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  1. #1
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    Standard Gennaker aufrollen mit Rollgen???

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    Hallo zusammen,

    ich suche eine Möglichkeit meinen Gennaker (25m2) aufzurollen. Hierbei bin ich im Internet
    auf die Fa. Bamar gestossen. Diese bietet eine Rollanlage für asymmetrische Segel an.
    In der Werbung heißt es: das Segel muss nicht verändert werden, es können alle herkömmlichen Segel aufgerollt werden. Die Videos dazu sehen ja nicht schlecht aus, aber funktioniert das wirklich so toll???
    Wer hat so ein Teil schon mal gesehen, wer hat oder hatte eins, oder wer hat Tips oder
    Ratschläge dazu???

    PS. Segele mit Kindern, da ist der gennaker in der Kajüte permanent im Weg.

    Vielen Dank für Eure Hilfe

    Gruss Leisure 17

  2. #2
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    Hallo Leisure 17

    Ich habe mit Bertels-Aufroller gute Erfahrungen gemacht.
    Bamar kenn' ich nicht, aber die werden wohl gleich funktionieren.

    Ein Rollgennaker (ich habe den Furlström mit 70 qm) ist eher etwas flacher geschnitten. Am Vorliek sind auch 2 Drähte eingearbeitet, um die das Segel aufgewickelt wird.

    Wenn dein Gennaker zu bauchig ist und keine Drähte hat, wird das mit dem Aufrollen wohl nicht so gut funktionieren.

    Wichtig ist auch ein genügend grosser Abstand zum Vorstag der (Roll)Fock oder Genua. Nicht nur wegen der Anströmung, sondern auch, damit sie sich beim Aufrollen nicht in die Quere kommen.

    Auf dem Foto im Anhang zeige ich meine Lösung mit einem Bugsprit.
    Vorne der Gennaker, dahinter der Lighter, je auf Bertels-Endlosroller, dann noch die Genua auf einer Harken-Rolleinrichtung.

    Viel Spass bei deinen Ueberlegungen

    Gruss, Oldiesailor
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  3. #3
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    Lächeln Roll-Gennacker

    Hallo Oldiesailor
    segle eine Bavaria 30 Crusier auf dem Bodensee, wo leider viel nur mit Schwachwind gedümpelt werden kann und um dem abzuhelfen habe ich mir einen Rollgennacker anbieten lassen, allerdings war mir einiges dazu noch nicht klar.
    Angeboten wurde mir ein Rollgennacker mit 50m2 - ist das zuviel oder zuwenig?
    Danke für Deine Erklärungen wegen dem Abstand, was mir sehr hilfreich.
    Die Idee auf Deinem Foto finde ich genial, leider sieht man nicht soviel, vorallem würde mich interessieren wo der Gennackbaum oder -spriet bzw. wie das auch immer fachmänisch heisst festgemacht ist, da kommt doch ziemlich Druck drauf wenn die Post abgeht...
    kannst Du mir dass noch genauer erklären bzw. wo gibts dazu noch Infos?

    Danke und Gruss
    Meeki

  4. #4
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    Standard Gennakerbaum

    Hallo Meeki

    Hier einige Erklärungen zu meiner Gennakerbaum-Eigenkonstruktion:
    Ich wollte sie abnehmbar und schwenkbar haben. Abnehmbar, damit sie am Liegeplatz nicht den Steg blockiert und drehbar, um den Windeinfallswinkel zu optimieren. Letzteres wende ich aber praktisch nie an, sodass ich heute darauf verzichten würde.

    Foto 1 zeigt die drehbare Basishalterung, in die der Gennakerbaum gelagert und mit einem Bolzen gesichert wird.
    Foto 2 zeigt die Kraftaufnahme unter Deck im Bereich des Drehpunktes.
    Foto 3+4 zeigt die ganze Anlage montiert: vorne der Gennaker, dahinter der Lighter (was natürlich ein weiteres Fall und entsprechende Veränderungen am Masttop bedingt).

    Die riesigen Hebelkräfte von ca 3:1 auf des Deck hinter dem Drehpunkt werden durch eine Stahlplatte aufgenommen.


    Zu deiner Frage nach einer optimalen Grösse des Gennakers für dein Schiff:
    Ich würde das Maximum ausschöpfen, was sich aus der Vorstag-Länge herausholen lässt.
    Das bedingt zuerst den Entscheid, ob Bugsprit (und wie lang) oder eine andere Lösung, je nach vorhandenem Bug- oder eventuellem Ankerbeschlag
    Dazu kann ich keinen Tipp geben, da ich dein Schiff nicht kenne.

    Wir haben auf dem Neuenburgersee auch viel Schwachwind-Verhältnisse und da ist ein Gennaker genial. Bis etwa 15 Knoten Wind lasse ich den Gennaker stehen, darüber habe ich Angst um's Material. Und dann kommt man ja auch mit der Genua auf Rumpfgeschwindigkeit.

    Du kannst mir auch eine PN senden bei bilaterale Detailfragen.

    Gruss, Oldiesailor
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  5. #5
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    Zitat Zitat von Oldiesailor Beitrag anzeigen
    Hallo Leisure 17

    Ich habe mit Bertels-Aufroller gute Erfahrungen gemacht.
    Bamar kenn' ich nicht, aber die werden wohl gleich funktionieren.
    Hallo zusammen,

    ich habe mir die Beschreibungen auf den Seiten von Bamar angeschaut: die beiden Systeme funktionieren grundlegend verschieden. Für den Bartels Roller ist ein doppeltes Draht-Stak (eingearbeitet im Segel) obligatorisch - sonst kann der garnicht funktionieren. Bei Bamar besteht die komplette Anlage aus dem Roller, einem Stak mit einem "Schlauch" drumrum, und dem Wirbel oben.

    Ich finde das Bamar System vom Grundsatz scheinbar genial und würde hier nochmals die Frage (...des ursprünglichen Eröffners dieses threads) aufgreifen ob jemand mit diesem System Erfahrungen hat.

    Kann man tatsächlich einen normal geschnittenen Gennaker damit aufrollen?

    Viele Grüsse, Jochen

    (...der die anderen Systeme schon kennt und gerne explizit was über Bamar erfahren würde...)
    Kurzkiel - scheiss auf die Höhe, ran an den Strand!

  6. #6
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    Ein anderer Hersteller, der ein mit Rollgen vergleichbares Produkt anbietet ist Facnor (facnor.fr). In der Zeitschrift voiles et voiliers wurden die beiden Produkte kürzlich getestet und miteinander verglichen. Ich schau mal nach, in welcher Nummer das war. Dürfte vielleicht für den Originalposter interessant sein. Die beiden Produkte haben gemeinsam, dass das Segel auf einem zwischen Bugbeschlag und Top verlaufenden Torsionselement aufgerollt wird. Dieses Element ist nicht starr wie ein Aluprofil, sondern flexibel, daher kann die aufgerollte Wurst geborgen und weggestaut werden.
    Die beiden Systeme unterscheiden sich primär dadurch, dass facnor eine Bergeleine ca. auf halber Höhe des Vorlieks des asy. Spis erfordert und von der Mitte an aufrollt, während Rollgen die Wurst einfach von oben einzurollen beginnt und scheinbar keine Anpassungen durch den Segelmacher braucht.
    Rollgen soll (alles vom Hörensagen) ein klein wenig günstiger sein.

    Und, ach ja, die Eingangsfrage: Nein, ich habe keine Erfahrung damit.

    Ob 50m2 für ein 30ft Schiff reichen, kann ein Segelmacher besser beurteilen, schein mir etwas wenig, gerade für ein Schwachwindrevier. Ok, bezieht sich auf Segelschiffe. Bei einer Bavaria 30 kann das hinkommen, die haben vermutlich kein Binnenrigg und auch sonst andere Qualitäten...

    Kurz: Kauf eines der beiden Produkte und rapportiere hier, das Thema ist interessant.

    brico

  7. #7
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    Kleiner beitrag meinerzeits zur uberleging,

    1) Alles ist "auf zu rollen". Die nachste frage bei mir ist ob danach gleich das segel geborgen werden muss oder das es aufgerolt stehen bleiben kann z.b.s. am wind mit 5 Bft und welle. Das letzte ist mit ein "baugliche" genaker (runner) nicht gut und sicher zu machen. Dar ist immer das risico das jegendmahl jegendwo der zunehmende wind das segel teilweisse (meistens ganz oben) wieder ausrolt. Mit ein flachere reacher/topgenua/code zero ist das besser bis sehr gut zu machen. Die haben fast allen eine eigene "vorstag/leine" ins segelprofiel an die "luff" seite.

    2) Die wind kommt zwischen 80 bis 155 grad ein. Wie tiefer mann segelt wie langer die "tackline" sein sollte. geht der tack(line) nach luff dann vieleicht nog weiter damit, geht der lackline nach lee dan die tack(line) mehr richting deck bringen. Das aufrollen geht nicht oder schwieriger wenn die tackline (mit den furler) 1 meter uber deck steht. Bring einer kleiner ausstattung an womit zoviel kraft gezetst werden kan das es auch geht. (mit druck die tack(line) einnehmen)

    Aufrollen alleine is nicht der losung om nicht immer das segel unter/an deck bergen zu mussen. Es muss auch stehen bleiben kunnen .... oder

    MfG Michel

  8. #8
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    Hallo zusammen,

    erst einmal vielen Dank für die ersten Tips und Ratschläge.
    Kurz noch einige Infos meinerseits:

    Dis Idee mit dem Draht im Vorliek habe ich schon probiert, leider ist auf grund des bauchigen Schnittes das Gennakervorliek länger als der Abstand zwischen den beiden Befestigungspunkten.

    Der Gennaker soll im aufgerollten Zustand angeschlagen bleiben, auch an der Kreuz.

    Bei 5 Windstärken segele ich bereits gerefft, da bleibt der Gennaker grundsätzlich in der Kajüte.

    Zur allg. Info:

    Ich segle keine Leisure 17 ( hatte ich früher mal, war ein tolles Schiff )
    Heute segle ich eine Skippi 650 Cruiser, da braucht man ab 4 Windstärken schon richtig Lebendgewicht auf der Kante ( und das hat meine kleine Tochter noch nicht )

    Bin weiterhin dankbar für alle Tips, und bin bereits dabei mir so eine Rolanlage selber zu bauen.
    Werde dann natürlich meine Erfahrungen hier weitergeben, wenns funktioniert auch mit Fotos.

    Bis dahin Gruss an alle von
    Leisure 17

  9. #9
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    Hallo zusammen,

    hier meine ersten Versuche einen normalen Gennaker zu rollen. Das Ganze besteht aus
    einer Bartels Endlosrolle, einem Topwirbel und einer selbstgebauten Aluscheibe mit Kugellager
    welche direkt über der Endlosrolle montiert ist.
    Der Gennaker wird mit der Endlosleine eingerollt. hierbei rollt zuerst der Kopf ein, danach Schothorn und Hals.
    Beim ausrollen wird an der Schot gezogen, beim letzten Stück muss bei wenig Wind mit der Reffleine nachgeholfen werden. Ab ca. 2Bft. rollt er aber meistens von selbst aus.
    Hab das Ganze jetzt ca. 3Wochen bei 0 bis max. 4Bft. mehrmals probiert. Es gibt noch Verbsserungspotential aber grundsätzlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Der Gennaker kann auch an der Kreuz aufgerollt angeschlagen bleiben, bisher hat noch nichts geflattert.
    Anbei 2 Fotos.
    Gruss Leisure17
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  10. #10
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    HI,

    sehe dein Post bzgl. dem Selbstbau einer Rollanlage gerade erst gesehen.
    Funktioniert das denn jetzt problemlos, einfach mit nem normalen Endlosroller von Bartels???

    Überlegen, für unsere neue (Albin Accent) uns auch einen Rollgennaker anzuschaffen. Allerdings würde ich gerne einen "Standardgennaker" nehmen (da sehr günstig) und dann eine einfache Bartels endlosrolle...wenn das funktioniert???

    DANKE für ne Info!

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