir sind mit dieser Mischung zufrieden.

    Ob Diplomsammler, Steckdosenamateure, promovierte Elektrophysiker, ich habe da keine Berührungsängste. Jeder wie er mag oder wie er kann.

    Zu den sachlichen Äußerungen.
    3 dB machen im Seefunk nicht mehr und nicht weniger aus, als bei den übrigen Funkdiensten auch. 3 dB bedeuten Halbierung oder Verdoppelung der Leistung.
    Die CB-Funker hatten anfangs nur 500 mW Ausgangsleistung zur Verfügung und die wollten sie halt möglichst verlustfrei abstrahlen. Also waren sie bemüht, das VSWR so klein wie möglich zu halten.

    Ich benutze meine Lizenz und mein Seefunkzeugnis fast ausschließlich, um auf See Kontakt zu anderen Schiffen und zu den täglichen Wetterrunden zu halten und um via winlink täglich meinen Wetterbericht und meine eMails zu erhalten und zu senden. Das funktioniert in meinem Revier überwiegend auf der Kurzwelle, weshalb ich mich hauptsächlich mit der Optimierung der KW-Anlage an Bord inkl. des Antennenbaus befasse. UKW spielt aufgrund der geografischen und vor allem topografischen Besonderheiten meines Reviers nur eine sehr beschränkte Rolle.
    VHF ist auf den Schiffen in meinem Revier zu 100% vorhanden und Kurzwelle sicher zu mehr als 50%.
    Sailmail und winlink per Pactor sind ebenfalls zunehmend anzutreffen.
    Ich bemühe mich, meine Station so weit in Ordnung zu halten, dass ich meine winlink-Netzknoten ganz überwiegend mit einer Ausgangsleistung von 10 bis max. 25 Watt connecten kann. Das hat in erster Linie mit dem gewaltigen Störpotential von Pactor (z.T. auch RTTY) im Nahfeld zu tun.

    Was mir auffällt ist, dass nur auf sehr wenigen Schiffen ein VSWR-Meter vorhanden ist. Offenbar ist der Nutzen dieses billigen Gerätchens (außerhalb der Gemeinde der CB-Funker) weitgehend unbekannt.
    Ich kann nur jedem Skipper mit SSB-Radio raten, ein VSWR-Meter permanent zwischen TRX und Antennentuner eingeschleift zu haben. Auch zu gelegentlichen Überprüfung der VHF-Anlage ist es bei ausreichender Range gut zu gebrauchen.
    Meine Erfahrung ist, dass wohl mehr als die Hälfte aller Funkanlagen auf Booten nicht richtig arbeitet und der Skipper das meist noch nicht mal bemerkt. Die Diskussion um die Ausbildungsinhalte für das SRC hier im Forum zeigt die Gründe hierfür mehr als deutlich.

    Fair winds

    YAMAY
    Geändert von yamay (28.05.2008 um 18:17 Uhr)

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