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  1. #1
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    Standard römisch-katholisch mit Buganker

    Hallo Seglergemeinde, ich werde im Sommer erstmals römisch-katholisch mit Buganker am Steg und relativ unerfahrener Crew festmachen müssen. Könnt ihr mir Tips zum Manöverablauf geben? Insbesondere: wann fällt der Anker bei wenig Platz? wie schnell fällt der Anker? erst in den Anker eindampfen oder den mit der Winsch dichtholen? Hilfe, ich habe jetzt schon schlaflose Nächte
    Gruß vom Neuling

  2. #2
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    Standard

    Also:
    wann fällt der Anker? 3-5 fache Wassertiefe. Ist in den meisten Häfen so etwa 2 Schiffslängen.
    wie fällt er? möglichst schnell. Also nix mit Ankerwinsch langsam runter
    ob zuerst eindampfen, dann wieder fieren und dann erst an die Mole, das ist eine Sache wie gut die Crew eingespielt ist. Einfacher ist es, den Anker erst wenn die Heckleinen fest sind, dicht zu holen. Gefahr: du musst das Manöver wiederholen, weil der Anker nicht hält. Im Hafenschlick hält er aber meist schon.
    Das ist nicht so schlimm.
    Stressiger ist es schon, wenn nur eine schmale Lücke zwischen zwei bereits ankernden Schiffen ist --- und es hat 2-3 bf Seitenwind.
    Aber da musst du durch
    Nicht genieren wenns nicht klappt. Dann halt ein zweites oder auch ein drittes mal.
    Alle haben mal angefangen.
    Ich erst mit 63 Da haben alle gemeint "der alte Depp sollte es aber können"
    anyway, heut kann ich`s und lach nicht über die die ´s noch nicht so gut können.

    Servus Edgar

  3. #3
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    Standard

    hallo neuling,

    lass dir da keine albträume aufschwatzen von wegen mit dem heck zur pier. mach es wie ich und viele andere und fahr mit dem bug zur pier. setze den zweitanker als heckanker ein und du bist alle sorgen los. das römisch katholisch wird den deutschen seglern eingeredet, müsse so sein. dem ist aber nicht so. erfahrene fahrtensegler machen das in aller regel und aus verschiedensten gründen nicht.
    __/)_ 999 x __/)_
    Der seegehende KB

  4. #4
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    Standard

    Du schreibst "am Steg"....

    kenne das "klassische roemisch-katholische" Manoever dort, wo Du an einer Kaimauer anlegst, vor allem in Griechenland.

    Steg hoert sich nach Marina an: dann sind da in der Regel Mooringleinen...

    ansonsten, wie kb schon schreibt:
    Bug voraus hat Vorteile
    nicht nur die Privatsphaere bleibt gewahrt,
    sondern Dein Ruder wird es Dir danken

    Wo geht's denn hin?


    Nachsatz:
    nie mit der Kette auf der Winsch einen Anker eindampfen...
    gibt Leute, die haben sich so ihre Ankerwinsch ausgerissen...

  5. #5
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    Standard

    Da muss ich euch beiden Johannes und Jürgen jetzt aber doch widersprechen.
    Mit Bug voraus hat nur den Vorteil daß du leichter die (schmale) Lücke triffst. Kleiner Vorteil vielleicht auch noch, daß das Cockpit weniger vom Steg/Mole aus einsichtig ist.
    Nachteil dagegen das Gerödel mit dem Heckanker, den so ein Charterschiff vielleicht gar nicht hat. Den du mit der Hand schmeissen und später per Hand wieder ein/aufholen musst.
    Und dann das ewige Turnen über den Bugkorb um an Land zu kommen. Besonders lustig wenn man dann Einkäufe an Land gemacht hat
    Je nach Höhe der Mole turnst du dann wie ein Affe die Leiter hoch. Nein danke.
    Das mach ich nur wenn 5 bf Seitenwind und kaum Platz im Hafen ist.

    Ausserdem habe ich ein Mittelcockpit. Da sieht man eh nicht so gut rein.

    Oldman der auch der Sinkma ist
    ...der sich gerne selbst, manchmal aber auch andere verarscht

  6. #6
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    Standard wo soll es denn hingehen?

    Du wirst hier wahrscheinlich so viele und vor allen Dingen verschiedene Tipps bekommen, dass Dir schwindelig wird und Du noch schlechter schläfst.

    Bleib einfach ruhig. Es gibt einen Haufen Fachlektüre zum Thema, besser wäre es natürlich es mal probiert zu haben. Gab es da keine Gelegenheit bei der Segelausbildung?

    Such Dir (wenn überhaupt) einen Ratgeber und vor allen Dingen..
    vergiss es mit der 3-5fachen Wassertiefe. Es macht keinen Sinn bei ausreichend Platz 40 Meter Kette im Kasten zu behalten. Es kann auch Sinn machen auf 5 Meter Wassertiefe 40 oder 60 Meter Kette zu stecken,

    Aber es kommt auch darauf an in welcher Gegend Du segelst. Die Ägäis kann zum Ankern rauher sein, als ein etwas "ruhigeres" Gebiet.

    Bilde auf jeden Fall ein festes Ankerteam, was das Manöver jeden Tag macht. So gibt es da Routine. Nicht jeden Mal dran lassen.
    Markiere Dir die Kette, damit die Ankerleute sagen können, wieviel Kette draussen ist. Das hilft in beide Richtungen.
    Erarbeitet Euch eine Kommunikation zwischen Ankerteam und Rudergänger, damit Ihr voneonander wisst, was Ihr tut.
    Sprecht das Manöver in aller Ruhe durch, fahrt in aller Ruhe den Ankerplatz ab, beachtet die Winde und ihre Richtungen. Und wenn es besprochen ist, das Manöver entschieden, aber vorsichtig durchführen und wie ein anderer schon schrieb: Es macht nichts das Manöver abzubrechen und neu anzusetzen.
    Denn nur ein gut liegender und fest eingefahrener Anker gewährt Dir die Nachtruhe die du brauchst. Zum Einfahren wähle ich immer eine langsam steigende Drehzahl bis ca. 1500 rückwärts, das ruckt dann nicht in die Winsch und ist auch nicht zu stark.
    Danach lege ich einen Stopperstek um die Kette und belege auf der Klampe, damit die Winsch etwas entlastet ist, wenn eine Fähre Schwell verursacht oder ähnliches.

    Gute Fahrt

  7. #7
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    Standard

    Hab ich `s doch gewusst, daß gleich wieder die guten Ratschläge kommen -die natürich ganz anders sind als die die ich ihm gegeben habe-
    aber er "soll sich nicht verrückt machen lassen"
    Du meltemi bist doch schon der erste der ihn verrückt macht. Fachliteratur soll er lesen. Du meine Güte!
    Und 40 Meter Kette im Hafen stecken. Da möchte ich mal sehen wieviele Ketten er dann am Morgen über seiner Kette liegen hat
    Und den Anker mit 1500 UpM einfahren... usw. usf.
    Ja Hombre mach es so wie der Meltemi meint, oder mach es so wie der nächste es meint, oder so wie der übernächste.
    Kommen sicher noch eion paar
    ...der sich gerne selbst, manchmal aber auch andere verarscht

  8. #8
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    Standard

    und wenn genug Platz ist, kannst du auch im MM längsseits gehen
    Gruß Thomas

  9. #9
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    Standard Re römisch-katholisch ...

    ein großes Hallo an alle Ratgeber,
    erstmal vielen Dank für die vielen Tips. Das mit dem Steg war natürlich Quatsch, es ist Pier/Kai gemeint und das Revier wird tatsächlich Grichenland sein. Die Fachliteratur steht im Regal und in der "Ausbildung" wurden derartige Manöver nicht praktisch geübt (da kenne ich übrigens keinen, der das in der Segelschule gelernt hat). In der Praxis der letzten fünf Jahre als Charterer gabs irgendwie keine Gelegenheit den Anleger römisch-katholisch (wieso überhaupt "römisch-katholisch?) zu fahren. Jetzt aber wird in den Hafenhandbüchern häufig dieses Anlegemanöver erwähnt, daher mein reges Interesse. Ich werde mir aus der Vielzahl der Ratschläge die meines Erachtens Schlüssigsten in meine Erafhrungsschatzkiste packen und mitnehmen.
    Gruß Landei

  10. #10
    Registriert seit
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    Standard Dingbumsmanöver

    Ich finde es mit ahnungsloser Crew schlimmer als Einhand. womit können sie dir überhaupt helfen? Das nervöse Herumtrampeln im Sichtfeld, geben von wilden und unverständlichen Zeichen und Lauten? vor allem alle tun es gleichzeitig. Im schlimmsten Fall kommt einer mit den Fingern, Schuhen oder Klamotten in die Ankerwinde bzw. Kettenlauf, oder in lauter Eifer geht einer über Bord… dann ist Hafenkino im vollen Gange, habe schon alles gesehen.
    Fahr doch vorher in eine Bucht oder andere ruhige Stelle und übe ein wenig hin und her mit dem Anker. Du wirst sehen, ist alles halb so wild. Ich weiss, in den Büchern steht was anderes. Mich wundert es warum es soviel Bücher über Anker –Hafen –Rettung -Dingsbumsmanövern gibt und kein einziges über Autoparken für Frauen. Da stimmt doch was nicht!?


    gruss
    msc

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