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  1. #11
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    Ich denke, wir sind uns alle einig, das wir keinen TÜV oder ähnliches brauchen. Auch wenn das ein oder andere Schiff so aussieht, als würde es die nächste Bö nicht überstehen - die Statistik spricht klar dafür, dass es sehr gut funktioniert wie es ist. Wenn man sich die seit Jahren niedrigen Unfallzahlen im Yachtbereich anschaut, wird deutlich, dass das erforderliche Budet einer möglichen Überwachung der TÜv-Termine besser für andere Aufgaben in unserem Staat verwendet wird. Und jeder Bootseigner wird schon aus versicherungstechnischen Gründen wichtige Einrichtungen wir Gasanlage, Rettungsmittel, Löschmittel etc. in den vorgeschriebenen Intervallen warten lassen.

    Fazit: Es spricht nichts für die Einführung einer Tüv-Pflicht von Yachten.
    Geändert von Ralf-T (31.07.2008 um 13:07 Uhr)
    Handbreit - Ralf

  2. #12
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    Hallo miteinander,

    am Bodensee sind Vergnügungsfahrzeuge mit einer Länge > 2,5m zulassungspflichtig. Für die Zulassung ist theor. eine Abnahme durch einen netten Mitarbeiter des Schiffahrtsamtes notwendig. Da die Zulassung immer auf 3 Jahre befristet ist, wiederholt sich das ganze Szenario also alle 3 Jahre. Bei dieser "Überprüfung" soll dann geschaut werden, ob alle Borddurchbrüche geschlossen sind (....ganz Stuttgart trinkt aus dem See), der Motor nicht ölt, die Sicherheitsausstattung vorhanden ist usw.. Kosten tut das Ganze dann abhängig von der Bootslänge mal eben ab 100,- und mehr Euronen.

    In der Praxis waren diese Überprüfungen bei mir immer nach max. 5 Minuten erledigt, einmal mit den Worten " Schöne Polster haben sie, neu überzogen?"

    Reine Geldmacherei ist das. Das Schiffahrtsamt schafft an einem Prüftermin bei uns im Hafen locker 20-30 Boote an einem Tag - so möchte ich mein Geld auch mal verdienen.

    Als wir dieses Jahr unser fabrikneues Boot zugelassen haben, reichte eine Erklärung des Händlers, dass das "Vergnügungsfahrzeug" der Bodenseeschiffahrtsordnung entspricht völlig aus - eine Prüfung vor Ort wurde nicht durchgeführt. Gekostet hat es mal eben 174,- EURO

    Hinzu kommt dann noch, dass neuer Bootsmotoren am B-See in regelmässigen abständen einer Abgas-Überprüfung unterzogen werden müssen - bei älteren Semestern ist das Wartungsprotokoll einer lizensierten Fachwerkstatt mittzuführen (kostet auch mal eben 20,- Steine - also rein das Ausfüllen dieses Wisches, der noch nicht mal irgendwelchen Formvorschriften unterliegt).

    Bleibt zu hoffen, dass die Kollegen an Nord- und Ostsee von diesem Dummfug verschont bleiben.

    Gruss, Jochen
    Kurzkiel - scheiss auf die Höhe, ran an den Strand!

  3. #13
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    Yachten/Schiffe werden doch mindestens nach einem Unfall gründlich untersucht. Technische Mängel werden dann bei einer Gerichtsverhandlung vorgeworfen und begründen gelegentlich eine Verurteilung. Wie die Kasko-Versicherung darauf reagiert ist dann ebenfalls unsicher.

    Also werden doch die Eigner indirekt auf das ordnungsgemäße Funktionieren der Geräte festgenagelt.

    Grüße
    Norbert
    Geändert von Norbert Bock (31.07.2008 um 16:47 Uhr)

  4. #14
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    Da man weitestgehend nur sich selbst und Mitsegler gefährdet, ist hier mal ein Rest Eigenverantwortung übrig geblieben. Auf die Prüfungen kann man eh pfeifen! Was sollen die prüfen? Bremsen? Festigkeit von Kiel und Wanten?

  5. #15
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    ...........wenn dann sowas bei rauskommt, wie bei dem reisebus, den sie gestern in den nachrichten hatten (einen DEUTSCHEN bitteschön...) mit durchgerosteten achsen, morschem boden, wo man durchkrachte und ausgeschlagener lenkung, defekten bremsen und und und AABER mit GÜLTIGER tüvplakette, dann ist eh drauf gehustet.....

    würde aber dem deutschen kontrollwahn entsprechen .....
    es grüsst
    Chili

    www.leseratte.net

  6. #16
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    Standard TÜV für Charteryachten

    Charteryachten brauchen als Nachweis der Betriebssicherheit und kompletten Ausrüstung ein Bootszeugnis, das im Auftrag des WSA vom Germanischen Lloyd nach entsprechender Überprüfung erstellt wird. Damit übernimmt der GL die Aufgaben, die im Straßenverkehr u.a. vom TÜV wahrgenommen werden. Das Bootzeugnis hat eine Gültigkeit von zwei Jahren und muss dann nach erneuter Prüfung erneuert werden. Es gibt zwar keine Plakette, aber das Bootszeugnis muß mitgeführt werden.

    Die Kosten halten sich - gemessen am Aufwand - erstaunlicherweise in Grenzen.

    Schöne Güße
    HORST
    N 51° 10’ 37“ E 006° 44’ 46“

  7. #17
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    Ach ja, und noch einer zum TÜV am Bodensee. Hast Du Dein Boot in Bayern liegen, fährst Du zum TÜV nach Bayern und wenn das Ding in Baden-Würtemberg liegt, geht es nach .... ja richtig!!!
    Eine TÜV Prüfung im anderen Land (sorry - Bundesland) ist nicht möglich!!!
    Der Föderalismus schlag zu.
    Noch etwas positives: Wenn keine Wohneinrichtung und Gasanlage an Bord ist (z.B. alle Jollen mit Aussenborder), kann man im Jahr 3 und 6 durch schriftl. Erklärung bestätigen, dass alles ok ist und bekommt die Zulassung verlängert. Wenn kein Motor dranhängt, gibt es keine Notwendigkeit für einen TÜV. Wie sieht das eigentlcih beim E-Antrieb aus. Der verliert ja wirklich kein Öl. Wer hat da Erfahrung?

  8. #18
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    Ich fände es schon sehr angenehm zu diversen Zeiten mein Boot durch halb Europa vom Liegeplatz zum TÜV bringen zu dürfen oder einen TÜV-Beamten auf meine Kosten zum Boot bitten zu können mit Fahrtspesen, Hotel und Verpflegung. Wäre doch überhaupt nicht bescheuert.......... Gruß Andreas2

  9. #19
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    Zitat Zitat von chili Beitrag anzeigen
    ...........AABER mit GÜLTIGER tüvplakette.....

    ...wie immer liebe chili, habe ich etwas gegen Verallgemeinerungen. Das heisst nicht, dass es auch beim TÜV schwarze Schafe gibt. Aber... diese Fahrzeuge haben eine gültige Prüfplakette und keine TÜV-Plakette. Das Monopol für den TÜV ist schon sehr lange überholt.
    Ob dieser Wettbewerb letztlich der Sicherheit gedient hat, wage ich zu bezweifeln....

  10. #20
    Ausgeschiedener Benutzer Gast

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    Hier kann ich Firsty nur beipflichten. Immer wieder tauchen bei uns in unserem kleinen Reifen- und Autoservicebetrieb Fahrzeuge mit gültiger Prüfplakette auf, wo Schäden unübersehbar älter sind als die das letzte Prüfdatum aussagt. Wenn ich dann in den Fahrzeugscheinen nachsehe, finde ich die verschiedensten Stempel...., nur selten die vom TÜV

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