Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
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    Standard Zustand von GfK Rumpf und Motor

    Vor kurzem habe ich mir eine 40 Fuß GfK-Yacht von 1992 zwecks Kauf angeschaut. Leider habe ich nicht ausreichend Erfahrung bei der Beurteilung des Zustands von Rumpf und Motor. Im Bugbereich befindet sich der Ankerkasten, der vom Innenraum zugänglich ist. Dort ist es sehr dunkel, so daß mir aufgefallen ist, daß die Bordwand an der ein oder anderen Stelle lichtdurchlässig ist. Ist das für ein GfK Rumpf normal, oder ist es ein Zeichen für einen schlechten Zustand des Rumpfes?

    Der Motor (ist noch der Erste - Yanmar 54PS) läuft bei 2000 Umdrehungen sehr ruhig und gleichmäßig. Bei einem Probeschlag habe ich dann mal auf 3000 - 3500 Umdrehungen aufgedreht und der Motor wurde laut und es kam zu einer stärkeren Rauchentwicklung. Ist das ein Zeichen für das bevorstehende Ende des Motors, oder ist dies akzeptabel und sagt nichts über die Lebensdauer des Motors aus?

    Vielen Dank,
    Kai

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von pitchies99 Beitrag anzeigen
    Vor kurzem habe ich mir eine 40 Fuß GfK-Yacht von 1992 zwecks Kauf angeschaut. Leider habe ich nicht ausreichend Erfahrung bei der Beurteilung des Zustands von Rumpf und Motor. Im Bugbereich befindet sich der Ankerkasten, der vom Innenraum zugänglich ist. Dort ist es sehr dunkel, so daß mir aufgefallen ist, daß die Bordwand an der ein oder anderen Stelle lichtdurchlässig ist. Ist das für ein GfK Rumpf normal, oder ist es ein Zeichen für einen schlechten Zustand des Rumpfes?
    Das ist völlig normal bei Schiffen bei denen das GFK nicht noch zusätzlich von innen versiegelt wurde. Ohne Gelcoat könnte man da wahrscheinlich Zeitung durch lesen.

    Zitat Zitat von pitchies99 Beitrag anzeigen
    Der Motor (ist noch der Erste - Yanmar 54PS) läuft bei 2000 Umdrehungen sehr ruhig und gleichmäßig. Bei einem Probeschlag habe ich dann mal auf 3000 - 3500 Umdrehungen aufgedreht und der Motor wurde laut und es kam zu einer stärkeren Rauchentwicklung. Ist das ein Zeichen für das bevorstehende Ende des Motors, oder ist dies akzeptabel und sagt nichts über die Lebensdauer des Motors aus?

    Vielen Dank,
    Kai
    3.500 bei welcher Bauartmaximaldrehzahl? Die meisten Motoren sollten bei etwa 2/3 max Drehzahl gefahren werden um optimales Drehmoment und Verschleiss zu haben. Nichts ist übler für einen Diesel als übertourig gefahren zu werden. Das ein alter Bootsdiesel russt ist völlig normal, gerade wenn er ausgedreht wird ... normal macht man das auch nicht. Interessanter ist aber die Farbe des Rauchs - ist der blau, verbrennt er Öl mit, ist er weiss ist das Hinweis auf defekte Dichtungen ... Aber all das sollte man eigentlich noch aus der Ausbildung kennen.

  3. #3
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    Standard

    Vielleicht ist es keine schlechte Idee, einen Kenner der Materie, zB Bootsbauer oder Gutachter mitzunehmen.

    16 Jahre gehen an keinem Boot spurlos vorüber. Man muss halt rausfinden, obs Macken hat, die einen den Kauf verderben. Es kann nicht falsch sein, das Boot mal rauszuholen, das Unterwasserschiff zu prüfen und den Feuchtigkeitsgehalt vom GFK zu messen.

    Das Verhalten des Motos hört sich normal an. Leider sieht man es den Dingern nicht an und merkt es von aussen regelmäßig auch nicht, wie lange die noch machen.

    Ich würde min. die Kompression prüfen lassen, ist die gleichmaessig und innerhalb der zul. Werte, ist schonmal viel gewonnen.

    Wie bereits gesagt wurde, eine Diesel unter Vollast röhrt und qualmt, das ist normal. Wichtig ist, dass er innerhalb der lt. Manual zulässigen Zeit unter Vollast temperaturmäßig nicht aus den Betriebsgrenzen läuft. Yanmar schreibt, zumindest bei den neueren Motoren, in den Handbüchern, wie lange und mit welchen Intervallen der Motor gescheucht werden darf. Auch schreibt Yanmar, dass man ab und an den Motor mal 10 Min unter Vollgas laufen lassen soll, um Verbrennungsrückstände, die sonst nicht "rausgeblasen" werden, loszuwerden. Laß die das Handbuch zeigen und gehe wie dort beschrieben vor.

    OL

  4. #4
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    29

    Lächeln

    Eine 40 Fuss Yacht, 16 Jahre alt, hat nun mal Gebrauchtspuren. Ich habe noch keinen erlebt, der einen gebrauchten 16 Jahre alten Golf oder Audi kauft, der dann einen Gutachter dabei hat. Welchen Bootsbauer sollte er den mitnehmen?, geht mal in die Bavariawerft, da sind mehrere Hundertschaften an Bootsbauern beschäftigt, es sind angelernte Hilfsarbeiter, Maler, Anstreicher, Schreiner und glaubst Du im Ernst dass das die Gutachter sind. Jeder Skiper der ein eigenes Boot hat, weiß in der Regel mehr als diese Bootsbauer.

    Besorge Dir ein Feuchtemessgerät das eine Kapazitätsmessung ermöglicht und überprüfe den Feuchtewert der unter 2,5% liegen sollte. Eine Einspritzdüse für 30,- Euro am Diesel ist kein Problem, ein feuchtes Laminat ist aber je laufenden Meter mit 1000,-Euro zzgl. Mwst. 19% zu veranschlagen. Eine entsprechende Osmosesanierung von osmotischen Schäden, da sind schnell bei 40 Fuß 10-15 Mille erforderlich wenn das z.B. in einen Fachbetrieb wie die Firma Wrede gemacht wird. Um aber das zu erkennen, da gibt es nur wenige Bootsbauer die auch das Fachwissen habe.

    Dass durch das Laminat Licht durchscheint ist normal. Je mehr Licht durchscheint, um so weniger Pigmente in Form von Kalk wurde dem Vinylesther beigemischt, um so widerstandsfähiger ist auch der Gelcoat. Ansonsten scheint durch Glasfasern Licht und durch ein transparentes Isoharz scheint auch Licht.

    Prüfe da, wo der größte Wertverlust am Boot entsteht. Z.B. wurde der Gelcoat angeschliffen, wurde der Gelcoat versiegelt, wurde ein AF auf einen ungeschützten Gelcoat aufgetragen, welches Antifouling, wurde z.B. Cuppercoat verwendet, dann kannst die Meere mit wärmeren Gewässern mit den Bewuchsdrücken vergessen, oder ein VC17m in Travemünde dann schaut das Boot nach 5 Monaten etwa so aus wie unter http://www.antifouling-shop.com/showthread.php?t=493, wenn es runter muss, dann wird es teuer, oder z.B. das Boot war im Bodensee, Bereich Überlingen, da bilden sich Wassertemperauren bis zu 28°C imSüßwasser, das ist für einen ungeschützen Gelcoat tötlich, Dauerwasserliegeplatz, oder Winterlager usw.

    mfg

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